Schaufensterkrankheit – Vorbeugen und Behandeln
Chefarzt Dr. Jochen Selbach informiert über die Therapie von Durchblutungsstörungen der Becken- und Beinarterien.
Bei
Durchblutungsstörungen der Becken- und Beinarterien muss der Patient oft stehen
bleiben, weil die Beine schmerzen, so als ob er sich beim Stadtbummel die
Schaufenster anschauen will. Daher der Name „Schaufensterkrankheit“. So harmlos
der Name klingt - die Erkrankung kann zum Absterben von Gewebe an den Füßen
führen, im Endstadium droht sogar eine Amputation. In seinem Online-Vortrag
„Schaufensterkrankheit – Vorbeugen und Behandeln“ am 2. Juni 2022, um 18 Uhr, erläutert
Dr. Jochen Selbach, Leiter des Gefäßzentrums am Caritas-Krankenhaus Bad
Mergentheim, die Ursachen und Therapiemöglichkeiten der Erkrankung. Er zeigt
außerdem auf, wie man Durchblutungsstörungen vorbeugen kann.
Durch die
Alterung der Gesellschaft sind immer mehr Menschen in Deutschland von Gefäßerkrankungen
betroffen. Ursache der Durchblutungsstörungen in den Becken- und Beinarterien
sind in der Regel Arterienverkalkungen (Arteriosklerose). „Schreiten die Gefäßveränderungen voran, kommt
es zunächst zu Schmerzen beim Laufen, die Gehstrecke, die ohne Schmerzen
zurückgelegt werden kann, wird immer kürzer“, so Dr. Selbach. „Später folgen
Ruheschmerzen in den Beinen. Im Endstadium stirbt das Gewebe an den Füßen ab
(sog. Gangrän).“ In seinem Vortrag zeigt der Internist und Spezialist für
Hochdruckerkrankungen die Symptome und Diagnosemöglichkeiten der
„Schaufensterkrankheit“ auf und stellt die verschiedenen Therapiemöglichkeiten
vor.
„In einem
frühen Stadium der Erkrankung steht die konservative Therapie im Vordergrund,
mit dem Ziel die Risikofaktoren wie Diabetes und Übergewicht zu reduzieren.
Dazu gehören etwa Blut verdünnende Medikamente und Bewegungstherapie“, so Dr.
Selbach. „Bei weiter fortgeschrittenen Erkrankungen gelingt es heute häufig,
den Gefäßverschluss durch schonende minimal- invasive Maßnahmen wie die interventionelle
Gefäßaufweitung zu beseitigen. In Einzelfällen ist auch eine operative Therapie
wie eine Bypass-Anlage notwendig.“ Der Chefarzt wird die verschiedenen
Verfahren vorstellen und die Chancen und Risiken benennen. Er zeigt aber auch auf,
wie jeder Einzelne die verschiedenen Risikofaktoren durch seine Lebensweise selbst
beeinflussen und damit der Erkrankung vorbeugen kann. Im Anschluss an seinen
Vortrag steht er für Fragen zur Verfügung. Diese können Interessierte gerne
vorab per E-Mail stellen an folgende Adresse: veranstaltung@ckbm.de. Bitte melden Sie sich bis zum 30.
Mai 2022 unter der genannte E-Mail Adresse an, der Teilnahmelink geht
angemeldeten Personen am Vortag der Veranstaltung per E-Mail zu.
Patienten, Angehörige, Selbsthilfegruppen
DR. Jochen Selbach
online


