Schaufensterkrankheit – Vorbeugen und Behandeln

Chefarzt Dr. Jochen Selbach informiert über die Therapie von Durchblutungsstörungen der Becken- und Beinarterien

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Bei Durchblutungsstörungen der Becken- und Beinarterien muss der Patient oft stehen bleiben, weil die Beine schmerzen, so als ob er sich beim Stadtbummel die Schaufenster anschauen wolle. Daher der Name „Schaufensterkrankheit“. So harmlos der Name klingt - die Erkrankung kann zum Absterben von Gewebe an den Füßen führen, im Endstadium droht sogar eine Amputation. In seinem Vortrag „Schaufensterkrankheit – Vorbeugen und Behandeln“ am 24. September 2019, um 19:30 Uhr im Kleinen Kursaal Bad Mergentheim, erläutert Dr. Jochen Selbach, Leiter des Gefäßzentrums am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, die Ursachen und Therapiemöglichkeiten der Erkrankung. Er zeigt außerdem auf, wie man Durchblutungsstörungen vorbeugen kann.
Durch die Alterung der Gesellschaft sind immer mehr Menschen in Deutschland von Gefäßerkrankungen betroffen. Ursache der Durchblutungsstörungen in den Becken- und Beinarterien sind in der Regel Arterienverkalkungen (Arteriosklerose).  „Schreiten die Gefäßveränderungen voran, kommt es zunächst zu Schmerzen beim Laufen, die Gehstrecke, die ohne Schmerzen zurückgelegt werden kann, wird immer kürzer“, so Dr. Selbach. „Später folgen Ruheschmerzen in den Beinen. Im Endstadium stirbt das Gewebe an den Füßen ab (sog. Gangrän).“ In seinem Vortrag zeigt der Internist und Spezialist für Hochdruckerkrankungen die Symptome und Diagnosemöglichkeiten der „Schaufensterkrankheit“ auf und stellt die verschiedenen Therapiemöglichkeiten vor.
„In einem frühen Stadium der Erkrankung steht die konservative Therapie im Vordergrund, mit dem Ziel die Risikofaktoren wie Diabetes und Übergewicht zu reduzieren. Dazu gehören etwa Blut verdünnende Medikamente und Bewegungstherapie“, so Dr. Selbach. „Bei weiter fortgeschrittenen Erkrankungen gelingt es heute häufig, den Gefäßverschluss durch schonende minimal- invasive Maßnahmen wie die interventionelle Gefäßaufweitung zu beseitigen. In Einzelfällen ist auch eine operative Therapie wie eine Bypass-Anlage notwendig.“ Der Chefarzt wird die verschiedene Verfahren vorstellen und die Chancen und Risiken benennen. Er zeigt aber auch auf, wie jeder Einzelne die verschiedenen Risikofaktoren durch seine Lebensweise selbst beeinflussen und damit der Erkrankung vorbeugen kann. Im Anschluss an seinen Vortrag steht er für Fragen zur Verfügung.

Art der Veranstaltung
Vortrag
Zielgruppe(n)
Interessierte, Patienten, Angehörige, Selbsthilfegruppen
Referent(en)
Chefarzt Dr. Jochen Selbach
Ort
Kurhaus, Kleiner Kursaal