Vortrag: Leisten- und Narbenbrüche – abwarten oder operieren?
Eine Hernie,
vielen Menschen besser bekannt unter dem Namen „Leistenbruch“ oder
Bauchwandbruch“, ist ein Eingeweidebruch, der durch eine Schwachstelle der
Bauchwand entsteht. Durch diese können die Organteile des Bauchraums nach außen
vorfallen, wodurch eine sackartige Ausstülpung, eine Art Beule, entsteht. Rund
27 Prozent der Männer und drei Prozent der Frauen in Deutschland haben im Laufe
ihres Lebens einen Leistenbruch. Unbehandelt kann ein Bruch lebensgefährlich
sein, denn es besteht immer die Gefahr, dass Bauchinhalt etwa Teile des
Dünndarms durch den Bruch eingeklemmt werden.
In seinem
Vortrag „Leisten- und Narbenbrüche – abwarten oder operieren?“ erläutert Dr.
Michael Bach, Oberarzt Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim am
Dienstag, 22. Oktober, die wichtigsten Symptome und stellt die Behandlungsmöglichkeiten
bei Hernien vor.
„Ein
unbehandelter Bruch kann im Laufe der Zeit immer größer werden, stärkere
Schmerzen verursachen und die körperliche Aktivität stark einschränken. In
manchen Fällen kann es zu schwerwiegenden Folgen wie etwa einem Darmverschluss
oder einer akuten Durchblutungsstörung des Darms führen“, betont der Facharzt
für Viszeralchirurgie. „Dann besteht Lebensgefahr und es muss sofort operiert
werden.“ Andere Behandlungsformen wie zum Beispiel das Tragen eines Bruchbandes
seien nur in Ausnahmefällen indiziert.
In seinem
Vortrag stellt Dr. Bach zunächst die verschiedenen Ursachen vor, die zu Hernien
führen können und geht anschließend auf die Symptome ein, die auf Hernien
hinweisen. „Die Symptome sind sehr unterschiedlich und hängen von der Größe ab.
Viele Patienten beobachten eine Vorwölbung in der Leistenregion, haben jedoch
keinerlei Beschwerden. Andere verspüren nur ein Unbehagen oder ein gewisses
„Ziehen“ oder „ Drücken“ bei schwerer körperlicher Belastung. Wieder andere
klagen über Schmerzen, ohne dass eine Vorwölbung sichtbar ist“, so der
Viszeralchirurg. In seinem Vortrag erläutert er, auf was Betroffene achten
sollten und geht dann auf die Therapie der Hernien ein.
Dabei raten
die Ärzte in der Regel zu einer Operation, denn eine Hernie bildet sich bei
Erwachsenen nicht eigenständig zurück. „Erst nach der differenzierten Diagnose
können wir das passende Verfahren für die Operation wählen, das dann auf die
jeweilige Art der Hernie abgestimmt ist“, so Dr. Bach. Denn nur mit dem passenden
Operationsverfahren könne erreicht werden, dass die Festigkeit der Bauchwand
wiederhergestellt und das Auftreten einer neuen Hernie (Rezidiv) verhindert
wird. In seinem Vortrag stellt er die verschiedenen OP-Methoden vor und steht
im Anschluss für Fragen der Besucher zur Verfügung. (ckbm)
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Interessierte, Patienten, Eltern
Dr. Michael Bach
Kurhaus, Kleiner Kursaal


