Beckenbodenschwäche und Inkontinenz – Was die Gynäkologie tun kann
Inkontinenz und Blasenschwäche sind typische Beschwerden vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren, aber auch jüngere Frauen sind betroffen: Etwa 25 Prozent aller Frauen leiden im Laufe ihres Lebens vorübergehend oder dauerhaft an Blasenschwäche. Ursachen sind neben Schwangerschaft und Geburt häufig ein geschwächter Beckenboden etwa in Folge einer Operation, einer allgemeinen Bindegewebsschwäche oder durch hormonelle Umstellungen in den Wechseljahren.
Noch immer zählen diese Beschwerden zu den Tabuthemen: Die meisten Betroffenen ertragen ihr Leiden still und unbehandelt. Die Hemmschwelle, Hilfe zu suchen und einen Arzt auf das Problem anzusprechen, ist hoch. Doch Beckenbodenschwäche und Inkontinenz sind weder Schicksal noch ein natürlicher Prozess des Älterwerdens, mit dem man sich abfinden muss. „Ist die Ursache der Beschwerden gemeinsam mit dem Arzt abgeklärt, ist sie in den meisten Fällen sehr gut behandelbar“, betont Dr. Ulrich Schlembach, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. In seinem Vortrag „Beckenbodenschwäche und Inkontinenz – Was die Gynäkologie tun kann“ am Dienstag, 11. Juli, um 19:30 Uhr im Kleinen Kursaal in Bad Mergentheim, stellt der Gynäkologe die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten vor.
„Der Zwang, ständig eine Toilette in der Nähe wissen zu müssen, belastet die Betroffenen enorm. Die Krankheit zwingt sie ihr Leben umzustellen. Längere Ausflüge, Kino- oder Theaterbesuche ohne „Pannen“ werden unmöglich“, beschreibt Dr. Schlembach die Probleme der Patientinnen. Die Folge sei häufig der Rückzug in die häusliche Umgebung und die soziale Isolation. „Daher ist es wichtig die Beschwerden nicht zu verschweigen, sondern möglichst früh mit der Therapie zu beginnen, um die Heilungschancen zu erhöhen“, betont Dr. Schlembach.
In seinem Vortrag stellt der Gynäkologe die verschiedenen Therapiekonzepte von der Krankengymnastik bis hin zu operativen Korrekturen vor und zeigt Vor- und Nachteile auf. Dr. Schlembach steht im Anschluss an seinen Vortrag für Fragen zur Verfügung.
Öffentliche Fachvorträge
Interessierte, Patienten
Dr. Ulrich Schlembach
Kleiner Kursaal in Bad Mergentheim
5 Euro, Eintritt für Kurkarteninhaber frei


