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Herzkrankheiten
Herzkatheterlabor
Rhythmologie
Lungenkrankheiten
Intensivmedizin
Herzkrankheiten

Diagnose von Herzerkrankungen

Die Diagnose und Therapie von Herzerkrankungen ist ein besonderer Schwerpunkt im Caritas-Krankenhaus. Wir bieten unseren Patienten die komplette Diagnostik bei koronaren Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Herzklappenfehlern und Herzinsuffizienz an. Zugleich verfügen unsere erfahrenen Internisten und Kardiologen über ein breites Spektrum an modernen therapeutischen Möglichkeiten.

Für invasive Eingriffe stehen uns rund um die Uhr zwei Herzkatheterlabore zur Verfügung. Hier behandeln wir z.B. Verengungen der Herzkranzgefäße. Das neue Herzkatherlabor ist außerdem mit modernster 3D-Technik für elektrophysiologische Untersuchungen kurz EPU bei Herzrhythmusstörungen ausgestattet. Wir bieten auch die Implantation von Herzschrittmachern im Herzkatheterlabor an

Wir arbeiten eng mit den kardiologischen Zentren der Region (Universitätsklinik Würzburg, Universitätsklinik Heidelberg, Herzchirurgie Bad Neustadt/Saale) zusammen. Bei entsprechender Indikation besteht auf Grund der guten Kooperation die Möglichkeit, die Patienten zur herzchirurgischen Versorgung sofort in ein entsprechendes Zentrum zu verlegen.

Bildgebende Untersuchungsverfahren

Herz-Ultraschall (Echokardiographie)

Die Echokardiografie ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, mit dem Funktion und Morphologie des Herzens und der herznahen Blutgefäße dargestellt werden kann. Sie ist heute das wichtigste nicht-invasive Untersuchungsverfahren und damit zentraler Bestandteil der Diagnostik und Verlaufsbeurteilung jeder Herzerkrankung. Die Routineuntersuchungen erfolgen im Caritas-Krankenhaus an mehreren hochmodernen, voll ausgerüsteten Ultraschallgeräten. Die Untersuchung ist für den Patienten ohne Risiko einer Strahlenbelastung beliebig oft durchführbar.

Verschiedene Untersuchungstechniken sind im Caritas-Krankenhaus möglich:

Transthorakale Echokardiographie TTE:
Dabei wird die Herzaktivität von außen über die Vorderseite des Brustkorbs  (transthorakal) untersucht.

Transösophageale EchokardiographieTEE:
Bei der TEE wird durch die Speiseröhre - ähnlich wie bei einer Magenspiegelung - ein Schlauch eingeführt, an dessen Spitze sich ein Ultraschallkopf befindet. Von der Speiseröhre aus können viele Bereiche des Herzens erheblich besser eingesehen werden, als dies von außen möglich wäre.
Vor Untersuchungsbeginn wird der Rachen mit einem Spray lokal betäubt, zusätzlich wird bei Bedarf eine zusätzliche Sedierung (= Beruhigungsspritze) vorgenommen, so dass die Untersuchung für den Patienten nur wenig unangenehm ist. In der Regel dauert sie etwa 10 Minuten und kann auch ambulant durchgeführt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass man ca. 6 Stunden vorher nüchtern ist. Nach der Untersuchung ist man wegen der Medikamente nicht fahrtüchtig

Stress-Echokardiographie
Sucht man nach möglichen Zeichen für eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels, die durch Verengungen oder Verstopfungen der Herzkranzgefäße hervorgerufen wird, ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens nicht nur in Ruhe, sondern auch während einer Belastungssituation erforderlich. Es werden unterschiedliche Belastungsformen bei der Stressechokardiographie eingesetzt, entweder durch Gabe eines Medikamentes (sog. medikamentöse Stressechokardiographie) oder durch Belastung auf einem Liegendfahrrad ( sog. ergometrische Stressechokardiographie).

Kontrast-Echokardiographie
Bei der Kontrast-Echokardiographie wird zusätzlich ein Kontrastmittel eingesetzt um Kurzschlüsse im Herzen sichtbar zu machen

Dopplersonographische und farbdopplersonographische Verfahren gehören ebenfalls zu den routinemäßig durchgeführten  Untersuchungen.

Elektrokardiographie (EKG) / Blutdruckuntersuchungen

Bei einem EKG kann der Arzt die elektrischen Impulse des Herzens auf der Hautoberfläche ableiten, messen und als Kurve aufzeichnen. Die charakteristischen Veränderungen der einzelnen Ausschläge sowie deren Abstände zueinander lassen Rückschlüsse auf verschiedene Krankheiten zu. Im Caritas-Krankenhaus bieten wir folgende Verfahren an:

  • Ruhe-EKG
  • Belastungs-EKG (halbsitzende Fahrradergometrie)
  • 24-Stunden-Langzeit-EKG
  • 24-Stunden-Blutdruckmessung
  • Ereignis-Rekorder
  • Kipptischuntersuchung

Computertomographie (CT) des Herzens

Diese Untersuchungen werden in Zusammenarbeit mit der Radiologie an einem modernen 64-Zeilen-CT-Scanner durchgeführt.

Magnetresonanztomographie (MRT) des Herzens

Die MRT-Untersuchungen werden in Zusammenarbeit mit der Radiologie an einem modernen 1,5 Tesla MR-Scanner durchgeführt. Bei einem MRT können Schnittbilder des Herzens ohne Röntgenstrahlen erzeugt werden. Für bestimmte Fragestellungen wird zusätzlich ein Kontrastmittel verwendet, welches jedoch im Vergleich zu konventionellen Röntgenkontrastmitteln kein Jod enthält und damit in der Regel sehr gut vertragen wird. Patienten mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren dürfen aus Sicherheitsgründen nicht untersucht werden.

Myokardszintigraphie

Die Myocardszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung des Herzmuskels und untersucht die Durchblutung des Herzmuskels in Ruhe und unter Belastung. Hierdurch können die Auswirkungen von Verengungen der Herzkranzgefäße (Koronararterien) auf die Durchblutung des Herzmuskels beurteilt werden. Die Myocardszintigraphie ist eine nicht belastende und schonende Untersuchungsmethode. Sie wird meist wie bei einem Belastungs-EKG auf einem Fahrrad-Ergometer durchgeführt. Auf der höchsten Belastungsstufe für den jeweiligen Patienten, wird eine gering strahlende, radioaktiv markierte Substanz in eine Armvene gespritzt, die sich anschließend mit dem Blutfluss im Herzmuskel anreichert. Nach einer Stunde Pause werden dann spezielle Szintigramme mit einer Gamma-Kamera aufgenommen. Diese Bilder zeigen jetzt, wie viel Blut in den einzelnen Arealen des Herzmuskels angekommen ist.

Herzkatheterlabor

Interventionelle Kardiologie im Herzkatheterlabor

Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim verfügt über zwei moderne Herzkatheterlabore. Hier können rund um die Uhr diganostische und therapeutische Eingriffe durchgeführt werden. Hochauflösende Bilder erlauben eine präzise Diagnostik. Dank neuester 3D-Technik sind außerdem elektrophysiologische Untersuchungen (EPU) und spezielle Katheterablationen möglich.

Einen besonderen Stellenwert hat für uns das akute Koronarsyndrom, also der drohende oder bereits eingetretene Herzinfarkt, denn ein Herzinfarkt ist immer ein Notfall. Rund um die Uhr stehen unsere Ärzte bereit, um die Patienten möglichst schnell im Herzkatheterlabor zu untersuchen und nach Möglichkeit eine Wiedereröffnung und Aufdehnung des betroffenen Herzkranzgefäßes zu erreichen. Uns stehen zweite Herzkatheranlagen auf dem neuesten Stand der Technik für unsere Eingriffe zur Verfügung. Dank hochauflösender 3D-Technik lassen sich hier anatomische Details am Herzen noch besser darstellen und die Bilder erlauben eine präzise Diagnostik und Therapie bei gleichzeitig geringerer Strahlenbelastung für den Patienten.

Im folgenden Film erfahren Sie mehr über den Ablauf einer Herzkatheteruntersuchung am Beispiel eines Patienten mit akutem Herzinfarkt:

Häufig gestellte Fragen zu Herzkatheteruntersuchungen

Wann wird eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt?

  • Wenn der Patient unter Angina pectoris Beschwerden leidet (Engegefühl in der Brust)
  • Wenn die Ursache einer Herzmuskelschwäche abgeklärt werden soll
  • Wenn ein chirurgischer Eingriff am Herzen geplant ist
  • Wenn im Notfall bei einem akuten Herzinfarkt ein Akutverschluss des Herzkranzgefäßes wieder geöffnet werden muss

Wie wird eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt?

Bei einer Herzkatheteruntersuchung werden die Herzkammern und die Herzkranzgefäße mit Hilfe von Röntgenstrahlen und Kontrastmittel dargestellt.

Zunächst erhalten Sie ein Beruhigungsmittel zur Entspannung, Sie werden aber nicht in Narkose vesetzt, sondern bleiben während des Eingriffs wach und ansprechbar. Dann wird ein langer dünner Schlauch meist von der Leiste aus in ein Blutgefäß eingeführt und zum Herzen vorgeschoben. Kleine Mengen von Kontrastmittel werden in die Herzkranzgefäße gespritzt und der Fluss des Kontrastmittels in den Herzkranzgefäßen durch Röntgenaufnahmen auf dem Bildschirm dargestellt. So können Einengungen in den Herzkranzgefäßen aufgespürt und sichtbar gemacht werden.

Diagnostik und Therapie in einem Eingriff

Noch während des Eingriffes können diese Engstellen mit Hilfe eines Ballonkatheters aufgedehnt werden. Zusätzlich kann ein kleines Drahtgeflecht als Gefäßstütze - ein sogenannter Stent - eingebaut werden. Damit kann das Blut wieder ungehindert fließen und das Herz mit Sauerstoff versorgen.

Risiken und Komplikationen

In Kliniken mit großer Erfahrung ist die diagnostische Herzkatheteruntersuchung relativ komplikationsarm. Allerdings kann es wie bei jedem Eingriff zu Komplikationen kommen. Um individuelle Risken abzuklären, ist ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Arzt wichtig.

Dank moderner Technik ist die Strahlenbelastung für die Patienten vernachlässigbar. Das Personal muss sich wegen der mehrfach täglichen Strahlenbelastung mit einem Röntgenschutz schützen.

Kontrastmittel

Allergische Reaktionen auf Kontrastmittel kommen selten vor. Sollten diese auftreten, können solche Reaktionen durch Gabe von entsprechenden Medikamenten aber sofort behandelt werden. Ist eine Kontrastmittelreaktion im Vorfeld bekannt, werden den Patienten entsprechende Medikamente vor der Untersuchung bereits verabreicht. Vor der Verabreichung von Röntgen-Kontrastmittel ist die Diagnostik der Nierenfunktion sowie der Schilddrüsenfunktion absolut notwendig, da das verwendete Kontrastmittel im Einzelfall bei vorbestehenden Nierenschäden für die Nieren schädlich sein kann. Schilddrüsenüberfunktionen müssen, da das Röntgen-Kontrastmittel jodhaltig ist, rechtzeitig im Vorfeld diagnostiziert werden.

Kathetergestützte Therapie der Herzklappen

Die moderne Kardiologie entwickelt immer ausgefeiltere Verfahren um Herzkrankheiten zu behandeln. Die Therapie von Herzklappenerkrankungen im Herzkatheterlabor ist ein weiterer Hightech-Baustein der Behandlungsmöglichkeiten und bietet speziell für Hochrisikopatienten eine weniger belastende Alternative zu konventionellen chirurgischen Herzklappenoperationen. Wir arbeiten hier eng mit den universitären Herzzentren zusammen. Die komplette Diagnostik wird im Caritas-Krankenhaus durchgeführt, der Eingriff in einem universitären Herzzentrum unter herzchirurgischer Kontrolle. Wir bieten folgende Herzklappeneingriffe an:

  • Ersatz von Aortenklappen
  • Mitral-Clipping
Rhythmologie

Herz außer Takt - Herzrhythmusstörungen behandeln

EPU

Elektrophysiologische Untersuchung EPU

EPU ist die Abkürzung für eine sogenannte elektrophysiologische Untersuchung. Sie dient dazu unklare  Herzrhythmusstörungen und unklare Ohnmachtszustände abzuklären. Bei der EPU kann etwa genau festgestellt werden, welche Form einer Arrhythmie vorliegt und wo deren Ursprungsort im Herzen ist. Der Arzt führt dabei ähnlich wie bei einem Herzkatheter biegsame Sonden über die Blutgefäße bis zum Herzen vor. Dabei handelt es sich um spezielle Elektrodenkatheter. Mit diesen kann er direkt aus dem Herzen EKG-Ableitungen messen und so die Herzrhythmusstörungen lokalisieren. Oft kann imselben Eingriff die Herzrhythmusstörung mithilfe der Katheterablation auch gleich behandelt werden. Dank modernster hochauflösender 3D-Technik sind Caritas-Krankenhaus auch die Behandlung komplexer Arrhythmien möglich.

Katheterablation

Die Katheterablation kann bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen dauerhaft beheben. Wird während  einer elektrophysiologischen Untersuchung eine Herzrhythmusstörung festgestellt, kann diese meist in derselben Sitzung mit Hilfe einer Verödung (Katheterablation) erfolgreich behandelt werden. Meist wird das so genannte Radiofrequenzablations-Verfahren eingesetzt. Dabei wird mit Hilfe eines hochfrequenten Wechselstroms punktuell Hitze im Herzmuskel erzeugt und so krankhafte Bereiche im Herzmuskelgewebe gezielt verödet. Die moderne Ausstattung im Caritas-Krankenhaus mit speziellen Mappingsystemen ermöglicht es, die Herzhöhlen dreidimensional abzutasten. Mit Hilfe der so erstellten dreidimensionalen Bilder können komplexe Erregungsabläufe erfasst und gezielte Ablationen durchgeführt werden. 

Herzschrittmacher

Wir setzen Herzschrittmacher und implantierbare Defibrillatoren, CRT-Systeme ein.

Schrittmacherkontrolle und Programmierung von Modellen verschiedener Hersteller. Implantation von  automatischen Cardioverter-Defibrillatoren (ICD). Ambulante Kontrolle von ICD-Modellen. Ambulante Kontrolle von biventrikulären Schrittmachern.

Lungenkrankheiten

Lungenkrankheiten (Pulmologie)

Wir behandeln schwerpunktmäßig Patienten mit Erkrankungen der Lungen und der Atemwege. Dazu zählen Bronchialasthma, chronische Bronchitis, Lungenemphysem, Lungenkrebs (Bronchialkarzinom), Lungenfibrosen und Lungenentzündungen, aber auch die Erkrankungen des Rippenfells (Pleuraerkrankungen).
Ferner kümmern wir uns um Menschen, deren Atemmuskulatur versagt. Ihnen können wir durch Einleitung einer Beatmung, auch für den häuslichen Bereich, helfen.

Bösartige Tumore der Lunge und des Brustkorbs

Bösartige Tumoren der Lunge (Lungenkrebs) und des Brustkorbes sind häufig und erfordern heutzutage eine interdisziplinäres Vorgehen. Wir betreuen in unserer Klinik Patienten mit Tumoren In Zusammenarbeit mit dem Onkologie-Schwerpunkt unseres Hauses (Regionales Centrum für TumorerkrankungenRCT). Die erforderlichen Therapien (Chemotherapie) werden an unserer Klinik stationär oder ambulant durchgeführt.

Mit der interventionellen Bronchoskopie können wir Erkrankungen der Atemwege feststellen und auch behandeln: Tumorgewebe wird abgetragen, und Engstellen durch Stents aufgedehnt und freigehalten.  Wenn eine Strahlentherapie erforderlich ist, erfolgt diese meist in Zusammenarbeit mit der "Strahlentherapie Tauber Franken" auf dem Gelände des Caritas-Krankenhauses. Bezüglich einer operativen Behandlung von Patienten mit Bronchialkarzinomen arbeiten wir mit der Fachklinik Löwenstein, der Thoraxklinik Heidelberg sowie Kliniken in Würzburg zusammen.

Chronisch obstruktive Erkrankungen der Atemwege (COPD)

Die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD), häufig als Raucherhusten oder chronische Bronchitis verharmlost, ist eine der großen Volkskrankheiten. Chronischer Husten, Luftnot und Auswurf sind die typischen Symptome. Wir bieten eine umfassende Behandlung von der medikamentösen Einstellung bis hin zu Sauerstofflangzeittherapie und Heimbeatmung an. Darüber hinaus wenden wir modernste Therapieverfahren wie die bronchoskopische Lungenvolumenreduktion (BLVR) oder "Ventilimplantation" an, um Patienten mit einer schweren Lungenüberblähung zu helfen. Grundlage jeder Therapie ist eine umfassende diagnostische Beurteilung der Lungenfunktion. Unser Funktionslabor ist daher umfassend ausgerüstet.

Schlaflabor

Mit mehreren tragbaren Geräten (Screening, Polygraphie) und drei fest installierten Meßplätzen (Polysomnographie) können wir die gesamte Diagnostik und Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen durchführen.

Infektiöse Lungenerkrankungen (Lungenentzündung)

Unseres besonderes Interesse liegt auf dem Gebiet der infektiösen Lungenerkrankungen. Die Pneumonie (Lungenentzündung) ist trotz aller Fortschritte in der Medizin immer noch eine Erkrankung mit einer ernsten Prognose. Bei bakteriellen Lungenentzündungen ist die Gabe von Antibiotika ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Hierzu haben wir im Caritas-Krankenhaus Antibiotika-Leitlinienen erstellt, die eine zielgerichtete und zweckmäßige Verwendung von Antibiotika vorsehen. Bei Lungenentzündungen, die durch Pilze oder Parasiten verursacht werden, können eventuell speziell gegen diese Erreger wirksame Medikamente eingesetzt werden. Weitere Maßnahmen beschränken sich vor allem darauf, die Beschwerden zu lindern und Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Lungenfibrose

Eine zunehmende Vernarbung der Lunge wird als Lungenfibrose bezeichnet. Für dieses Krankheitsbild gibt es viele Ursachen, so dass nur die routinierte Zusammenarbeit von Lungen- und Röntgenärzten sowie die feingewebliche Untersuchung durch den Pathologen eine Klärung herbeiführen kann. Seit kurzer Zeit existieren neue Therapien, die erstmals eine moderne Behandlung bestimmter Unterformen ermöglichen.

Pulmonale Hypertonie

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Betreuung von Patienten mit Pulmonaler Hypertonie, einem erhöhten Blutdruck in der Lungenschlagader. Bei dieser häufig nicht frühzeitig genug diagnostizierten Erkrankung kommt es zu Luftnot, Brustkorbschmerzen und einer abnehmenden Belastbarkeit. Durch Herzultraschall und Rechtsherzkatheter können wir die Diagnose stellen und eine gezielte Behandlung einleiten.

Lungenfunktionsdiagnostik

Zur Diagnosestellung bei Lungenerkrankungen steht uns im Caritas-Krankenhaus ein umfassendes Spektrum an verschiedene Untersuchungsverfahren zur Vergügung. Dabei arbeiten wir eng mit unserem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie zusammen. Neben der Diagnose dienen Lungenfunktionsprüfungen auch dazu, den Krankheitsverlauf zu überwachen oder den Zustand des Patienten - zum Beispiel vor einer Operation - zu beurteilen.

Spirometrie

Die Spirometrie (kleine Lungenfunktion) ist ein Verfahren zur Lungen-Funktionsprüfung. Dabei werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und grafisch im Spirogramm dargestellt. Kleinste Veränderungen in den Atemwegen können so festgestellt werden und helfen, Krankheiten bereits im Frühstadium zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

Über ein Mundstück atmet der Patient in ein Atemrohr, wobei die Nase mit einer Nasenklemme verschlossen wird. Das Spirometer misst elektronisch die Kraft, mit der ein- und ausgeatmet wird, sowie die Menge der geatmeten Luft (pro Zeit). Das Gerät bildet die Luftmengen, die bei diesen Atemzügen bewegt werden, grafisch ab. So lassen sich Messwerte aus verschiedenen Tests direkt miteinander vergleichen.d liefert erste wichtige Hinweise für eine mögliche Lungenkrankheit. Unter anderem kann damit eine Verengung der Atemwege (Obstruktion) diagnostiziert werden.

Bodyplethysmographie

Die Bodyplethysmographie, die auch als Ganzkörperplethysmographie bezeichnet wird, ist ein Verfahren zur Funktionsprüfung der Lunge. Die Ärzte können damit den Atemwegswiderstand und das komplette Lungenvolumen des Patienten bestimmen, inklusive der Luft, die auch beim Ausatmen noch in der Lunge verbleibt (Residualvolumen, thorakales Gasvolumen).

Während der Messung sitzt der Patient in einer ca. 1 m² großen, luftdichten Kammer, die einer geschlossenen Telefonzelle ähnlich ist. Der Patient ist über ein Mundstück, über das er frei atmen kann, mit einem separaten Raum verbunden. Das Mundstück ist gleichzeitig ein sogenannter "Pneumotachograph", der die Atemstromstärke (durch Atmung bewegtes Volumen pro Zeiteinheit) während der Inspiration (Einatmung) und der Expiration (Ausatmung) misst. Die Kammer ist außerdem mit Drucksensoren ausgestattet. Die Untersuchung dauert in der Regel ca. 5 Minuten.

Mit dieser Messung kann eine Überblähung der Lunge (z.B. bei Lungenemphysem) oder eine Verkleinerung der Lungenvolumen (z.B. bei Lungenfibrose) festgestellt werden. Sie liefert auch bei der Verlaufsbeobachtung einer Erkrankung detaillierte und verlässliche Werte  des intrathorakalen Gasvolumens bei Ruheatmung (Luftvolumen in Lunge am Ende einer normalen Ausatmung) und der Resistance (Atemwegwiderstand).

CO-Diffusionsmessung

Die CO-Diffusionsmessung (Diffusionskapazität für Kohlenmonoxid) kann eine allfällige Einschränkung des Gasaustausches von den Lungenbläschen ins Blut aufdecken. Dies ist eine einfache und schnelle (1-2 Minuten) Untersuchung. Unsere Luft enthält 21% Sauerstoff, welcher zur Bereitstellung von Energie im Körper benötigt wird. Bei der Einatmung gelangt die Luft in die Lungenbläschen, wo Sauerstoff ins Blut der kleinen Lungengefässe (Kapillaren) aufgenommen und Kohlendioxid (CO2) in die Ausatemluft abgegeben wird. Bei bestimmten Lungenkrankheiten kann dieser Gasaustausch erheblich gestört sein (z.B. Lungenfibrose, Lungenemphysem, pulmonal-arterielle Hypertonie), sodass die Abweichungen der CO-Diffusionsmessung auf bestimmte Krankheiten rückschliessen lassen.

Blutgasanalyse BGA

Die Blutgasanalyse (kurz BGA) zählt zur klinischen Standard-Diagnostik. Mit ihr wird die Gasverteilung (der sogenannte Partialdruck) von Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2), der Säure-Basen-Haushalt und der pH-Wert im Blut gemessen. Auch Parameter wie Hämoglobin-, Blutzucker- oder Laktatwerte werden heute häufig standardmäßig mitbestimmt. Zur Blutgasanalyse wird arterielles Blut, etwa aus dem Ohrläppchen, der Unterarm- oder Oberschenkelarterie entnommen und in speziellen Analyseapparaten untersucht. Bei Lungenerkrankungen wie COPD, Asthma oder Mukoviszidose, die mit Atembeschwerden einhergehen, ist vor allem die Überwachung der Sauerstoffversorgung von Interesse. Auch der Säure-Basen-Haushalt kann über Lungenerkrankungen Aufschluss geben: Eine Übersäuerung ist auf einen erhöhten Anteil von gelöstem Kohlendioxid im Blut zurückzuführen, was wiederum auf Probleme mit der Sauerstoffaufnahme hindeuten kann.
Nicht jede Abweichung vom Normwert ist ein Grund zur Beunruhigung. COPD-Patienten haben zum Beispiel häufig einen erhöhten Kohlendioxid-Partialdruck, werden dadurch aber nicht weiter beeinträchtigt.

Spiroergometrie

Bei dieser Belastungsuntersuchung werden gleichzeitig Atmungs- und Kreislaufparameter untersucht. Der Patient befindet sich in halbliegender Position auf einem Fahrradergometer. Es werden gleichzeitig die Herzströme und der Blutdruck gemessen. Simultan wird über eine Nasen-/Mund-Maske ständig das Lungenvolumen unter Belastung bestimmt sowie die Konzentration des Sauerstoffs und des CO2 in der Ein- und Ausatemluft gemessen. Mittels dieser Untersuchung kann die Belastbarkeit des Herzens und der Lunge bestimmt werden. Es wird eine Dauerbelastbarkeitsgrenze ermittelt (die anaerobe Schwelle) und es können Rückschlüsse auf die Belastbarkeit des untersuchten Patienten gewonnen werden.

Thoraxsonographie

Die Thoraxsonographie ist eine Ultraschalluntersuchung, mit der die Brustkorbwand sowie die Brusthöhle mit den darin befindlichen Strukturen wie z.B. Rippen- und Lungenfell und z.T. die Lunge an sich beurteilt werden können. Es lassen sich Flüssigkeits- oder Luftansammlungen um die Lunge herum (Pleuraerguss /Pleuraempyem, Pneumothorax) feststellen, ebenso Tumoren von Rippen- und Lungenfell und brustwandnah gelegene Lungentumoren. Zum Teil lassen sich auch Hinweise auf Lungenembolien gewinnen.

Unter Ultraschallkontrolle lassen sich Proben für die Untersuchung auf Infektionserreger, Entzündungs- oder Tumorzellen entnehmen. Des weiteren können unter Ultraschallkontrolle Drainagen angelegt werden, um eine durch Flüssigkeits- oder Luftansammlungen eingeengte Lunge wieder auszudehnen. 

Ein großer Vorteil der Sonographie besteht darin, dass im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren der Patient keiner Strahlenbelastung ausgesetzt ist. Daher können auch Schwangere und Kinder ohne Bedenken sonographisch untersucht werden und die Untersuchungen können beliebig oft wiederholt werden, zum Beispiel zur Nachkontrolle von Gewebeveränderungen

Lungen-CT

Röntgenaufnahmen des Brustkorbs (Thorax) werden häufig durch eine Thorax-Computertomographie ergänzt oder ersetzt, da dieses spezielle Röntgen-Untersuchungsverfahren einen noch detaillierteren Blick ins Körperinnere erlaubt. Dabei werden über große Datensätze Schicht für Schicht zweidimensionale Bilder von Organen und Geweben erzeugt, auf denen unterschiedliche Dichten von Geweben durch Graustufen dargestellt werden. Per Computer können diese Schichten gegebenenfalls sogar zu dreidimensionalen Abbildungen zusammengesetzt werden und damit einen räumlichen Eindruck des Organs vermitteln. Auf CT-Darstellungen werden Gewebe und Organe und ihre krankhaften Veränderungen praktisch überlagerungsfrei dargestellt und sind daher deutlich besser zu erkennen als auf konventionellen Röntgenaufnahmen.

Lungen MRT

Bei einem MRT werden die Bilder aus dem Körperinneren durch ein starkes Magnetfeld und Radiowellen und somit ohne Strahlenbelastung für den Patienten erzeugt. In der Lungendiagnostik liefert die MRT - neben der Computertomographie - unter anderem wertvolle Informationen über die Lage und Ausdehnung von Lungentumoren und wird auch zur Verlaufskontrolle herangezogen.

Endoskopische Verfahren

Endoskopische Verfahren, in der Chirurgie als Schlüssellochverfahren bekannt, dienen einerseits zur genaueren Diagnostik von Lungenerkrankungen. Zugleich lassen sich noch während des Eingriffs mit Hilfe feiner Instrumente aber auch kleinere therapeutische Eingriffe am Lungenrand mit diesen Verfahren durchführen. 

Flexible und starre Bronchoskopie

Die Bronchoskopie oder Lungenspiegelung ist ein endoskopisches Verfahren, bei der mit einem dünnen, flexiblen, optischen Instrument die Atemwege untersucht werden. Es lassen sich dabei Veränderungen der Atemwege feststellen, z.B. Entzündungen oder Tumore nachweisen. Am vorderen Ende des Bronchoskops sitzt eine kleine Kamera. Zudem enthält das Gerät ein Stablinsen-System zur Vergrößerung, eine Lichtquelle und meist eine Spül- und Absaugvorrichtung. So lassen sich die Atemwege von innen betrachten.Es können auch Proben aus dem Atem- und Lungengewebe entnommen, Sekret zur mikrobiologischen Untersuchung abgesaugt sowie eine bronchoalveoläre Lavage durchgeführt werden. Es gibt starre und flexible Bronchoskope, die zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Die Untersuchung wird in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert bis zu einer halben Stunde. Der Patient muss vor dieser Untersuchung nüchtern sein und sollte einen Tag vor dem Eingriff nicht rauchen.

Broncho-alveoläre Lavage (BAL)

Die bronchoalveoläre Lavage ist ein Verfahren, das im Rahmen einer Bronchoskopie angewendet wird.
Dabei werden geringe Mengen Kochsalzlösung in die Atemwege eingebracht und durch das Bronchoskop wieder abgesaugt. Das so gewonnene gewebematerial kann zytologisch untersucht werden, um beispielsweise Bronchialkarzinome oder eine Sarkoidose zu diagnostizieren.

Lungen- und Bronchialbiopsien

Mit Hilfe kleiner Bürsten oder Zangen kann der Arzt während der Brochoskopie kleine Schleimhautproben entnehmen, die später im Labor analysiert werden. Unter gleichzeitiger Röntgenkontrolle ist auch eine Biopsie des tieferen Lungengewebes möglich.

Stent-Implantationen

Während einer Bronchoskospie kann ein kleiner Ballon durch den Schlauch eingeführt und damit Einengungen, z.B. durch Narben oder Tumoren aufgedehnt werden. Mit Hilfe eines einsetzbaren Kunststoffröhrchens (Stent) können dieses Einengungen dauerhaft offengehalten werden.

Argon-Plasma-Beamer-Therapie

Eine weitere Therapiemöglichkeit während der Brochoskopie ist das Argonplasma-Beamer-Verfahren. Dabei wird Gewebe in limitierter Eindringtiefe von 2 - 3 mm stark erhitzt. Diese starke aber oberflächliche Erhitzung des Gewebes hat zwei positive Effekte: Kleinere Blutgefäße werden verschlossen und pathologische Gewebe, wie z.B. lokal begrenzte Tumoren werden zerstört. Schäden tieferer Strukturen werden vermieden, während gleichzeitig auch ansonsten schwer zugängliche Stellen durch die flexiblen Sonden leicht erreicht werden können.

Thorakoskopie

Im Unterschied zur Bronchoskopie führt der Arzt bei der Thorakoskopie das Gerät nicht durch die Luftröhre ein, sondern durch eine kleine Öffnung in der Brustwand in den Zwischenraum zwischen Rippen- und Lungenfell, um so diese Pleurahöhle zu untersuchen. Eine Thorakoskopie kommt beispielsweise bei Verdacht auf Lungenkrebs, bei unklaren Veränderungen des Lungenfells, bei Flüssigkeitsansammlungen in der Pleurahöhle (Pleura-Erguss) oder bei häufigem Kollabieren eines Lungenflügels zum Einsatz. Eine Thorakoskopie erfolgt unter Narkose.

Intensivmedizin

Internistische Intensivmedizin

Intensivstation

Dieser Schwerpunkt befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Patienten mit akuten und lebensbedrohlichen Erkrankungen. Hierzu zählen akute Atemnotzustände, Kreislaufschock, Herzstillstand, Lungenembolie, verschiedene Organversagen, Stoffwechselkrisen, akute Blutungen und Schlaganfälle. Einen besonderen Stellenwert hat für uns das akute Koronarsyndrom, also der drohende oder bereits eingetretene Herzinfarkt. Hier streben wir eine möglichst frühe invasive Abklärung durch Herzkatheteruntersuchung und nach Möglichkeit eine Wiedereröffnung und Aufdehnung des betroffenen Herzkranzgefäßes in einem unserer beiden Herzkatheterlabors an.

Intensivmedizin bedeutet zum einen die unmittelbare Nähe von pflegerischem und ärztlichem Personal, das die Patienten kontinuierlich betreut, um Notfälle rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Zum anderen sorgt ein technisch hoch ausgerüstetes Monitoring dafüt, dass wichtige Vitalzeichen wie Puls, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und ggf weitere Parameter permanent überwacht werden. Abweichende Werte werden unmittelbar als Alarmzeichen auf den Monitoren am Krankenbett und im Stützpunkt sichtbar. Der Patient ist außerdem an weitere Geräte angeschlossen. So kommen bei manchen Intensivpatienten vorübergehend Organ ersetzende Verfahren zum Einsatz wie Dialyse, Beatmung, oder andere die Lunge oder das Herz unterstützende bzw. Spezialbehandlungsverfahren. Weitere Leitungen werden benötigt, um dem Intensivpatienten Flüssigkeit, künstliche Ernährung und Medikamente zu verabreichen. 

Auf unserer internistischen Intensivstation stehen 14 Behandlungsplätze zur Verfügung. Die mittlere Verweildauer auf der Intensivstation beträgt 2,3 Tage. Mehr als 2000 Patienten werden jährlich auf der Intensivstation versorgt. Aufgrund der hohen Spezialisierung ist eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Kollegen der Medizinischen Klinik 2 und 3, der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, der Neurologie, der Anästhesiologie und der Radiologie selbstverständlich.

Für Besucher der Intensivstation haben wir die wichtigsten Informationen in einemFaltblatt zusammengestellt

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