16.03.2026

Endoprothetikregister

Hohe Qualität bei künstlichen Gelenken im Caritas-Krankenhaus - Patiententag am Samstag

Hohe Qualität bei künstlichen Gelenken im Caritas-Krankenhaus - Patiententag am Samstag

Erfreuliche Nachrichten für das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZ) im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim: Die Qualität der Behandlung und die Ergebnisse für die Patienten bei Operationen an den Knie- und Hüftgelenken sind signifikant besser als im Durchschnitt aller operierenden Kliniken in Deutschland. Das belegen die neuesten Zahlen des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD), das kürzlich seinen Jahresbericht vorgelegt hat. Bei einem Patiententag am kommenden Samstag informieren Ärztinnen und Ärzte rund um das Thema Gelenkschmerz.

Im Rahmen der jährlichen Leitungskonferenz stellte Dr. Dirk Herold, Leiter des Endoprothetikzentrums (EPZ) am Caritas-Krankenhaus, die Zahlen jetzt vor und verwies auf die anhaltend positive Entwicklung und die hervorragenden Behandlungsergebnisse.

764 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der durchgeführten Eingriffe in Bad Mergentheim erneut um 9 % auf insgesamt 764 künstliche Hüft- und Kniegelenke gestiegen. Damit verzeichnet das Caritas-Krankenhaus seit mehr als zehn Jahren eine wachsende Zahl von Endoprothetikeingriffen. „Diese kontinuierliche Entwicklung unterstreicht das Vertrauen, das Patientinnen und Patienten unserem Zentrum und unserem gesamten Behandlungsteam entgegenbringen“, freut sich Dr. Herold. Für den Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie besonders wichtig: „Wir haben die Fallzahlen gesteigert und konnten dabei gleichzeitig die hohe Qualität der Behandlung mindestens halten und in einigen Bereichen weiter verbessern.“

Niedrige Infektionsrate 
Sein Chefarztkollege Dr. Ralf Throm, ebenfalls Hauptoperateur im EPZ, verweist in diesem Zusammenhang auf die laut EPRD-Statistik extrem niedrige Rate an Infektionen nach einer Knie- oder Hüft-OP. „So ein hervorragendes Ergebnis gelingt nur durch eine ständige Optimierung der Prozesse, durch entsprechende Vorbereitung der Patienten, eine schonende, minimal-invasive OP-Technik sowie eine enge und eingespielte Zusammenarbeit des gesamten Teams“, ist Dr. Throm überzeugt.

Wechselrisiko im Caritas deutlich geringer als in anderen Kliniken 
Die Zahlen des EPRD belegen die über Jahre konstant sehr gute Behandlungsqualität in der Orthopädie und Unfallchirurgie im Caritas-Krankenhaus. Seit dem Jahr 2012 sammelt das Register deutschlandweit Daten zur Versorgung mit Hüft- und Knieendoprothesen, verknüpft diese systematisch mit Routinedaten und wertet die Informationen mit Blick auf die Qualität der Implantate und die medizinische Behandlung aus. Mit mehr als drei Millionen erfassten OP-Dokumentationen ist es das drittgrößte endoprothetische Register der Welt. Danach schneidet das Caritas-Krankenhaus im bundesweiten Vergleich besonders gut ab: „Die Wahrscheinlichkeit, dass eine bei uns implantierte Endoprothese gewechselt werden muss, ist statistisch – und nicht nur zufällig – signifikant geringer als im bundesweiten Durchschnitt“, betont Dr. Dirk Herold. „In der kurzfristigen Entwicklung, also mit Blick auf die letzten 36 Monate, ist das Risiko sogar um das 5 bis 7-Fache niedriger als in anderen Krankenhäusern in Deutschland.“

Prothesen halten im Schnitt mehr als 20 Jahre
Die Daten des EPRD erlauben außerdem eine Bewertung der bei den Eingriffen verwendeten Materialien. Danach zeigen die verwendeten Prothesensysteme allesamt gute Ergebnisse. „Wir verwenden ausschließlich bewährte Prothesensysteme namhafter Hersteller und gehen von einer durchschnittlichen Standzeit der Prothesen von mehr als 20 Jahren aus“, unterstreicht Dr. Herold. „Durch die Weiterentwicklung der verwendeten Materialien ist zugleich die Erfahrung der Operateure, die Operationstechnik, die richtige Vorbereitung sowie die Nachbehandlung und die physiotherapeutische Betreuung noch viel entscheidender für den Erfolg einer Operation geworden.“ 

Caritas als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung ausgezeichnet
Dass diese Abläufe und die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche im Caritas-Krankenhaus besonders gut funktionieren, belegt auch die Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung, die höchste Qualitätsstufe, die die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) vergibt. Jährlich stellt sich das Caritas-Krankenhaus dafür einer strengen zweitägigen Prüfung durch externe Fachärzte als unabhängige Auditoren.

Wichtige Fachabteilungen direkt im Haus 
Gerade für ältere Menschen mit Mehrfacherkrankungen ist außerdem die enge Anbindung der Fachabteilung Orthopädie und Unfallchirurgie an die anderen Fachabteilungen im Haus wichtig. Anästhesisten, Kardiologen, Nephrologen, Intensivmediziner, Internisten und Allgemeinchirurgen stehen rund um die Uhr bereit, sollte es während des Aufenthalts doch einmal zu Problemen kommen.

Zusammenfassend belegen die Zahlen und Auswertungen des Jahres 2025 die starke Stellung des Endoprothetikzentrums Tauberfranken Max als eines der führenden Zentren für Gelenkeingriffe in der Region. Das Zusammenspiel aus steigenden Fallzahlen, exzellenten medizinischen Ergebnissen und der kontinuierlichen Weiterentwicklung in allen Bereichen ist das Ergebnis der engagierten Arbeit des gesamten Teams.

Patiententag "Hilfe bei Gelenkschmerz"
Beim Patiententag „Hilfe bei Gelenkschmerz“ am Samstag, 21.03.2026 informiert die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Caritas-Krankenhaus über die verschiedenen Behandlungsverfahren bei Verschleißerkrankungen der Gelenke sowie bei Osteoporose. Die Ärztinnen und Ärzte sowie Therapeutinnen stehen von 10 bis 15 Uhr für die Fragen der Besucherinnen und Besucher zur Verfügung. Mehr Infos unter: Patiententag "Hilfe bei Gelenkschmerz"