25.03.2026
Moderne Räume stärken Begleitung schwerkranker Menschen
Neue Palliativstation im Caritas-Krankenhaus gesegnet

Mit der Segnung der neuen Räumlichkeiten der Palliativstation hat das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim seine Versorgung für schwerkranke Menschen in der Region weiter ausgebaut. Krankenhauspfarrer Hubert Klimek segnete die neuen Räume im Rahmen des 4. Palliativmedizinischen Abends und stellte die Arbeit des Teams unter Gottes Schutz.
„Palliativmedizin
bedeutet für uns, Menschen in einer besonders verletzlichen Lebensphase
medizinisch kompetent und gleichzeitig menschlich zu begleiten“, sagte Dr.
Dagmar Hügel-Dubowy, leitende Oberärztin der Palliativmedizin. „Im Mittelpunkt
unserer Arbeit stehen immer die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten
sowie ihrer Angehörigen.“
Die neuen Räumlichkeiten der
Bad Mergentheimer Palliativstation bieten Patientinnen und Patienten mit
schweren, nicht heilbaren Erkrankungen eine Umgebung, die speziell auf ihre
Bedürfnisse ausgerichtet ist. Ziel der Palliativmedizin ist es, belastende
Symptome wie Schmerzen, Atemnot oder Übelkeit zu lindern und gleichzeitig die
Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Neben der medizinischen Behandlung
spielt die ganzheitliche Betreuung eine zentrale Rolle – mit pflegerischer,
psychosozialer und seelsorglicher Begleitung sowie der engen Einbindung der
Angehörigen.
Der palliativmedizinische Abend
stand unter dem Titel „Palliativmedizin zwischen Erwartung und Realität“.
Fachkräfte aus Medizin, Pflege, Therapie und Seelsorge nutzten die
Veranstaltung zum fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen und
Herausforderungen in der Begleitung schwerkranker Menschen. Der Abend begann
mit der Segnung und Besichtigung der neuen Station im Erdgeschoss des Hauses D,
anschließend folgten Vorträge und Diskussionen in der Aula des Krankenhauses.
Zum Auftakt begrüßte der Ärztliche Direktor des Caritas-Krankenhauses Bad
Mergentheim Dr. Jochen Selbach die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dr. Dagmar
Hügel-Dubowy gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der
Palliativmedizin und stellte die Arbeit des multiprofessionellen Teams vor.
Anhand eines konkreten
Fallbeispiels zeigten Fachkräfte aus Pflege, Physiotherapie, Psychoonkologie,
Seelsorge und Medizin, wie vielfältig die Anforderungen in der
Palliativversorgung sind. Neben der medizinischen Symptomkontrolle spielen
Kommunikation, kulturelle Unterschiede, ethische Fragestellungen und die
Begleitung von Angehörigen eine wichtige Rolle. Ein weiterer Schwerpunkt des
Abends lag auf dem Umgang mit Trauer. Die Referierenden machten deutlich, dass
Trauer ein natürlicher Prozess ist, der Raum und Verständnis braucht.
Angehörige benötigen in dieser Phase Unterstützung, um Abschied und Verlust in
ihr Leben integrieren zu können. Den Abschluss bildete der Vortrag „Palliative
Care als Teil des Lebens“ von Thomas Wigant, Ethikbeauftragter der BBT-Gruppe.
Er beleuchtete ethische Herausforderungen der modernen Medizin und betonte die
Bedeutung der Palliativversorgung für eine menschenwürdige Begleitung am
Lebensende. „Palliative Care ist Ausdruck einer Medizin, die den Menschen in
seiner ganzen Würde sieht. Es geht nicht nur um Therapie, sondern um Beziehung,
Begleitung und die Frage, was ein gutes Leben – und auch ein gutes Sterben –
bedeuten kann“, betonte Thomas Wigant.
Mit den neuen Räumlichkeiten
der Palliativstation stärkt das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim seine Rolle
als wichtiger Versorger für schwerkranke Menschen in der Region Tauberfranken.
Ein multiprofessionelles Team aus Medizin, Pflege, Physiotherapie,
Psychoonkologie und Seelsorge arbeitet eng zusammen, um Patientinnen und
Patienten sowie ihre Angehörigen in einer besonders sensiblen Lebensphase zu
unterstützen. „Palliativmedizin zeigt, was Medizin im Kern ausmacht: Zeit für
Menschen, Respekt vor ihrer Lebensgeschichte und eine Begleitung, die auch in
schweren Momenten Würde und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt“, betonte
Dr. Hügel-Dubowy.


