24.02.2026

Viel Aufregung gab es in den vergangenen Wochen um die Situation der Hebammen und die damit verbundene Situation der Geburtshilfe in Deutschland. Hintergrund ist die Änderung des sog. Hebammenhilfevertrags im November 2025. Die Hebammen im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim sind davon allerdings nicht betroffen, die Zukunft der Geburtshilfe im Caritas-Krankenhaus bleibt kontinuierlich gesichert.
„Die Änderung
des Hebammenhilfevertrages betrifft ausschließlich die freiberuflichen Hebammen
in Deutschland“, erläutert die stellvertretende Pflegedirektorin des Caritas-Krankenhauses
Claudia Bergmann. „Durch die Neuregelung im November befürchten viele dieser
freiberuflichen Hebammen eine geringere Vergütung ihrer Betreuung von
Schwangeren während der Geburt und überlegen, die Geburtshilfe aufzugeben. In
einigen Kliniken droht daher sogar die Schließung des Kreißsaals.“ Im
Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim arbeiten die Hebammen dagegen seit Jahren
im Angestelltenverhältnis. „Zurzeit sind 20 Hebammen bei uns angestellt, einige
davon in Teilzeit. Das bedeutet für die Hebammen geregelte Arbeitszeiten,
garantierte Urlaubsansprüche, sichere Gehälter, organisierte Fort- und
Weiterbildungen sowie die Einbindung in das gesamte ärztliche und pflegerische
Team der Geburtshilfe“, beschreibt Bergmann die Vorteile.
Eingespieltes Team gibt Sicherheit
Hebamme Peggy Bürkle
leitet gemeinsam mit ihrer Kollegin Vanja Cvijanovic den Kreißsaal im
Caritas-Krankenhaus und schätzt die Sicherheit im Angestelltenverhältnis etwa
im Krankheitsfall. „Das bietet nicht nur Sicherheit für die betroffene Hebamme,
sondern vor allem für die Schwangeren, die zur Geburt zu uns kommen. Im
Caritas-Krankenhaus ist gewährleistet, dass immer mindestens zwei Hebammen
sowie ein ärztlicher Bereitschaftsdienst plus ein Rufdienst rund um die Uhr im
Kreißsaal sind, die sich um die Schwangeren kümmern.“ Für ihre Kollegin Sabina
Francuz ist außerdem der Zusammenhalt im Team wichtig. „Wir können uns einfach
aufeinander verlassen. Das schafft eine ruhige und entspannte Atmosphäre im
Kreißsaal, die sich auf die werdenden Mütter überträgt und ihnen Sicherheit
gibt.“
Hebammenstudentinnen im Praxiseinsatz
Das
Caritas-Krankenhaus engagiert sich außerdem in der Ausbildung junger Hebammen.
„Zurzeit bereiten wir neun Hebammenstudentinnen während ihrer Praxiseinsätze
auf ihren anspruchsvollen Beruf vor; weitere starten im Herbst“, betont Claudia
Bergmann. „In enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Aschaffenburg und
Nürnberg sichern wir so auch die Zukunft des Hebammenberufs in unserer Region.“
Enge Zusammenarbeit mit Kinderklinik und Anästhesie
und KinderklinDie
kontinuierlich hohe Qualität der Geburtshilfe im Caritas-Krankenhaus spiegelt
sich auch in den seit Jahren steigenden Geburtenzahlen wieder. „Im Jahr 2015
haben wir die 1000er Marke überschritten, mit leichten Schwankungen sind die
Geburtenzahlen seither weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es 1259
Geburten“, berichtet Dr. Sönke Ebert, leitender Oberarzt der Klinik für
Gynäkologie und Geburtshilfe im Caritas. Darunter waren auch zwanzig
Zwillingsgeburten, so dass im Jahr 2025 insgesamt 1279 Babys das Licht der Welt
im Caritas erblickten. „Für uns ist die individuelle, familienorientierte
Begleitung der Schwangeren bei einem Höchstmaß an Sicherheit ausschlaggebend“,
unterstreicht Dr. Ebert. Er schätzt daher die enge Zusammenarbeit mit dem Team
der Anästhesie sowie der Kinderklinik. „Die meisten Kinder kommen auf
natürlichem Weg zur Welt. Falls es doch zu Problemen unter der Geburt kommen
sollte, ist im Caritas-Krankenhaus ein Sectio-OP direkt im Kreißsaal
integriert, und die Kollegen der Anästhesie sind rund um die Uhr im Haus, um
bei Bedarf rasch eine Narkose einzuleiten.“ Zeitgleich werde in einem solchen
Fall immer ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin zur Versorgung des
Neugeborenen hinzugerufen. Diese stehen ebenfalls rund um die Uhr im Haus
bereit.
Intensivstation für Neugeborene direkt angeschlossen
„Diese
interdisziplinäre Zusammenarbeit ist von entscheidender Bedeutung, wenn es um die Sicherheit von Mutter und
Kind geht“, betont auch Dr. Saskia Wunderlich, Chefärztin der Klinik für
Kinder- und Jugendmedizin im Caritas-Krankenhaus. „Auf unserer direkt
angeschlossenen neonatologischen Intensivstation können wir frühgeborene
Säuglinge und kranke Neugeborene sofort intensivmedizinisch versorgen. Wir
können kompetent und gezielt handeln, ohne wertvolle Zeit für das Baby zu
verlieren.“ In den vergangenen Monaten hat das Caritas-Krankenhaus hierfür
zusätzlich in modernste Medizintechnik investiert. Mit dem neuen Beatmungsgerät
Servo-n steht eines der modernsten Geräte für die Beatmung von Neugeborenen und
Kindern zur Verfügung – maßgeschneidert für die besonderen Bedürfnisse dieser
sensiblen Patientengruppe. „Es ermöglicht uns eine individualisierte, lungenschonende
und evidenzbasierte Beatmung auf höchstem Niveau gerade für Neu- und
Frühgeborene“, so Dr. Wunderlich, die als Fachärztin für Kinder- und
Jugendmedizin, Neonatologie, Kinder- und Jugend-Pneumologie sowie Pädiatrische
Intensivmedizin über hohe Fachkompetenz in diesen Bereichen verfügt.
Betreuung durch Kinderkrankenschwestern und Stillberaterinnen
Die umfassende
Sorge um Mutter und Baby setzt sich im Caritas-Krankenhaus nahtlos auf der
geburtshilflichen Station fort. Hier kümmern sich ausgebildete
Kinderkrankenschwestern und speziell qualifizierte Stillberaterinnen liebevoll
um das Wohl von Mama und Neugeborenem in den ersten Tagen nach der Geburt. Sie
geben Tipps für den Umgang mit dem Baby, beraten in Still- und
Ernährungsfragen, helfen beim Wickeln und ersten Baden des Babys. In der
angeschlossenen Elternschule finden Eltern viele weitere Beratungs- und
Unterstützungsangebote, damit der Start ins Leben sicher gelingt.
Info: Die Klinik für
Gynäkologie und Geburtshilfe des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim lädt am
Samstag, 28. Februar 2026, von 11:00 bis 16:00 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.
Werdende Eltern sowie Interessierte erhalten umfassende Einblicke in die
Geburtshilfe, die räumlichen Gegebenheiten und das Betreuungskonzept. Neben
Führungen und Gesprächen stehen auch praxisnahe Workshops auf dem Programm. Mehr Infos finden Sie hier.