21.02.2025
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
MRT Scandauer um bis zu 71 Prozent verkürzt
Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim investiert mit einem Update für die KI des 1,5 Tesla starken MRT Scanners weiter in seine moderne medizintechnische Ausstattung.
Ende Januar 2025 erhielt der 2023 angeschaffte Siemens Magnetresonanztomograph Scanner mit seinem 1,5 Tesla starken Magneten ein Update für seine Künstliche Intelligenz (KI): „Mit dem neuen Update „Deep Resolve Boost“ (im Folgenden DRB) haben wir ab sofort einen der schnellsten 3D-MRT Scanner in der gesamten Region“, berichtet der Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Caritas-Krankenhaus Prof. Dr. Manoj Mannil. „Das DRB-Update unterstützt mittels KI und sogenanntem „Deep Learning“ die Bildrekonstruktion. Das Bildrauschen wird reduziert und gleichzeitig schafft die neue Technologie kürzere Messzeiten. Deep Learning ist ein Teilbereich des maschinellen Lernens, das heißt die KI verwendet mehrschichtige neuronale Netzwerke und simuliert damit die komplexen Entscheidungsstrukturen des menschlichen Gehirns. In Kombination mit der parallelen Bildgebung über mehrere Empfängerspulen und der sogenannten „simultaneous Multi-Slice“ Methode, bei der Hochfrequenzimpulse mit mehreren Bändern mehrere Schichten gleichzeitig anregen und kodieren, ergibt sich bei der hochauflösenden MRT eine bis zu 71 Prozent höhere Messgeschwindigkeit. Das ist bei gleichbleibender Auflösung und reduziertem Rauschen enorm und hocheffektiv für uns als Anwender, aber auch höchstkomfortabel für unsere Patientinnen und Patienten. Die Bildqualität wird mit besserer Schärfe und Auflösung erhöht und das bei deutlicher Reduzierung des Zeitaufwands“, erklärt Prof. Mannil das neue Update.
Zeitersparnis ist eine wertvolle Verbesserung
Der Facharzt für Radiologie und Neuroradiologie, der
auch das European Diploma in Radiology und Neuroradiology besitzt, forscht
selbst seit Jahren aktiv im Bereich KI: „Wir beziehen mit der neuen Technik
Rohdaten in die Bildrekonstruktion der MRT Scans mit KI ein und erzielen so robuste
Ergebnisse, die die bisherigen Möglichkeiten der Rauschreduzierung und
Interpolation übertreffen und das in einer unglaublichen Präzision. Gerade für Schmerz- und Angstpatienten bedeutet die
Zeitersparnis eine wertvolle Verbesserung. Die kürzere Messzeit führt aber auch
dazu, dass wir die Anzahl an Wiederholungsscans und störende Bewegungsartefakte
deutlich verringern können. Denn mit den wesentlich kürzeren Messzeiten kommt
es seltener vor, dass sich die Patienten unbeabsichtigt während der Untersuchung
bewegen“, führt Prof. Mannil weiter aus.
Ganz neue Möglichkeiten durch moderne Technik
Auch der kaufmännische Direktor des
Caritas-Krankenhauses Jeremia Berschauer weiß um die Vorteile der neuen
Software für Patienten, Anwender und Effizienz: „Diese neue Technik eröffnet
uns ganz neue Möglichkeiten. Die Scans für Ganzkörper- und Herzbildgebung, ein
MR der Prostata, die Brustbildgebung aber auch der Scan intrakranieller
Arterien und von Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmachern und
Implantaten werden nun im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim in fast einem
Drittel der bisher benötigten Zeit durchgeführt, in einem geräumigen Gerät, das
auch für Patienten mit Platzangst und Adipositas bestens geeignet ist. Ein
weiterer positiver Nebeneffekt neben der herausragenden Bildqualität und dem
zunehmenden Komfort für unsere Patientinnen und Patienten ist außerdem, dass
wir durch die verkürzte Messzeit auch deutlich weniger Energie pro Messung
benötigen“, betont Berschauer abschließend.


