28.01.2025
Am 20. Januar 2025 fand im Caritas-Krankenhaus die jährliche Leitungskonferenz des Endoprothetikzentrums (EPZ) der Maximalversorgung Tauberfranken statt. Dabei wurden die Ergebnisse und Statistiken des vergangenen Jahres 2024 vorgestellt und ausgewertet. Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass das EPZ Tauberfranken erneut nicht nur mit steigenden Fallzahlen, sondern auch mit einer konstant hohen Behandlungsqualität überzeugt.
Die Zahl der durchgeführten Eingriffe ist im Jahr 2024 um 8 % auf insgesamt 701 Eingriffe gestiegen. Bereits im Vorjahr konnte ein Anstieg von 7 % verzeichnet werden. Diese kontinuierliche Entwicklung unterstreicht das Vertrauen, das Patientinnen und Patienten dem Zentrum entgegenbringen. Gleichzeitig belegen die Zahlen, dass der steigende Bedarf ohne Abstriche bei der Qualität bewältigt werden konnte.
Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Auswertung der Daten des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD) in Kombination mit den eigenen Statistiken. Die Ergebnisse sind äußerst positiv: Die Fallzahlen konnten nicht nur gesteigert werden, sondern die Qualität blieb dabei mindestens gleich, wenn nicht besser. Beispielsweise konnte die Transfusionsrate erheblich reduziert werden. „2014 hat noch jeder fünfte Prothesenpatient Fremdblut benötigt – heute liegt die Rate unter 1 %.“ erklärt Chefarzt Dr. Throm, Senior-Hauptoperateur im Zentrum. „So etwas gelingt nur durch eine ständige Optimierung der Prozesse, durch entsprechende Vorbereitung der Patienten, eine schonende, minimal-invasive OP-Technik sowie eine enge und eingespielte Zusammenarbeit mit den betreuenden Anästhesisten.“
Besonders hervorgehoben wurden die Ergebnisse im bundesweiten Vergleich. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine im Caritas-Krankenhaus implantierte Endoprothese gewechselt werden muss, ist statistisch signifikant geringer als im bundesweiten Durchschnitt. Auch bei Revisionen von Endoprothesen schneidet das Zentrum besser ab. Die verwendeten Prothesensysteme zeigen laut EPRD-Daten allesamt gute Ergebnisse. „Wir verwenden ausschließlich bewährte Prothesensysteme namhafter Hersteller.“ betont Chefarzt Dr. Herold, der auch Leiter und Koordinator des EPZ ist. „Durch die Weiterentwicklung der verwendeten Materialien ist die Operationstechnik, die richtige Vorbereitung sowie die Nachbehandlung noch viel entscheidender für den Erfolg einer Operation geworden.“
Die chirurgische und auch die allgemeine Komplikationsrate bewegt sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Bei Knie-TEPs und deren Wechseloperationen bleibt die Komplikationsrate stabil niedrig, während bei Hüft-TEPs und Revisionen eine deutliche Verbesserung über die letzten Jahre erreicht wurde. Gleichzeitig konnte die stationäre Verweildauer der Patienten kontinuierlich gesenkt werden, was auf optimierte Abläufe und eine verbesserte postoperative Betreuung zurückzuführen ist.
Besondere Erwähnung fanden auch die simultanen Versorgungen, die seit 2017 regelmäßig durchgeführt werden. Dazu zählen 33 beidseitige Hüft-Operationen, 15 beidseitige Knie-Schlittenimplantationen, 7 beidseitige Knie-TEPs sowie kombinierte Eingriffe an Knie- und Hüftgelenken. Im Jahr 2024 lag die durchschnittliche Verweildauer nach diesen Eingriffen bei lediglich 6,9 Tagen – ein Ergebnis, das für die Effizienz und die hohe Versorgungsqualität im EPZ spricht.
Zusammenfassend belegen die Zahlen und Auswertungen des Jahres 2024 die starke Stellung des EPZ Tauberfranken als eines der führenden Zentren in der Endoprothetik in der Region. Das Zusammenspiel aus steigenden Fallzahlen, exzellenten medizinischen Ergebnissen und der kontinuierlichen Weiterentwicklung in allen Bereichen ist das Ergebnis der engagierten Arbeit des gesamten Teams. Die Patientinnen und Patienten profitieren von dieser Kombination aus höchster Versorgungsqualität und Effizienz – eine Leistung, auf die das Zentrum mit Recht stolz sein kann.