20.05.2025
Mit einem symbolischen Baggerbiss startete am Montag, 19. Mai, der Erweiterungsbau der Notaufnahme am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. Mit der Baumaßnahme werden zum einen der Platz für die Notaufnahme vergrößert und zum anderen zukunftsweisende Versorgungsstrukturen für die Behandlung von Notfallpatienten eingerichtet.
„Das Vorhaben ist ein wichtiger Schritt und ein zentrales Zukunftsprojekt, um für die Menschen in der Region weiterhin eine hochqualifizierte Diagnostik und Behandlung bei medizinischen Notfällen aller Art sicherzustellen“, betonte Dr. Ulrike Heesemann, Regionalleiterin der BBT-Gruppe, zu der das Caritas-Krankenhaus gehört, in ihrer Begrüßung. „Wir stellen uns damit für die Zukunft gut auf und nehmen bereits verschiedene gesetzliche Anforderungen vorweg, die künftig auf die Notaufnahmen in Krankenhäusern zukommen werden. Damit erfüllt das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim auch weiterhin alle Vorgaben für die erweiterte Notfallversorgung – wie z.B. für die Behandlung von Patienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall und Schwerverletzte.“ Sie dankte dem Land für die Förderung des Projekts und dem Main-Tauber-Kreis und der Stadt Bad Mergentheim für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung in der Vorbereitungsphase.
Meilenstein in der Gesundheitsversorgung für den Main-Tauber-Kreis
„Es freut mich, dass die zentrale Notaufnahme inBad Mergentheim zum Zentrum für Interdisziplinäre
Akut- und Notfallmedizin erweitert wird“, betonte der Landrat des
Main-Tauber-Kreises Christoph Schauder in seinem Grußwort. „Als großer
Zentralversorger ist das Caritas-Krankenhaus erste Anlaufstelle bei
medizinischen Notfällen jeglicher Art für die Menschen hier in der Region. Dank
der Erweiterung wird die verlässliche medizinische Notfallversorgung weiter
verbessert und den künftigen gesetzlichen
Anforderungen Rechnung getragen. Das ist ein Meilenstein für die
Gesundheitsversorgung im Main-Tauber-Kreis.“ Udo
Glatthaar, Oberbürgermeisters der Stadt Bad Mergentheim, unterstrich die
Bedeutung des Caritas-Krankenhauses für die medizinische Versorgung der
Menschen in der Kurstadt und der gesamten Umgebung. „Eine verlässliche
Notfallversorgung ist für die Menschen zentral wichtig und wir freuen uns, dass
dies auch für die Zukunft gesichert ist. Mit dem Caritas-Krankenhaus verfügen
wir über einen hervorragenden Akutversorger, und wir als Stadt stehen hinter
dem Krankenhaus und den Menschen, die dort arbeiten.“
Zusätzliches CT-Gerät für schnelle Diagnostik
Im
künftig erweiterten Zentrum für Interdisziplinäre Akut- und Notfallmedizin
(ZIAN) sind u.a. drei multifunktionale Schockräume sowohl für die
internistische als auch für die chirurgische Versorgung von Schwerverletzten
und lebensbedrohlichen Notfällen vorgesehen. Außerdem wird ein zusätzliches
hochleistungsfähiges CT-Gerät direkt in der neuen Notaufnahme stationiert sein.
„Damit sichern wir eine noch schnellere Diagnostik z.B. bei Verdacht auf einen
Schlaganfall oder bei Traumapatienten“, beschreibt der Kaufmännische Direktor
Jeremia Berschauer den Nutzen für die Patienten. „Ein zweites CT in der
Radiologie sichert außerdem die permanente Verfügbarkeit dieses wichtigen
Diagnoseverfahrens.“
Integrierte Kurzliegerstation und Chest Pain Unit
Zusätzlich zu den weiteren Untersuchungs- und
Behandlungszimmern wird die Chest Pain Unit, also die Überwachungs- und
Therapieeinheit für Patienten mit unklaren Brustschmerzen und Verdacht auf
Herzinfarkt in die Notaufnahme integriert. Ergänzt wird das Raumkonzept durch
eine Kurzlieger-Station mit sieben Plätzen. Hier können Patientinnen und
Patienten engmaschig von verschiedenen Fachdisziplinen ärztlich und pflegerisch
intensiv betreut werden, bis sich entscheidet, ob ein stationärer Aufenthalt
und in welchem Fachbereich erforderlich ist. Insgesamt investiert das Caritas-Krankenhaus mehr als neun
Millionen Euro in den Ausbau. Auch
die Struktur als Integriertes Notfallzentrum (INZ), für das in den kommenden
Monaten die gesetzlichen Rahmenbedingungen festgelegt werden sollen, ist
bereits eingeplant. „Für Patienten, die fußläufig zu uns kommen, gibt es dann
einen separaten Empfangsbereich. Hier entscheidet sich, ob der Patient in die
klinische, stationäre Diagnostik und Therapie weitergeleitet wird oder ambulant
versorgt werden kann“, erläutert Jeremia Berschauer.
Notfallversorgung während der Bauphase gesichert
Für die Umbauphase wird eine
Interims-Notaufnahme direkt im Anschluss an die bisherige Notaufnahme
eingerichtet, die am 12. Juni den Betrieb aufnimmt. „Die Versorgung der
Notfallpatienten ist während der gesamten Umbauphase gesichert“, bestätigt der
Chefarzt des Zentrums für Interdisziplinäre Akut- und Notfallmedizin Dr.
Christian Sommer. „Es ändern sich lediglich die Wege und Räumlichkeiten.“ Die
Wege zur Röntgendiagnostik und zum Herzkatheterlabor werden in der
Interimsphase so noch verkürzt. Auch das Zentralmonitoring aller Patienten in
den Behandlungsräumen ist in der Übergangs-Notaufnahme installiert und
garantiert so eine permanente Überwachung und damit eine hohe
Patientensicherheit. Während der Bauphase werden außerdem vorübergehend
Parkflächen an der Uhlandstraße eingerichtet, die ausschließlich für
Rettungsfahrzeuge reserviert sind, um Zeitverzögerungen bei der Einlieferung zu
vermeiden. Im Zentrum für Interdisziplinäre
Akut- und Notfallmedizin im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim werden im Jahr
mehr als 33.000 Patienten aller Schweregrade behandelt.