10.11.2025
Anästhesie und Intensivmedizin
Feierlicher Chefarztwechsel im Caritas-Krankenhaus
Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim konnte kürzlich einen doppelten Personalwechsel feierlich begehen: Prof. Dr. Frank Schuster wurde offiziell als neuer Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin begrüßt. Er löst Prof. Dr. Hubert Böhrer ab, der nach 24 Jahren in dieser Position in Ruhestand gegangen ist. Zugleich wurde der Wechsel in der Position des Ärztlichen Direktors des Caritas-Krankenhauses noch einmal offiziell gewürdigt: nach zwei Amtsperioden hatte Dr. Ulrich Schlembach die Funktion im Juli an Dr. Jochen Selbach übergeben.
Im Namen der BBT-Gruppe dankte Regionalleiterin Dr. Ulrike Heesemann dem langjährigen Ärztlichen Direktor Dr. Schlembach und seinem Stellvertreter Prof. Dr. Mathias Buttmann für das große Engagement in den vergangenen Jahren. „Wir verabschieden heute ein kongeniales Duo, das sich viele Verdienste um das Caritas-Krankenhaus erworben hat. Vor allem in der schwierigen Corona-Phase haben sie das Haus sicher durch die Krise geführt und dazu beigetragen, dass wir im Caritas-Krankenhaus die Patienten immer gut versorgen konnten.“ Sie dankte den beiden Chefärzten auch für die Unterstützung bei ihrem Start in die Funktion als Regionalleiterin. „Sie haben mich von Beginn an unterstützt und haben sich – auch mit kritisch-konstruktiven Worten – für das Caritas-Krankenhaus und ihre Abteilungen eingesetzt.“ Beide bleiben dem Caritas-Krankenhaus auch weiterhin als Chefärzte erhalten.


Die Nachfolge
als Ärztlicher Direktor tritt Chefarzt Dr. Jochen Selbach an, die
Stellvertretung übernimmt Chefarzt Dr. Dirk Herold. „In einer kritischen Zeit
und vor dem Hintergrund der Krankenhausreform treten Sie nun in große
Fußstapfen“, betonte Dr. Heesemann. „Danke, dass Sie sich dieser
Herausforderung stellen.“
Im Mittelpunkt
stand anschließend der Wechsel in der Chefarzt-Position der Klinik für
Anästhesiologie und Intensivmedizin. „Anästhesisten sind offenbar Menschen, die
gerne im Hintergrund arbeiten“, begrüßte der Kaufmännische Direktor Jeremia
Berschauer den ehemaligen Chefarzt Prof. Dr. Hubert Böhrer, der sich einen
Platz in den hinteren Reihen im Publikum gesucht hatte. So habe er Prof. Böhrer
auch in den vergangenen Jahren sowohl am Standort im Caritas-Krankenhaus wie im
Krankenhaus Tauberbischofsheim erlebt. „Geräuscharm und ohne Aufhebens haben
Sie Probleme und schwierige Situationen gelöst und dabei immer eine besonders
hohe medizinische Qualität gewährleistet“, so Berschauer. Prof Dr. Böhrer sei
es auch gelungen einen besonderen Teamgeist in seiner Abteilung zu schaffen.
„Es gab und gibt viele Menschen, die dem Team über viele Jahre treu geblieben sind.
Das spricht für den guten Zusammenhalt. Für diese Leistung und für Ihren
besonderen Einsatz über viele Jahre im Namen des gesamten Direktoriums noch
einmal herzlich Dank.“
„Als guten Sparringspartner in vielen
intensiven Diskussionen“ bezeichnete Dr. Jochen Selbach den Kollegen, der mit
seinem Humor gerne auch andere auf die Schippe genommen habe. Zum Abschied
überreichte er dem bekennenden Krawattengegner Prof. Dr. Böhrer einen
besonderen Halsbinder aus seiner persönlichen Sammlung.
Mit der
Übernahme der Chefarztposition durch Prof. Dr. Frank Schuster sei der
Generationswechsel in dieser wichtigen Fachabteilung erfolgreich gelungen,
unterstrich Jeremia Berschauer im Anschluss und hieß Prof. Dr. Schuster noch
einmal offiziell im Caritas-Krankenhaus willkommen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Prof. Dr.
Schuster einen hoch kompetenten Anästhesisten und Intensivmediziner gewinnen
konnten, der zugleich organisatorische Erfahrung bei der Arbeit an mehreren
Klinikstandorten mitbringt, da die Abteilung des Caritas-Krankenhauses seit
vielen Jahren auch die Patienten am Krankenhaus Tauberbischofsheim versorgt.“
Berschauer stellte die wichtigsten beruflichen Stationen des neuen Chefarztes
vor, der lange Jahre an der Universitätsklinik Würzburg gearbeitet hat und dort
mehr als ein Jahrzehnt als Oberarzt und seit 2021 als Geschäftsführender
Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin,
Notfallmedizin und Schmerztherapie tätig war. Zusätzliche Verantwortung
übernahm er in der Hochphase der Corona-Pandemie als Ärztlicher Leiter der
Führungsgruppe Katastrophenschutz. Über viele Jahre war Prof. Dr. Schuster
außerdem Leitender Notarzt für Stadt und Landkreis Würzburg sowie
Bereitschaftsarzt der BRK-Bereitschaft Gerolzhofen und arbeitete als Notarzt am
Boden und bei Hubschraubereinsätzen. Seit 2023 leitete Prof. Dr. Schuster als
Chefarzt das Institut für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin
am Donau-Isar-Klinikum mit den drei Standorten Deggendorf, Dingolfing und
Landau. „Prof. Dr. Schuster ist ein Teamplayer, der sich durch hohe fachliche
Kompetenz gepaart mit Bodenständigkeit und Klarheit auszeichnet“, betonte
Berschauer. „Wir freuen uns sehr, Sie an Bord zu haben.“
In einem
lockeren Gespräch mit Dr. Jochen Selbach lies Prof. Dr. Schuster im Anschluss
seine Leidenschaft für das Fach Anästhesie durchklingen. „Ich bin schon früh
über meine Arbeit beim Rettungsdienst mit Anästhesisten in Kontakt gekommen und
mein Interesse hat sich während des Studiums und der Facharztausbildung weiter
vertieft.“ Als Anästhesist bleibe man oft im Hintergrund, aber man vermittle
den Patienten eine „unsichtbare Sicherheit“ und begleite Patienten in der
Notfallmedizin auch in extrem bedrohlichen Situationen. Schuster: „Diese
Kombination hat mich schon immer gereizt. Anästhesie ist meine Passion.“ So
ganz scheint dazu die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin nicht zu passen, die
der Chefarzt neben den Facharztbezeichnungen Anästhesiologie, Intensivmedizin,
Notfallmedizin und dem Master of Health Business Administration (MHBA)
abgeschlossen hat. „Tatsächlich hat mich diese Zusatzweiterbildung auch
persönlich weitergebracht“, bestätigte der gebürtige Unterfranke. „Dabei wird
man mit Patienten konfrontiert, die sich in einer Ausnahmesituation befinden
und man muss sich intensiv mit den Empfindungen der Patienten und deren
Angehörigen auseinandersetzen. Das prägt.“ Um vom Alltag abzuschalten greift
Prof. Dr. Schuster gerne zu Gitarre und spielt Rockmusik. Die schwungvolle
musikalische Begleitung der Veranstaltung im Caritas-Krankenhaus durch Moritz
Hoffmeyer am Marimbaphon passte da sehr gut.


