02.08.2024

Klinik für Innere Medizin 1

Modernste Ausstattung im Herzkatheterlabor

Modernste Ausstattung im Herzkatheterlabor

Nach knapp vierwöchiger Umbauzeit behandelte das Team der Inneren Medizin 1 / Kardiologie am 31. Juli 2024 die erste Patientin im nagelneuen zweiten Herzkatheterlabor im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim mit modernster Technik.

„Wir freuen uns sehr, dass wir unsere herzkranken Patientinnen und Patienten ab sofort mit der nächsten Generation der bildgesteuerten Therapie und dem hochmodernen Katheter-Arbeitsplatz Philips Azurion in Bad Mergentheim behandeln können“, erklärt Chefarzt PD Dr. Sebastian Herrmann. Die neue Anlage ist ‚monoplan‘, also mit einer Röhre und einem Flachdetektor deutlich platzsparend. Gleichzeitig hat sie eine höhere diagnostische Genauigkeit und auch die Qualität der Interventionen erhöht sich stetig mit jedem Upgrade durch die Nutzung moderner Diagnostik- und Therapieverfahren“, erklärt die Bereichsleiterin der Medizintechnik des Caritas-Krankenhauses und Dipl. Ingenieurin Manuela Günther. Ihr Team hat in den letzten Wochen gemeinsam mit der Haustechnik äußerst zügig und genau daran gearbeitet, das vorherige Gerät ohne Verzögerungen auszubauen und das neue Herzkatheterlabor neuzugestalten. Der Einbau, die Abnahme und die Einweisung der Behandlungsteams in den neuen hochmodernen Katheter-Arbeitsplatz erfolgten innerhalb weniger als vier Wochen.

„Komplexe Verfahren erfordern oft eine Vielzahl an Zusatzgeräten und technisches Equipment, das mit hohem Personaleinsatz bedient werden muss. In der Azurion-Plattform, die Techniker von Philips in enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Medizintechnik und der Haustechnik des Caritas-Krankenhauses jetzt eingebaut haben, hat Philips alle wesentlichen Laborsysteme und -tools integriert“, berichtet PD Dr. Herrmann vom zügigen und präzisen Umbau der letzten Tage. „Mit dieser integrierten Plattform haben wir Ärztinnen und Ärzte ab jetzt mit einem Bedienpanel direkt am Untersuchungstisch die Kontrolle über alle wesentlichen Funktionalitäten“, erläutert der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, internistische Intensivmedizin, interventionelle Kardiologie, Herzinsuffizienz und Sportkardiologie den organisatorischen Vorteil, den das neue Gerät mit sich bringt. Mit dem sogenannten SmartCT sei in der Plattform außerdem eine neue 3D-Bildgebungslösung verbaut, die die Erfassung und Verwendung von 3D Bildern erleichtere: „Wir können also während der Behandlung innerhalb von Sekunden CT-ähnliche 3D Bilder auf einem Touchscreen-Modul am Tisch mit erweiterten 3D Visualisierungs- und Messwerkzeugen überprüfen. Damit können wir alle elektrophysiologischen Eingriffe und Mitralklappen-Eingriffe auf dem neuesten Stand der Technik durchführen. Die bessere Bildqualität ermöglicht einen hervorragenden Einblick in die Koronargefäße“, führt der Chefarzt die Vorteile der neuen Anlage weiter aus. „Die integrierte Plattform versetzt uns in die Lage, jederzeit komplexe Eingriffe unter Nutzung aller Funktionalitäten wie zum Beispiel dem intravaskulären Ultraschall oder OCT (optische Kohärenztomografie), TEE (transösophageale Echokardiografie) mit relativ geringem Zeit- und Personalaufwand durchzuführen“, berichtet PD Dr. Sebastian Herrmann. Diese Funktionalitäten werden auch in anderen klinischen Bereichen wie der Neurologie, der Onkologie oder der Therapie peripherer Gefäßkrankheiten zukünftig eine Rolle spielen.

„Zudem zeigt sich, dass die Verwendung von 3D-Bildgebung während interventioneller Verfahren die Therapie-Ergebnisse verbessert und die Strahlendosis sowohl für das Personal als auch für die Patienten reduziert“, betont Christoph Reifart, Leader Image Guided Therapy Philips Market DACH. „Für das Team aus Ärzten, Pflegekräften und Radiologie-Assistenten ist eine Optimierung der Arbeitsabläufe durch größere Effizienz von besonderer Bedeutung, nicht nur, weil die Strahlenbelastung für das eigene Personal verkürzt wird, sondern auch weil die Eingriffe für die Patientinnen und Patienten schneller ablaufen können“, erklärt Chefarzt PD Dr. Herrmann. „Wir legen großen Wert darauf, den Patientinnen und Patienten nicht nur Diagnostik und Behandlung auf aktuellstem medizinischen Stand und höchstem Niveau zukommen zu lassen, sondern die Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen Fachkliniken auch mit hochmodernen technischen Geräten auszustatten, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, die Arbeitssicherheit zu erhöhen und den Komfort auch für die Patienten zu maximieren. Dies ist eine wichtige Investition von knapp einer Million Euro in die moderne Patientenversorgung und die Zukunft der Kardiologie im Haus. Neben der aktuellen Neuanschaffung für das Herzkatheterlabor hat unter anderem auch das Institut für Interventionelle und Diagnostische Radiologie des Caritas-Krankenhauses im vergangenen Jahr einen neuen KI-unterstützten CT-Scanner erhalten, der die Behandlungsdauer deutlich verkürzt und so die Strahlenbelastung für Patienten und Mitarbeiter stark verringert“, erklärt der Regionalleiter der BBT-Region Tauberfranken-Hohenlohe Jérôme Korn-Fourcade abschließend.