30.12.2024
Innere Medizin 1 / Kardiologie
Zusatzqualifikation interventionelle Kardiologie
Die Innere Medizin 1 / Kardiologie des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim unter der Leitung von Chefarzt PD Dr. Sebastian Herrmann hat von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) die Zertifizierung erhalten, Fachärztinnen und Fachärzte für die Zusatzqualifikation interventionelle Kardiologie auszubilden. Damit baut das Caritas-Krankenhaus seine Ausbildungskompetenz weiter aus.
„Die interventionelle Kardiologie umfasst alle minimal-invasiven Untersuchungen und Eingriffe im Herzkatheterlabor. Wir verfügen im Caritas-Krankenhaus über zwei solche Labore. Im neuesten Labor mit dem hochmodernen monoplanen Katheter-Arbeitsplatz Philips Azurion haben wir seit Juni 2024 etwa 800 Patientinnen und Patienten behandelt“, berichtet Chefarzt PD Dr. Sebastian Herrmann. Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim verfügt aber nicht nur über die von der DGK geforderte Infrastuktur in Form der Anzahl und des Spektrums nichtinvasiver und invasiver Untersuchungen und Konferenzen, sondern auch über die geeigneten Fortbilder. Die Leitung der Zusatzqualifikation hat der Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, internistische Intensivmedizin, interventionelle Kardiologie (DGK), Herzinsuffizienz (DGK) und Sportkardiologie (DGK) PD Dr. Sebastian Herrmann inne. Stellvertretend wird er unterstützt vom leitenden Oberarzt und Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Notfallmedizin, Interventionelle Kardiologie (DGK), Spezielle Rhythmologie (DGK) (aktive Herzrhythmusimplantate und invasive Elktrophysiologie) Dr. Octavian Maniuc.
Ausbildung lehrt sichere Durchführung
„Die
Ausbildung für die Zusatzqualifikation invasive Kardiologie ist darauf
ausgelegt, in wöchentlichen Fortbildungen theoretisches Fachwissen zu
vermitteln und bei der Durchführung komplexer Prozeduren unter Supervision die
praktischen invasiven Fähigkeiten zu erlernen. Die Kandidatinnen und
Kandidaten, die bei uns die Zusatzqualifikation für interventionelle
Kardiologie machen möchten, sollten eine mindestens dreijährige Erfahrung in
Innerer Medizin und Kardiologie vorweisen“, erklärt Chefarzt Dr. Sebastian
Herrmann. Das Ausbildungsziel sei das sichere Durchführen einer diagnostischen
Koronarangiographie mit Intracardialer Physiologiemessung und Intracardialer
Bildgebung. „Die Ärztinnen und Ärzte, die bei uns die Zusatzqualifikation
erwerben, erhalten zunächst unter anderem eine Einführung in den Strahlenschutz
und Kontrastmittelverbrauch und eine Geräteeinweisung sowie Materialkunde bevor
etwa ab der fünften Woche die Zusammenführung der Koordination von Auge, Händen
und Fuß zum sicheren Durchführen einer diagnostischen Koronarangiographie
gelehrt wird“, erklärt der leitende Oberarzt Dr. Maniuc.
Übung durch häufige Unterstützung
„Die
Bedienung eines modernen Katheter-Abreitsplatzes ist mit ähnlich viel
Koordinierungsleistung verbunden, wie das Spielen einer Orgel oder das Fliegen
eines Helikopters: Die Hände müssen eigenständig unterschiedliche Griffe von
der Katheterführung bis zu Befehlen zur Bildgebung erledigen, gleichzeitig
werden Instrumente mit dem Fuß bedient und das Auge muss alle Vorgänge und insbesondere
die Behandlung auf dem Bildschirm im Blick haben“, erklärt Dr. Herrmann. Nach
und nach werden die Auszubildenden dann zunächst mit Supervision, dann als
sogenannte „Zweite Frau oder Mann“ bei Rufdiensten und durchgehende Assistenz
im Routinebetrieb eingesetzt. „Außerdem durchlaufen sie Simulationskurse und
Trainings unter anderem im Intus Institut Würzburg und nehmen am Advanced
Cardiac Life Support Kurs teil, der von den Dozenten des hauseigenen
Bildungszentrums am Caritas-Krankenhaus mehrmals pro Jahr für Kolleginnen und
Kollegen von Kliniken aus dem gesamten südlichen deutschsprachigen Raum
angeboten wird“, führt PD Dr. Herrmann weiter aus. „Die Ärztinnen und Ärzte in
Weiterbildung nehmen außerdem an unseren monatlichen Konferenzen teil, wo sie
aktiv ihre Arbeit vorstellen und ihre Ergebnisse im Team evaluieren. Nach
insgesamt drei Jahren sind sie dann dazu ausgebildet, selbstständig komplexe
Angioplastie- und andere kardiovaskuläre Prozeduren durchzuführen“, so der
Chefarzt abschließend.
Weiterbildungskataloge auf unserer Homepage
Neben der
Zusatzqualifikation interventionelle Kardiologie können Ärztinnen und Ärzte am
Caritas-Krankenhaus im Bereich Innere Medizin außerdem die Weiterbildungen
Innere Medizin (36 Monate), Innere Medizin und Kardiologie (72 Monate) sowie
Intensivmedizin (18 Monate) absolvieren. Alle Informationen auch zu
Weiterbildungsmöglichkeiten der anderen Kliniken können der Homepage des
Krankenhauses entnommen werden unter: www.ckbm.de auf den Unterseiten der jeweiligen
Fachbereiche unter „Bewerberinfos“.


