25.03.2024
Elternschule Gesunde Familie: Babyschlaf
Weil fröhlich einschlafen so wichtig ist!
Die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim Anna Menzke informierte Eltern, Erzieherinnen und Interessierte zum Schlafverhalten von Babys und Kleinkindern und gab Hilfestellung und Tipps zum Babyschlaf.
„Kinder schlafen eigentlich gerne“, betonte die Mutter von
vier Kindern und erfahrene Schlafberaterin Menzke zu Beginn des Vortrags. „Wenn
Kinder schlecht schlafen, kann das vielschichtige Gründe haben. Vielleicht wird
der Ort des Schlafens mit etwas Negativem verbunden, vielleicht ist aber auch
der sogenannte „Liebestank“ des Kindes leer und es kann sich nicht von seiner
Vertrauensperson lösen. Bei Übermüdung steigt der Cortisol-Spiegel des Körpers
an, das kann dann dazu führen, dass das Kind sehr spät einschläft, nachts wach
wird und zu früh wieder aufwacht“, nannte Menzke unter anderem Beispiele für
negative Einflüsse auf das Schlafverhalten von Babys und Kleinkindern.
Eltern sollten Sicherheit vermitteln
Aus Erfahrung im Umgang mit vielen Eltern, die durch die
familiäre Situation an chronischem Schlafentzug leiden, weiß Menzke, wie
schwierig es sein kann, aus der Spirale von Schlafmangel und dadurch
versursachtem Stress auszubrechen: „Das Kind braucht Ruhe zum Einschlafen. Die
Eltern müssen Sicherheit vermitteln, damit sich ein positives Grundgefühl einstellt
und das Baby Genuss beim Schlafen empfindet. Ein erster schwerer, aber
wichtiger Schritt dazu ist, als Elternteil die Situation anzunehmen und sich
mit ihr abzufinden“, betonte Anna Menzke.
Schlaf ist ausschließlich Zeit-gebunden
Besonders wichtig sei für Kinder eine
Schlafroutine, insbesondere was die Schlafenszeiten betreffe: „Der Schlaf bei
Kindern ist ausschließlich Zeit-gebunden. Wenn Kinder an ihre Schlafenzeit
gewöhnt sind, sind vorheriges Essen, Trinken oder der Ort nicht mehr
ausschlaggebend“, erklärte Menzke weiter.
Wichtig sei, dem Kind beizubringen, alleine einzuschlafen: „Wenn das
Kind beim Schuckeln oder mit dem Fläschchen einschläft, sollte man darauf
achten, das Schuckeln zu Beenden oder das Fläschchen abzunehmen, kurz bevor das
Kind in den Schlaf gleitet. Der letzte Moment des Einschlafens sollte allein
passieren“, so Menzke weiter. Denn Kinder, die alleine einschlafen könnten,
schliefen am besten durch.
Die gute Stimmung abpassen
Wichtig sei auch die Stimmung des Kindes, sowohl beim
Einschlafen, als auch beim Aufwachen: „Ein Kind, das sich in den Schlaf weint,
hat keinen erholsamen Schlaf. Deshalb können Eltern in der Gewöhnungsphase an
bestimmte Schlafzeiten durchaus vor dem Schlafengehen noch mit den Kindern
spielen, tanzen oder etwas Anderes tun, das dem Kinde Freude bereitet, damit es
fröhlich einschlafen kann. Das Gleiche gilt auch für’s Aufstehen: Wenn wir beim
Aufwachen des Kindes den Moment verpassen, bevor die Stimmung kippt und das
Kind durch Weinen und Schreien auf sich aufmerksam machen muss, ist oft ein
schlecht gelaunter Tag vorprogrammiert“, erklärte Menzke. Unter den
Teilnehmenden waren nicht nur betroffene Mütter und Väter, sondern auch einige
Erzieherinnen aus Kinderbetreuungseinrichtungen, die die Kinder auch zum
Mittagsschlaf hinlegen. „Der Vortrag war hochinteressant, bestätigend und sehr
wertvoll für unsere Arbeit mit den Kindern in unserer Einrichtung“, bekräftigte
eine Teilnehmerin abschließend. Wichtig sei besonders bei Krippe- und jungen
Kindergartenkindern, die auch in der Einrichtung schlafen sollen, immer auf den
Gesamtschlafbedarf eines Kindes zu achten, betonte Anna Menzke abschließend.
Regelmäßiges Kursangebot
Im Rahmen der Elternschule „Gesunde Familie“ bietet
das Caritas-Krankenhaus regelmäßig Infovorträge von Ärzten und Fachpersonal für
Eltern, Angehörige und Interessierte an. Informationen zu den Vorträgen und
weiteren Kursangeboten wie der Säuglingspflege, Erste Hilfe bei Kindern und
Jugendlichen oder dem Still-Café gibt es unter www.ckbm.de.
Der nächste Vortrag findet am Donnerstag, den 11. April um 18:00 Uhr in der
Aula des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim statt. Diätassistentin Anja Wolf
informiert hier zu Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen aus
ernährungstherapeutischer Sicht. Um Anmeldung unter: veranstaltung.caritas@bbtgruppe.de
wird gebeten.


