14.12.2023
Als Konzelebranten feierten Stadtpfarrer Thomas Frey, Pfarrer i.R. Joachim Meckler, der kommissarische Dekan Bogdan Stolarczyk sowie Diakon und Hausoberer Michael Raditsch die Einführungsmesse in „Maria, Heil der Kranken“ mit.
„Der 1. Advent ist eine Aufforderung an uns Christen wachsam zu sein. Für mich beginnt an diesem 1. Advent etwas Neues und es ist mir dabei aufgegeben diesem Neubeginn, den Mitarbeitenden, den Patientinnen und Patienten und den Angehörigen in der Ausnahmesituation einer Krankheit mit der Hoffnung auf Heilung bis hin zum Sterben wachsam, in Offenheit und auf Augenhöhe zu begegnen“, schlug Pfarrer Hubert Klimek in seiner Predigt die theologische Verbindung des 1. Advent zu seiner Einführung in die neue Aufgabe.
Der 57-Jährige war zuvor als Vikar in Kreuzburg,
Oberschlesien, dann in der Gemeinde Kamenz im Bistum Dresden-Meißen eingesetzt,
bevor er auf eigenen Wunsch in das Bistum Rottenburg-Stuttgart wechselte und
als Pfarradministrator die Gemeinden Wachbach, Rot und Hachtel übernahm. Anschließend
war er Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Münsingen und Pfarradministrator in
Neuenstadt am Kocher. Seit 2005 betreute er als Pfarrer die Seelsorgeeinheit
Ries mit den Gemeinden Flochberg, Kirchheim am Ries, Dirgenheim,
Härtsfeldhausen, Utzmemmingen und Pflaumloch. „Nach 18 Jahren, in denen ich die
Gemeinden selbstständig und ohne Team betreut habe, betrete ich mit der neuen
Aufgabe als Krankenhausseelsorger in einem Seelsorgeteam Neuland. Das ist
hilfreich und ich bin dafür sehr dankbar“, erklärte Klimek, der am Ende des
Gottesdienstes die Segenswünsche seines neuen Seelsorgeteams bestehend aus
Pfarrerin Susanna Herr, Sr. Bincy Kandamparampil, Ruth Hartung und Ulrike Weiß
entgegennahm.
Für die BBT-Regionalleitung begrüßte Thomas Wigant herzlich
Pfr. Klimek. „Mein herzlicher Dank gilt dem Seelsorgeteam, das in ökumenischer
Eintracht die Sorge für die Menschen in und um unser Krankenhaus durchgetragen
hat, ebenso wie allen ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, den
Priestern im Ruhestand, Stadtpfarrer Frey und Dekan Stolarczyk, die die
Seelsorge in der vakanten Zeit mitgetragen haben“, betonte der Regionalleiter
der BBT-Region Tauberfranken-Hohenlohe Thomas Wigant. Die Arbeit in der
Krankenhausseelsorge sei theologisch so wertvoll, weil sie mit den Kolleginnen
und Kollegen aus der Pflege, dem Ärzteteam, der Reinigung und allen anderen
Berufsgruppen hier am Krankenhaus dafür sorge, dass Menschen all das bekämen,
was sie zu ihrer Genesung oder auch zur Begleitung ihrer letzten Wegstrecke des
Lebens brauchten. „Diese Aufgabe ist herausfordernd, manchmal auch körperlich
und nicht nur seelisch. 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche ist das
Team der Seelsorge des Caritas-Krankenhauses erreichbar und wird angefordert.
Die komplexen Erwartungen an Seelsorge und die Ausdifferenzierung der
Situationen erfordern an vielen Orten multiprofessionelle Teams. Ich bin sehr
dankbar, dass dieses Team hier gewachsen ist und freue mich, wenn Pfarrer
Klimek diesen Geist weitertragen kann“, so Wigant weiter. Symbolisch
überreichte er gemeinsam mit dem Hausoberen Michael Raditsch einen Schlüssel
und ein Herz aus Holz an den neuen katholischen Krankenhauspfarrer. Dem neuen
Klinikpfarrer gab er mit Blick auf das Evangelium des 1. Advent mit „Sie sind
so etwas wie ein Türsteher, der die Türen zu den Herzen und Seelen der 1.500
Mitarbeitenden, der Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen öffnen
darf. „Die Aufgabe eines Klinikpfarrers gehört mit zu den schönsten bei „Gottes
Bodenpersonal“, richtete Wigant das Wort an Klimek und sprach auch seinen Dank
an Bischof Emeritus Gebhard Fürst und das Ordinariat in Rottenburg aus für die
erfreuliche, zügige, zielführende und gewinnbringende Neubesetzung der Stelle
des katholischen Krankenhauspfarrers durch Hubert Klimek.
„Auch die Anbindung an eine stabile Gemeinde und der
sonntägliche Kontakt in Maria, Heil der Kranken sind mir sehr wichtig“, betonte
der neue katholische Krankenhauspfarrer. Es freue ihn außerdem sehr, dass mit
den Deutschordensschwestern, den Schwestern des Indischen Ordens der Anbetung
des Allerheiligsten Sakraments und dem Apostolischen Karmel auch
Ordensschwestern im Krankenhaus lebten und wirkten. Der langjährige
Wegbegleiter Klimeks Pfarrer i.R. Joachim Meckler würdigte in seinem Zeugnis
für Hubert Klimek seinen bisherigen Einsatz als Gemeindepfarrer. Dekan
Stolarczyk, der Hubert Klimek zu Beginn der Messe symbolisch als Zeichen für
die Arbeit im Krankenhaus Öle zur Salbung überreicht hatte, wünschte Klimek
abschließend die Offenheit des Herzens, die es brauche um Kranke und Sterbende
zu begleiten: „Der priesterliche Dienst im Krankenhaus ist wortwörtlich Arbeit
für die Ewigkeit.“