03.01.2023

Intensive Prüfung mit Erfolg abgeschlossen

Caritas-Krankenhaus erneut für hohe Kompetenz bei Therapie von Krebspatienten ausgezeichnet

Caritas-Krankenhaus erneut für hohe Kompetenz bei Therapie von Krebspatienten ausgezeichnet

Vier Experten der Deutschen Krebsgesellschaft haben das Prostatazentrum, das Brustzentrum und das Darmzentrum des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim nach zweitägiger intensiver Prüfung rezertifiziert. Die Zertifizierung bestätigt die konstant hohe Qualität der Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten in jeder Phase ihrer Erkrankung.

Die Bewertung der Arbeit in den Organzentren durch die vier Fachauditoren fiel ausnehmend positiv aus. Im Besonderen beeindruckte die Einstellung der Mitarbeitenden: „Sie haben eine tolle Atmosphäre in ihrem Team und es ist auffällig, mit welch hohem Engagement sie ihre Arbeit angehen“, betonte etwa Professor Dr. M. Schrauder mit Blick auf das Brustzentrum unter Leitung von Chefarzt Dr. Ulrich Schlembach. Als besonders erfreulich hob er die positive Fallzahlentwicklung und die Etablierung einer Studiengruppe hervor. „In Deutschland erkranken jährlich rund 57.000 Frauen an Brustkrebs, etwa jede neunte Frau wird im Lauf ihres Lebens mit dieser Krankheit konfrontiert. Durch bessere Früherkennung und Erfolge in der Therapie sinkt die Zahl der Todesfälle bei immer noch leichter Zunahme der Erkrankungsfälle. Um unsere Patientinnen optimal zu versorgen, arbeiten wir in unserem Brustzentrum intensiv in einem stetig wachsenden Netzwerk aus verschiedenen Fachabteilungen unseres Hauses zusammen“, erklärt Chefarzt Dr. Ulrich Schlembach.

Sehr gut aufgestellt

Auch die Bewertung des Prostatazentrums unter der Leitung von PD. Dr. Bernd Straub durch Fachauditor Dr. P. Schraube bestätigte die Qualität der Arbeit: „Sie sind gut aufgestellt, alles ist gut organisiert und die Mitarbeitenden wissen, worauf es ankommt“, betonte Dr. Schraube und hob u.a. die „konstant hohe Qualität der Arbeitsabläufe“ und die „sehr gut protokollierten und dokumentierten Tumorboardberichte“ hervor. Prostatakrebs ist mit rund 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung des Mannes. „Wird der Prostatakrebs in einem frühen Stadium entdeckt und richtig behandelt, sind die Heilungschancen und Überlebensraten sehr hoch“, betont PD Dr. Bernd Straub.

Regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen

Dr. R. Fischer-Lampsatis war beeindruckt von der gelebten Qualität im Darmzentrum unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Peter Baier. „Sie sind ein sehr gut eingespieltes Team und bieten ihren Patienten Operation und Therapie auf hohem Niveau“, unterstrich der Fachauditor. „Der Gesamteindruck im Rezertifizierungsaudit ist sehr positiv.“ Angesichts rückläufiger Fallzahlen beim Rektumkarzinom im Darmzentrum, die sich in direkten Zusammenhang mit der Pandemie bringen lassen, betonte Prof. Dr. Peter Baier, wie wichtig die regelmäßige Darmkrebsvorsorgeuntersuchung für den Behandlungsverlauf sei: „Etwa 29.000 Menschen sterben jährlich an Darmkrebs.“ Diese Zahl sei erschreckend, da Darmkrebs in sehr vielen Fällen heilbar sei, wenn er in einem frühen Stadium erkannt und richtig behandelt werde.

Informationsveranstaltungen und Fortbildungen

„Es war uns ein zentrales Anliegen, so schnell wie möglich wieder Informationsveranstaltungen und Fortbildungen für unsere Patientinnen und Patienten, aber auch für Einweisende durchzuführen“, erklärte der Leiter des Onkologischen Zentrums Tauberfranken Dr. Edgar Hartung in diesem Zusammenhang. Auch das große Engagement im Bereich Veranstaltungsaktivitäten beeindruckte die vier Fachauditoren der Deutschen Krebsgesellschaft. Darüber hinaus wurde besonders hervorgehoben der weitere Ausbau des palliativmedizinischen Konsildienstes.

Enge Zusammenarbeit in zertifizierten Zentren

Die drei Organzentren sind damit für drei weitere Jahre nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. In von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Zentren arbeiten alle an der Behandlung eines Krebspatienten beteiligten Fachrichtungen eng zusammen. Neben Chirurgen, Strahlentherapeuten, Radiologen, Onkologen, Gynäkologen, Urologen, Pathologen, Experten für die medikamentöse Tumortherapie, Palliativmedizinern und weiteren Fachdisziplinen gehören dazu unter anderem auch onkologische Pflegekräfte, Psychoonkologen und Sozialarbeiter, Ernährungsberatern. Die Zertifizierung erfolgt auf freiwilliger Basis.