19.07.2022
Als ACLS-Trainings-Site zertifiziert
Caritas-Krankenhaus ist Spezialist für die Weiterbildung von Notfallpersonal

Das Caritas-Krankenhaus ist gemeinsam mit dem angegliederten Bildungszentrum inzwischen zentraler Anbieter für Fort- und Weiterbildungen im Bereich der Notfallversorgung von Patienten. Jüngste Ausweitung des Angebots sind sog. „ACLS-Kurse“.
In der
interdisziplinären Notaufnahme des Caritas-Krankenhauses in Bad Mergentheim
werden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr alle lebensbedrohlichen Notfälle
mit modernster Medizintechnik von qualifizierten Ärzten und Pflegenden
versorgt. Rund 27.000 Patienten waren es im vergangenen Jahr. Die hohe
Kompetenz bei der Behandlung von Notfallpatienten gibt das Caritas-Krankenhaus
gemeinsam mit dem Caritas-Bildungszentrum inzwischen auch in mehreren
zertifizierten Weiterbildungen an Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie
Rettungssanitäter und alle Mitarbeitenden in der Notfallversorgung weiter, die
dafür aus ganz Süddeutschland ins Caritas-Krankenhaus nach Bad Mergentheim
kommen.
Training von Notfällen in ACLS-Kurs
Jüngste
Ausweitung des Angebots sind sog. „ACLS-Kurse“, in denen Notfallsanitäter*innen,
Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte in einem zweitägigen Kurs auf
Notfalleinsätze vorbereitet werden. „ACLS steht für Advanced Cardiac Life
Support und ist ein intensives Training, um Notfalleinsätze praxisnah
durchzuspielen“, erläutert Jürgen Weigand, Chefarzt der ZNA im
Caritas-Krankenhaus und einer von fünf zertifizierten Kursleitern. „Denn im
Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen und das gesamte Notfallteam gut
eingespielt sein.“ In Kleingruppen werden intensiv Teamarbeit, Kommunikation
und wichtige Versorgungsstrategien bei Notfällen des Herz-Kreislaufsystems mit
Schwerpunkt auf der Wiederbelebung (Reanimation) sowie bei Schlaganfällen
trainiert. Dafür wurde eigens eine spezielle Trainingspuppe angeschafft, mit
der sämtliche Notfallszenarien realitätsgetreu simuliert werden können. Die sehr guten
Unterrichtsmöglichkeiten und Kompetenzen der Trainer wurden kürzlich nach einem
Audit auch offiziell bestätigt: Das Caritas-Krankenhaus ist jetzt zertifiziert
als „ACLS Training-Site“ mit insgesamt fünf zertifizierten „Instruktoren“. Mitarbeitende
aus Kliniken im Einzugsgebiet von mehr als 100 Kilometern werden hier geschult,
darunter auch Mitarbeitende der Universitätsklinik Würzburg.
Fachweiterbildung Notfallpflege
Speziell an
Pflegekräfte richtet sich außerdem die zweijährige berufsbegleitende „Fachweiterbildung Notfallpflege“ für Krankenschwestern und Krankenpfleger, die in Notaufnahmen
von Krankenhäusern arbeiten. Nach den neuen Vorgaben des Gemeinsamen
Bundesausschusses sind Zentrale Notaufnahmen inzwischen verpflichtet, entsprechend
qualifiziertes Fachpersonal vorzuhalten. „Das Caritas-Bildungszentrum übernimmt
mit dieser Fachweiterbildung eine wichtige Qualifizierungsaufgabe für die
Notaufnahmen in der näheren und weiteren Umgebung“, betont der Leiter des
Bildungszentrums am Caritas-Krankenhaus Norbert Stolzenberger. „Die Teilnehmer
erlangen nicht nur medizinisch-pflegerische Kenntnisse und Fertigkeiten. Dazu
gehören auch persönliche und soziale Kompetenzen, um auf die Bedürfnisse der
Patienten und deren Angehörigen in akuten medizinischen Notfällen umfassend
eingehen und diese begleiten zu können.“
Schulungszentrum für Manchester Triage Sytem MTS
Bereits seit
2008 ist das Caritas-Krankenhaus außerdem eines von nur sechs Schulungs- und
Referenzzentren in ganz Deutschland für die Ersteinschätzung nach dem
Manchester Triage System (MTS). Dabei entscheiden qualifizierte Pflegekräfte
anhand von festgelegten Kriterien darüber, welche Patienten in der Notaufnahme
am dringlichsten behandelt werden müssen. „Entscheidend für die Reihenfolge der
Behandlung, ist nicht der Zeitpunkt, wann ein Patient in die Notaufnahme kommt“,
erläutert ZNA-Chefarzt Jürgen Weigand. „Wir versorgen die Patienten nach der
Schwere der Erkrankung und nach der Dringlichkeit, mit der die Patienten
behandelt werden müssen.“ Auch die Umsetzung eines solchen Triage-Systems ist seit
kurzem für die Notaufnahmen in Deutschland vorgeschrieben. Im
Caritas-Bildungszentrum werden pro Jahr mehr als 500 Pflegekräfte aus ganz
Süddeutschland in den zertifizierten Kursen geschult.
Fachweiterbildung „Anästhesie und Intensivpflege“
Schon seit
mehr als 30 Jahren werden im Caritas-Krankenhaus außerdem Pflegende in der
speziellen Fachweiterbildung „Anästhesie und Intensivpflege“ auf die Versorgung
von schwerkranken Patienten auf der Intensivstation vorbereitet. „Komplexe
Überwachungstechnik, Beatmungsgeräte, Dialysemaschinen, besorgte Angehörige:
die Arbeit auf einer Intensivstation verlangt von Ärzten und Pflegenden ein
hohes Maß an Fachwissen, volle Konzentration und intensive Zuwendung zu einem
kranken Menschen in einer Ausnahmesituation“, beschreibt Raphael Gerlach,
Leiter der Intensivstation Z2 im Caritas-Krankenhaus die Herausforderungen.
„Wie wichtig diese hochqualifizierten Pflegekräfte sind, wurde nicht zuletzt
während der Corona-Pandemie deutlich.“ Hier übernimmt das Caritas-Krankenhaus
mit der zweijährigen berufsbegleitenden Weiterbildung eine wichtige Aufgabe bei
der Ausbildung von dringend benötigten Fachkräften.
Organisiert
werden die Kurse über das Caritas-Bildungszentrum, das neben der
Pflegeausbildung zahlreiche Fort- und Weiterbildung für Gesundheitsberufe
anbietet. Telefon: 07931-58-3741


