14.09.2022
Start am 1. Oktober – Spezialist für Interventionelle Kardiologie und Echokardiographie
PD Dr. Sebastian Herrmann ist neuer Chefarzt der Medizinischen Klinik 1
Die Medizinische Klinik 1 im Caritas-Krankenhaus steht künftig unter Leitung von Privatdozent Dr. Sebastian Herrmann. Der neue Chefarzt wird seine Verantwortung zum 1. Oktober 2022 übernehmen und wird damit der Nachfolger des ehemaligen langjährigen Chefarztes PD Dr. Mathias M. Borst.
Mit PD Dr. Hermann kommt ein in allen Bereichen der konservativen und interventionellen Kardiologie erfahrener Facharzt ans Caritas-Krankenhaus, der sowohl im stationären wie ambulanten Bereich auf umfangreiche Expertise zurückgreifen kann und zugleich für innovative Organisationsmodelle steht. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, internistische Intensivmedizin, interventionelle Kardiologie (DGK), Herzinsuffizienz (DGK) und Sportkardiologie (DGK). Um das Team der Medizinischen Klinik 1 zu vervollständigen werden in den kommenden Monaten außerdem weitere Oberärzte hinzustoßen.
Nach seinem
Zivildienst im Rettungsdienst beim Bayerischen Rotes Kreuz und einem 2-jährigen
Aufenthalt in Australien und Italien absolvierte PD Dr. Hermann sein Studium an
der Universität Würzburg und arbeitete dort in der Medizinischen Klinik anschließend
auch als Assistenzarzt. Sein Schwerpunkt lag dabei vor allem in der Kardiologie,
auch seine Promotion schloss er in diesem Fachbereich mit magna cum laude ab. Er
forschte im klinischen Bereich zu Herzklappenerkrankungen, Echokardiographie
und MRT. Schon während seiner Assistenzarztzeit übernahm er wichtige
organisatorische Aufgaben: Im Bereich der interventionellen Herzklappentherapie
initiierte und organisierte er seit 2010 zusammen mit einem 8-köpfigen Team das
TAVI-Projekt(Transkatheter basierter Aortenklappenersatz) und seit 2012 das
Mitraclip-Projekt (Katheter basierte Verfahren zur Behandlung der
Mitralklappeninsuffizienz). Seit 2013 leitete er die strukturierte Ausbildung
der Assistenzärzte in der Echokardiographie. 2015 wurde er Oberarzt der Kardiologie
und leitete die Echokardiographie sowie die Kardiologische Normalstation am
Universitätsklinikum Würzburg. Zugleich übernahm er die organisatorische Leitung
der kardiologischen Ambulanz. Im Jahr darauf wurde er zusätzlich zum Oberarzt
der internistischen Intensivstation ernannt. Im Oktober 2018 wurde ihm von der
Universität Würzburg die akademische Lehrerlaubnis erteilt.
Im Juli 2018
wechselte PD Dr. Herrmann als Leitender Oberarzt, Leiter des Herzkatheterlabors
und der Echokardiographie an das Leopoldina-Krankhaus in Schweinfurt. Auch hier
war er für die Ausbildung von Assistenten und Oberärzten im Herzkatheterlabor
und in der Echokardiographie zuständig. Zuletzt arbeitete er in einer Kombination
aus stationärer und ambulanter Tätigkeit selbständig in eigener Praxis im
„Ambulanten Herzzentrum Am Stein“ sowie weiterhin als Leitender Oberarzt der
Leopoldina und zusätzlich mit 10 Prozent als Oberarzt an der Uni-Klinik
Würzburg.
„Dieses Modell schafft eine sehr gute und enge
Patientenbindung, da Diagnostik und Therapie in einer Hand bleiben, jedoch auch
die Möglichkeit bietet, die Infrastruktur und Expertise eines Maximalversorgers
im Sinne des Patienten zu nutzen“, beschreibt der 44-Jährige selbst seine bisherige
Stellenteilung. Eine enge Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung strebt
er auch für das Caritas-Krankenhaus an. Insgesamt sieht er die Chefarztstelle
am Caritas-Krankenhaus für sich als interessante Herausforderung die Zukunft
des Fachbereichs mitzugestalten. „Mein Ziel ist es, die hohe Qualität und das
Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten hier im Caritas zu
erhalten und künftig noch weiter auszubauen und das Spektrum mit modernen
Techniken und Strukturen der Kardiologie zu erweitern.“ Als Beispiel nennt er
u.a. die Interventionelle Klappentherapie sowie die invasive elektrophysiologische
Diagnostik und Therapie.
Wichtig ist ihm dabei
vor allem eine gute Kommunikation innerhalb des Teams über die Berufsgrenzen
hinweg. „Ein gutes Team lebt von einem guten Austausch zwischen Ärzten und
Pflegenden, nur gemeinsam kann man Veränderungen erreichen“, sagt PD Dr.
Herrmann. Auch die fachlich hochwertige Ausbildung der Assistenzärzte ist ihm
ein wichtiges Anliegen. „Das hat mich in den letzten Jahre immer begleitet und
macht mir Freude“, unterstreicht er. Dass das Caritas-Krankenhaus und die
BBT-Gruppe außerdem christlichen Grundwerte vertreten, begrüßt er sehr:
„Nächstenliebe und Barmherzigkeit sind auch aus meiner Sicht zentrale
Grundvoraussetzung für eine gute Kommunikation nach innen wie nach außen und
für ein funktionierendes Team, um den Kollegen und den Patienten mit einem hohem
Maß an Menschlichkeit zu begegnen.“


