06.10.2021

Examensfeier im Caritas-Krankenhaus – Ausbildung durch Corona-Pandemie geprägt

Zwölf junge Pflegekräfte haben Abschluss in der Tasche

Im Bildungszentrum am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim haben jetzt zwölf Auszubildende ihr Examen zum Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. zur Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Erfolg abgelegt. Um eine Anschlussstelle müssen sie sich keine Sorgen machen: sie sind gesuchte Fachkräfte und haben alle eine Stelle sicher, im Caritas-Krankenhaus werden sechs von ihnen übernommen.

Examensfeier CKBM

Im Bildungszentrum am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim haben jetzt zwölf Auszubildende ihr Examen zum Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. zur Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Erfolg abgelegt. Um eine Anschlussstelle müssen sie sich keine Sorgen machen: sie sind gesuchte Fachkräfte und haben alle eine Stelle sicher, im Caritas-Krankenhaus werden sechs von ihnen übernommen.

„Heute stehen Sie im Mittelpunkt und Sie können stolz sein, auf das, was Sie erreicht haben“, beglückwünschte der Hausobere des Caritas-Krankenhauses Michael Raditsch die Absolventinnen und Absolventen bei der Examensfeier am vergangenen Freitag im Caritas-Krankenhaus. „Sie nehmen nicht nur eine Fülle an Wissen mit auf ihren weiteren Berufsweg, sie sind auch in ihrer Persönlichkeit gewachsen. Machen Sie den Menschen weiterhin zum Mittelpunkt ihres Handelns, egal wo ihr Berufsweg Sie nun hinführt.“

Dem Glückwunsch schlossen sich auch Norbert Stolzenberger, Leiter des Caritas-Bildungszentrums, und Frank Feinauer, Pflegedirektor im Caritas-Krankenhaus an. Beide lobten die Absolventinnen und Absolventen ausdrücklich für ihre Flexibilität und das Engagement während der Corona-Pandemie. „Ihre dreijährige Ausbildungszeit war von Routine weit entfernt, sie war in den vergangenen eineinhalb Jahren vor allem durch die Pandemie geprägt“, hoben beide in ihren Ansprachen hervor. „Sie haben sich angepasst und jeden Tag auf neue Situationen eingestellt.“ So wurde der theoretische Unterricht zu Beginn der Pandemie zunächst abgesagt und in Praxisdienst umgewandelt, später in online-Unterricht umgestellt.  „Darüber hinaus waren ständig Umplanungen bei den Praxiseinsätzen auf den Stationen und in den Seniorenzentren erforderlich“, gab Norbert Stolzenberger einen kurzen Rückblick. „Sie haben dadurch aber auch in besonderem Maße gelernt, verantwortlich für andere zu arbeiten und sind während der Ausbildung als Persönlichkeiten gereift.“ Dazu gehörten etwa persönliches Engagement, Kompetenz, Charakter und die Haltung, mit der man auf die Menschen zugehe. „Neben dem reinen Fachwissen wollten wir Ihnen während der Ausbildung auch diese Eigenschaften mitgeben“, so der Leiter des Bildungszentrums. „Nun können Sie alles, was Sie gelernt haben, eigenverantwortlich umsetzen.“ Er bedankte sich beim Lehrerteam und den Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern auf den Stationen sowie bei den Angehörigen für die Unterstützung während der Ausbildung.

Zum Abschluss wandte sich Stolzenberger noch einmal an die frisch Examinierten: „Ich danke Ihnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und auch für ihre kritisch konstruktiven Rückmeldungen und wünsche Ihnen für die Zukunft viel Kraft und Ausdauer, Einfühlungsvermögen und Respekt gegenüber Menschen sowie viel Erfolg bei dem Erreichen ihrer Ziele und Gottes Segen.“ Die guten Wünsche ergänzte Frank Feinauer mit einem Appell an die jungen Pflegekräfte: „Kämpfen Sie für ihren Beruf und setzen Sie sich auch berufspolitisch für die Pflege ein! Zeigen Sie das die Pflege fordernd und schwierig, aber auch ein erfüllender Beruf ist“, so der Pflegedirektor. „Alle gemeinsam müssen wir dazu beitragen, auch die positiven Seiten des Pflegeberufs darzustellen.“ Zuversichtlich verwies er auf die aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes: Danach haben im Jahr 2019 rund 71.300 Menschen eine Ausbildung in einem Pflegeberuf begonnen, 8,2 % bzw. 5.400 mehr als ein Jahr zuvor.

Mit einem Rückblick in Gedichtform verabschiedete sich Klassenlehrer Oliver Weinmann von den ehemaligen Auszubildenden und wünschte Ihnen für die Zukunft “nur das Beste“. Auch im Rückblick der beiden Schülersprecher Zeynep Angun und Felix Beitel war Corona das beherrschende Thema. „Im Frühjahr 2020 kam die Pandemie und wir waren nicht nur dabei, sondern mittendrin, waren plötzlich Kontaktpersonen und in Arbeitsquarantäne, mussten nach der Arbeit direkt nach Hause“, so Felix Beitel.  „Während der Ausbildung waren wir bei den ersten und bei den letzten Lebensabschnitten von Menschen dabei, haben viel dazugelernt und haben uns weiterentwickelt und verändert.“ Mit persönlichen Geschenken bedankten sich die beiden beim gesamten Lehrerteam, und den Verantwortlichem im Caritas-Krankenhaus. Zum Abschluss erhielten die Absolventinnen und Absolventen die Brosche des Caritas-Verbandes, zur Erinnerung an die Ausbildung im Caritas-Krankenhaus.

Die erfolgreichen Absolvent*innen:    
Sardar Abassi (Bad Mergentheim), Laura Bartholme (Bad Mergentheim), Jule Beez (Weikersheim-Elpersheim), Felix Michael Beitel (Bad Mergentheim), Silvia Götz (Lauda-Königshofen), Xenja Gutschick (Lillstadt), Victoria Preiß (Ahorn-Berolzheim), Lena-Viktoria Stehle (Bad Mergentheim), Theresa Withopf (Tauberbischofsheim), Mamadou Siré Baldé (Tauberbischofsheim), Zeynep Angun (Buchen), Amy Maxime Köhler (Bieberehren)

Info Pflegeausbildung:
Seit dem Jahr 2020 gibt es die neue „generalistische“ Pflegeausbildung: Diese vereint die früher getrennten Ausbildungszweige Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege. Alle Auszubildenden werden künftig nach einheitlichen Vorgaben gemeinsam unterrichtet, dazu kommen abwechslungsreiche Praxiseinsätze in verschiedenen Abteilungen im Krankenhaus, in Seniorenheimen und bei ambulanten Pflegediensten. Die Ausbildung dauert drei Jahre und schließt erstmals 2023 mit der Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“ ab.