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04.08.2020

Studie der Hans-Böckler-Stiftung

Azubis in der Pflege verdienen am besten

Azubis in der Pflege verdienen am besten

Auszubildende in der Pflege liegen mit ihrem Verdienst an der Spitze aller Ausbildungsberufe in Deutschland. Das hat jetzt eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung ergeben.

Danach erhalten Auszubildende in der Pflege im 3. Ausbildungsjahr eine monatliche Vergütung von mehr als 1.300 Euro und liegen damit an erster Stelle gefolgt von Auszubildenden in der Versicherungsbranche und in der Metall- und Elektroindustrie, die eine monatliche Vergütung von 1.200 Euro erhalten. Lediglich im Bauhauptgewerbe sind in einigen Bundesländern im letzten Lehrjahr höhere Vergütungen möglich, allerdings dauert die Ausbildung hier z.T. länger als drei Jahre. Für die Studie wurden die aktuellen Ausbildungsvergütungen in insgesamt 20 verschiedenen Tarifbranchen ausgewählt.

Pflege bereits im ersten Ausbildungsjahr an der Spitze
Große Unterschiede bei den tarifvertraglichen Ausbildungsvergütungen zeigen sich bereits im ersten Ausbildungsjahr: Demnach liegen die Vergütungen in fünf großen Tarifbranchen oberhalb von 1.000 Euro pro Monat, berichtet die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung. Hierzu gehört der Öffentliche Dienst (Bund und Gemeinden) und insbesondere die Pflegeberufe, die im ersten Ausbildungsjahr 1.140 Euro pro Monat erhalten. Etwas darunter bewegen sich die Ausbildungsvergütungen im Versicherungsgewerbe (1.040 Euro) und dem Bankgewerbe (1.036 Euro) sowie in der Metall- und Elektroindustrie (in Baden-Württemberg 1.037 Euro) und der Chemischen Industrie. Die Mehrzahl der Tarifvereinbarungen liegt für das erste Ausbildungsjahr zwischen 700 und 900 Euro. Lediglich in vier Branchen (Landwirtschaft, Bäckerhandwerk, Floristik und Friseurhandwerk) finden sich noch tarifvertraglich vereinbarte Ausbildungsvergütungen von unter 700 Euro. Das Schlusslicht bildet das Friseurhandwerk in Thüringen mit einer tariflichen Ausbildungsvergütung von 325 Euro.

Angleichung von Krankenpflege und Altenpflege
„Die Studie belegt, dass die Ausbildung in der Pflege für die jungen Menschen nicht nur erfüllend und sinnstiftend ist. Die Auszubildenden bekommen auch von Anfang an ein attraktives Gehalt“, unterstreicht Norbert Stolzenberger, Leiter der Pflegeausbildung am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim und am Krankenhaus Tauberbischofsheim. Das werde in der Öffentlichkeit oft nicht wahrgenommen. „Die neue generalistische Pflegeausbildung macht hier übrigens keinen Unterschied mehr zwischen Krankenpflege und Altenpflege. Es gibt nur noch eine gemeinsame Ausbildung mit vielen praktischen Einsätzen im Krankenhaus, in Seniorenzentren oder bei ambulante Pflegediensten und die Tarif-Vergütung ist für alle Azubis gleich.“

Zahlung nach Tarif in allen BBT-Einrichtungen
Das gilt z.B. auch für alle Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, im Krankenhaus Tauberbischofsheim und in den drei BBT-Seniorenzentren Haus Heimberg (Tauberbischofsheim), St. Barbara (Grünsfeld) und St. Hannah (Distelhausen). Hier werden alle Auszubildenden nach Tarif bezahlt. „Die Pflegeausbildung bereitet unsere Schülerinnen und Schüler auf einen verantwortungsvollen und hoch qualifizierten Beruf vor, der viele Perspektiven bietet. Das schlägt sich auch in der Vergütung nieder“, betont der Pflegedirektor im Caritas-Krankenhaus Frank Feinauer. „Als examinierte Pflegerin oder Pfleger ist man eine gesuchte Fachkraft mit einem guten Gehalt, das zusätzlich durch Schicht- und Wochenendzulagen aufgestockt werden kann.“ Außerdem gebe es viele Fachweiterbildungen zum Beispiel im Bereich Intensivpflege, onkologische Fachpflege, geronto-psychiatrische Fachpflege oder Pflegemanagement. „Der Beruf ist extrem vielfältig und bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten. Und das Wichtigste: Pflege heißt jeden Tag Kontakt und Arbeit mit Menschen – sei es mit Kollegen, Patienten oder Bewohnern.“

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