09.04.2020

Klinik behandelt weiter auch alle nicht-infektiösen Notfälle, wie Stürze, Herzinfarkt und Schlaganfall

Weitere Beatmungsplätze für COVID-Patienten

Weitere Beatmungsplätze für COVID-Patienten

Im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim werden zurzeit rund 30 COVID-Patienten stationär behandelt. Dazu kommen noch einmal etwa genauso viele Verdachtsfälle, die auf der Quarantänestation isoliert werden, bis das endgültige Testergebnis vorliegt.

"Bei diesen Patienten gelten nahezu dieselben Hygieneregeln, wie bei den COVID-Erkrankten. Das heißt die Ärzte und das Pflegepersonal tragen bei jedem Patientenkontakt eine Schutzausrüstung mit Schutzkittel, Schutzbrille und Mund-Nasenschutz bzw. FFP2-Maske", erläutert der Ärztliche Direktor Dr. Ulrich Schlembach. Die Mehrheit der COVID-Patienten, die im Caritas-Krankenhaus behandelt werden, haben mittelschwere Verläufe. "Täglich können wir einige von Ihnen nach überstandener Krankheit wieder entlassen. Das motiviert uns sehr bei unserer Arbeit", so Dr. Schlembach. "Allerdings sehen wir auch einige schwere und sehr schwere Verläufe", räumt er ein.

Sechs zusätzliche Beatmungsplätze eingerichtet
Für solche Patienten stehen auf den Intensivstationen deutlich mehr als 20 Beatmungsplätze zur Verfügung. Zusätzlich   wurden im Ambulanten OP-Zentrum (AOP) sechs weitere Beatmungsplätze geschaffen. "Da wir alle planbaren ambulanten Operationen abgesagt oder verschoben haben, haben wir die Räume dort vorsorglich zu einem weiteren Intensivbereich mit sechs Plätzen umgebaut. Narkosegeräte aus dem Zentral-OP werden dort als Beatmungsgeräte eingesetzt", so Pflegedirektor Frank Feinauer. Bisher wurden diese zusätzlichen Beatmungsplätze noch nicht gebraucht. "Aber wir wissen, dass die Anzahl der Beatmungsplätze entscheidend wichtig ist, deshalb bereiten wir uns vor."

Behandlung von nicht-infektiösen Patienten geht weiter
Weitere Intensivkapazitäten stehen im Aufwachraum zur Verfügung. "Diesen räumlich getrennten Bereich im Haus D brauchen wir auch für alle nicht infektiösen Patienten, die nach wie vor im Caritas-Krankenhaus aufgenommen werden. Denn selbstverständlich behandeln wir nach wie vor alle Notfallpatienten wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Sturzverletzungen, Arbeitsunfälle oder auch Blinddarmentzündungen", betont er. Alle medizinisch dringend erforderlichen Behandlungen und Eingriffe können in separaten Räumen durchgeführt werden. "Dank unserer umsichtigen Vorbereitungen haben wir im Caritas-Krankenhaus eine strikte Trennung zwischen den COVID-Patienten und den Verdachtsfällen im Bettenhaus E sowie allen anderen Patienten in den übrigen Bettenhäusern geschaffen. Damit wollen wir eine Weiterverbreitung des Virus nach Möglichkeit unterbinden", so Dr. Schlembach.

Personal in Bereitschaft
Für die anstehenden Osterfeiertage befindet sich zusätzliches Personal in Bereitschaft, das bei Bedarf kurzfristig auch eine steigende Zahl an Patienten versorgen kann. "Auch wenn die Belastung für die Ärzte und Pflegenden zunimmt   - wir spüren in unseren Teams einen großen Zusammenhalt und ein gutes Miteinander zwischen allen Berufsgruppen. Dazu tragen auch die Zeichen der Wertschätzung und Solidarität in Form von Spenden und Aktionen verschiedener Firmen und Privatpersonen bei, die uns zusätzlich motivieren. Im Namen aller Mitarbeitenden ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die uns auf diese Weise unterstützen."

Dank für zahlreiche Spenden
Das Caritas-Krankenhaus dankt allen Spendern für ihre Unterstützung und das Zeichen der Verbundenheit:

  • Firma Würth
  • Parfümerie Ruppert, Bad Mergentheim
  • Modehaus Kuhn, Bad Mergentheim
  • Eiscafé Venezia, Bad Mergentheim
  • Sparkasse Tauberfranken
  • Familie Werner Erdmann
  • Pizzeria im Weberdorf, Bad Mergentheim
  • Footballteam Tauberfranken Wolfpack
  • Katholische Kirchengemeinde St. Johannes Bad Mergentheim