03.07.2019
Rund 400.000 Menschen in Deutschland leiden an Parkinson. Diese chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems zeigt sich vor allem durch die typischen Symptome wie Zittern, verlangsamte Bewegungen, steife Muskeln und verminderte Mimik. Nach der großen Resonanz im vergangenen Jahr bietet das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim am Samstag, 13. Juli von 10:00 bis 14:30 Uhr zum zweiten Mal einen Patiententag zum Thema Parkinson an. Schwerpunkte sind Blasenstörungen, Fahrtauglichkeit und medikamentöse Therapie.
Therapeuten geben daneben viele praktische Tipps, um den Alltag
mit Parkinson besser bewältigen zu können.
"Viele Betroffene
leiden als Folge ihrer Parkinson-Erkrankung an Blasenfunktionsstörungen, wie z.B.
häufiger und starker Harndrang, Probleme beim Entleeren der Blase und
gelegentlich auch ungewollter Urinabgang. Für
viele ist das noch immer ein Tabuthema", erläutert Privatdozent Dr. Mathias
Buttmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Caritas-Krankenhaus. "Beim
Parkinson-Tag im Caritas-Krankenhaus wird das einer der Schwerpunkte sein, über
die wir informieren." Der Facharzt für Urologie Dr. David Brix wird in seinem
Vortrag über "Blasenstörungen bei Parkinson" die verschiedenen
Therapiemöglichkeiten ausführlich vorstellen.
Hilfe durch medikamentöse Therapie
Kann ich mit
Parkinson noch uneingeschränkt Auto fahren oder muss ich meinen Führerschein
abgeben? Diese Frage beschäftigt ebenfalls viele Betroffene. Welche Kriterien
es bei der Beurteilung der Fahrtauglichkeit gibt, erläutert der Neurologe Dr.
Herbert Hock in seinem Vortrag. Außerdem informiert die Oberärztin der
Neurologie im Caritas-Krankenhaus Barbara Schweigert über Möglichkeiten der medikamentösen
Behandlung von Parkinson. "Hier
gibt es verschiedene wirksame Therapien, die Symptome der Parkinson-Erkrankung zu
lindern", betont die erfahrene Fachärztin für Neurologie.
Praktische Tipps für Betroffene im Alltag
Eine wichtige
Rolle bei der Behandlung spielt die Unterstützung durch Ergotherapeuten,
Physiotherapeuten und Logotherapeuten. Beim Patiententag demonstrieren in der
Parkinson-Behandlung erfahrene Therapeuten aus der Logopädie, Physio- und
Ergotherapie des Caritas-Krankenhauses praktische Übungen, um den Alltag mit
Parkinson besser bewältigen zu können. Pflegekräfte geben alltagsnahe Tipps und
Hilfen für Betroffene und deren Angehörige. Der Pflegestützpunkt
Main-Tauber-Kreis informiert außerdem über weitere Ansprechpartner und
Adressen, die Unterstützung für Betroffene anbieten. Sanitätshäuser
präsentieren den Besuchern Hilfen für den Alltag. Tamara Roth und Barbara
Dezini-Kehl stehen als Ansprechpartnerinnen der Selbsthilfegruppen bereit und
berichten über ihre Arbeit.
Ärzte und Therapeuten beantworten die Fragen der Besucher
Viel Zeit ist
für die Fragen der Besucher eingeplant: Alle Referenten, Therapeuten und
Pflegekräfte stehen in der Pause und noch einmal nach Abschluss der Vorträge für
Fragen zur Verfügung. Der Eintritt zum
Patiententag ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Parken ist an
diesem Tag kostenlos.
Hier finden Sie das ausführliche Programm als pdf zum Herunterladen.