28.10.2019
10. MS-Tag im Caritas

Für MS-Betroffene in der Region hat sich der jährliche MS-Tag als wichtiger Anlaufpunkt für aktuelle Informationen zu Fortschritten und Entwicklungen bei der Therapie der chronisch entzündlichen Nervenerkrankung Multiple Sklerose etabliert. Am Samstag, dem 16. November, lädt das Caritas-Krankenhaus alle Betroffenen und Interessierten zum Informationstag rund um das Thema MS ein. Ärzte und Therapeuten stehen von 10 bis 15 Uhr für die Fragen der Besucher bereit und geben praxisnahe Tipps für den Alltag mit MS.
Der Chefarzt
der Klinik für Neurologie am Caritas, Privatdozent Dr. Mathias Buttmann gibt in
seinem Vortrag einen Rückblick auf zehn Jahre Fortschritte und Erfolge, aber
auch Fehlschläge und Probleme in der medikamentösen MS-Therapie. "Was haben wir
erreicht, welche Fragen sind noch ungelöst und wo könnte die Reise hingehen?"
Diesen Fragen stellt sich der Facharzt für Neurologie und anerkannte MS-Experte,
der seit Jahren auch als ärztlicher Beirat in der Deutschen Multiple Sklerose
Gesellschaft DMSG aktiv engagiert ist.
Medikamente, Sport, Naturheilkunde bei MS
Große
Bedeutung haben neben der medikamentösen Therapie unterstützende und
begleitende Ansätze beim Umgang mit MS. So können Sport und Bewegung nachweislich
helfen, die Lebensqualität bei MS zu verbessern. Mit dem Thema "Sport und
Bewegung bei MS" wird sich Prof. Dr. Mathias Mäurer, Chefarzt der Klinik für
Neurologie im Juliusspital Würzburg, in seinem Vortrag beschäftigen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse
vorstellen.
Von großem
Interesse, jedoch teils umstritten ist die Wirkung von naturheilkundlichen Methoden
bei MS. "Welche Ansätze bietet die Naturheilkunde bei MS? Welche Wirkungen sind
wissenschaftlich belegt, welche Verfahren können Symptome mildern und wovon
muss man abraten?" Diese spannenden Fragen beantwortet Prof. Dr. Roman Huber,
Leiter des Zentrums für Naturheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg. Die
drei Referenten stehen im Anschluss an ihre Vorträge für Fragen der Besucher zur
Verfügung. Neurologen des Caritas stellen sich außerdem in der Fragerunde "Meet
the Expert" gemeinsam mit niedergelassenen Neurologen aus dem Main-Tauber-Kreis
den Fragen der Betroffenen und Gäste. In den Pausen sind außerdem wieder
Einzelgespräche mit den Neurologen möglich.
Praxisnahe Tipps in Workshops und an Infoständen
Eingebettet
sind die Vorträge auch in diesem Jahr in ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen
Infoständen und Workshops. Die Physiotherapeutin Karin Lessing stellt Bewegungsübungen
für MS-Betroffene vor; die Logopädin Jacqueline Reinhard informiert über Hilfe
bei Schluckstörungen; die Ergotherapeutin Susanne Ziegler gibt Tipps zum
Training kognitiver Fähigkeiten und zwei speziell weitergebildete
Krankenpfleger demonstrieren unterstützende Pflegetechniken wie Kinaesthetics. Auch das Thema Aromatherapie
ist kompetent vertreten. Rund um Hilfen und Leistungen bei Krankheit und
Pflegebedürftigkeit informiert der Pflegestützpunkt des Main-Tauber-Kreises.
Mehrere Sanitätshäuser stellen Hilfsmittel für den Alltag mit MS vor. Außerdem
präsentieren die örtliche AMSEL-Selbsthilfegruppe und die DMSG-Landesverbände
Baden-Württemberg und Bayern wichtige Angebote für Betroffene.
Das Programm als pdf zum Herunterladen.


