21.03.2019
Zehn neue Pflegeprofis gefeiert

Im Bildungszentrum am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim haben vergangene Woche zehn Auszubildende ihr Pflege-Examen abgeschlossen. Alle Auszubildenden haben eine Anschlussstelle gefunden – vier der zehn frisch Examinierten bleiben im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim.
"Offen,
herzlich, korrekt und humorvoll: So habe ich Sie alle kennengelernt und ich
mich muss zugeben, gerne lasse ich Sie nicht ziehen", sagte Klassenlehrerin Ruth
Herrmann bei der Examensfeier für die zehn frisch examinierten Pflegekräfte der
Klasse 16/19 iPA des Caritas-Bildungszentrums. Bei diesem letzten offiziellen
Termin bevor sich die Wege aller trennen, freue sie sich für und mit ihren Schülerinnen
und Schülern über das Geschaffte und das, was jetzt nach drei langen Jahren des
Lernens vor ihnen liege: "Auch wenn es sicherlich nicht immer einfach war,
freue ich mich heute in viele strahlende Gesichter zu blicken und zu wissen,
dass sich die Mühen aller gelohnt haben. Sie starten in einen tollen,
abwechslungsreichen Beruf." In knapp 3000
Stunden Praxiseinsatz und 2100
Stunden Theorie, bei denen alle immer mit Elan dabei gewesen seien, hätten die
Schülerinnen und Schüler gelernt, Dinge kritisch zu betrachten und zu
hinterfragen und Patienten fachlich korrekt und emphatisch zu pflegen. Sie gab
ihren ehemaligen Schülern mit auf den Weg: "Bleiben Sie neugierig! Es gibt
immer etwas, was sie tun und erfolgreich meistern können. Die Basis Ihres Tuns
ist das Wissen und das Können. Das haben Sie mit ihrem erfolgreich abgelegten
Examen unter Beweis gestellt."
Ruth Herrmann
habe "das Unternehmen Ausbildung" für die zehn examinierten Pflegerinnen und
Pfleger in die richtige Richtung gelenkt, sagte Norbert Stolzenberger, Leiter
des Caritas-Bildungszentrums. Vieles verändere sich für die jungen Frauen und
Männer mit dem heutigen Tag. "Ich bin mir sicher, Sie alle konnten in den
vergangenen drei Jahren das nötige Selbstvertrauen hinzugewinnen."
Stolzenberger dankte den ehemaligen Auszubildenden für die immer gute und
konstruktive Zusammenarbeit und ermunterte sie, im Berufsleben etwas zu
riskieren und damit etwas zu bewegen. "Dass das möglich ist, zeigt uns das Beispiel
der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die es geschafft hat, von der ganzen
Welt gehört zu werden und die viele Menschen animiert hat, gemeinsam für mehr
Umwelt- und Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Bevor Sie sich jetzt aber neuen
Herausforderungen widmen, dürfen Sie Ihren Erfolg heute gebührend feiern. Das
haben Sie sich verdient!"
Frank
Feinauer, Pflegedirektor des Caritas-Krankenhauses und Caritas-Hausoberer Dr.
Oliver Schmidt würdigten die frisch Examinierten in einer Fragerunde, die allen
Anwesenden einen Einblick in die Ausbildungszeit der ehemaligen Schüler gab. Es
wurde deutlich, dass bei allen am Ende viele schöne Erinnerungen an ihre Ausbildungszeit
im Caritas-Bildungszentrum bleiben. So etwa die Kennenlernwoche in Weißenbach
in Tirol mit viel Unterricht, aber auch ausgiebigen Wandertouren und lustigen gemeinsamen
Abenden. Auch Ausflüge in den Klettergarten und ins Museum oder prägende
Ereignisse wie ein Seminar zum Thema "Trauer, Tod und Sterben" bleiben allen
noch lange im Gedächtnis. "In den drei Jahren haben Sie demnach nicht nur für
Ihren Beruf sondern für Ihr Leben gelernt und zum heutigen erfreulichen
Schlusspunkt gratulieren wir Ihnen von Herzen", sagte Dr. Oliver Schmidt zu den
ehemaligen Schülern gewandt. Frank Feinauer ergänzte: "Danke auch an Lehrer,
Dozenten und Praxisanleiter, die Ihnen das notwendige Rüstzeug mitgegeben und
Sie auf diesem Weg begleitet haben." Er gratulierte den neuen Kollegen auch mit
der Hoffnung, dass Sie der Pflege lange treu bleiben und sich auf diesem Gebiet
weiterbilden. "Ihnen stehen alle Türen offen. Machen Sie was draus."
Hans-Jürgen Schuster
bedankte sich im Anschluss im Namen aller ehemaligen Auszubildenden für eine
spannende, prägende Zeit. Das Wort
"Examen" stellte er in seiner Ansprache in den Mittelpunkt und formulierte für
jeden Buchstaben neue Schlagworte, die für ihn in der Ausbildungszeit prägend
waren. Er dankte den Pflegepädagogen und den Teams auf den Stationen für viel
Humor, Spaß am Beruf und für die nötige Ernsthaftigkeit während der
Praxiseinsätze und der Pflege der Patienten.
Traditionell verlieh der
stellvertretende Bildungszentrumsleiter Stefan Bier den frisch examinierten
Gesundheits- und Krankenpflegern*innen die Caritas-Brosche mit dem Flammenkreuz
als bleibendes Zeichen für die Sorge um menschliche Wärme, Geborgenheit und
Zuwendung. Die Verleihung fand bereits rund 90 Mal statt, mehr als 2000
Pflegekräfte nennen sie bereits ihr Eigen. Nach einer zweiwöchigen Pause starten
die jungen Pflegekräfte am 1. April in den Beruf.
Die jungen Pflegekräfte sind:
Gesundheits- und Krankenpflege:
Vanessa Böger (Buchenbach), Niklas Estenfelder (Binau), Maria Frank (Lauda-Königshofen), Eva-Maria Freiling (Wehrheim), Nina Kusnezow (Walldürn), Patrizia Pröger (Markelsheim), Hans-Jürgen Schuster (Igersheim), Maren Ziegelbauer (Blaufelden), Tim Zimmermann (Bad Mergentheim)
Gesundheits- und Kinderkrankenpflege: Jasmin
Scholl (Hausen/Rieden)


