15.03.2019
Dr. Schlembach neuer Ärztlicher Direktor
Der Ärztliche Direktor ist die zentrale Schnittstelle zwischen Medizin und Management und hat damit bei der Steuerung und Weiterentwicklung eines Krankenhauses eine entscheidende Aufgabe. Seit Anfang des Jahres hat Dr. Ulrich Schlembach diese Aufgabe von seinem Vorgänger Prof. Eingartner im Caritas-Krankenhaus übernommen. Am vergangenen Mittwoch wurde er offiziell in sein neues Amt eingeführt.
"Die Arbeit als Ärztlicher Direktor bedeutet zusätzliche Arbeit, ist Dienst und Herausforderung, aber auf jeden Fall auch spannend und mit der Möglichkeit die Entwicklung des Hauses mitzugestalten", betonte der Hausobere des Caritas-Krankenhauses Dr. Oliver Schmidt in seiner Begrüßung. Für diese zusätzliche Arbeit in den vergangenen zwölf Jahren gebühre vor allem Prof. Dr. Eingartner großer Dank, der sich mit großem Engagement und seiner ganzen Persönlichkeit eingebracht habe. Zugleich wandte sich der Hausobere an Dr. Schlembach: "Danke für Ihre Bereitschaft diese Aufgabe zu übernehmen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir im Direktorium das Caritas-Krankenhaus in den kommenden Jahren weiter entwickeln. Gottes Segen für unser gemeinsames Tun!" Neuer stellvertretender Ärztlicher Direktor ist Privatdozent Dr. Mathias Buttmann.

Dank an Prof. Dr. Christoph Eingartner
Mit persönlichen
Worten dankte auch der Regionalleiter der BBT-Gruppe Thomas Wigant für das
"herausragende Wirken" von Prof. Dr. Eingartner. Seit 2006 habe man zunächst
gemeinsam im Direktorium des Caritas-Krankenhauses, später in anderen Rollen
die Verantwortung für das Caritas-Krankenhaus getragen. "Dabei haben wir in
intensiven und manchmal auch kontroversen Diskussionen viele Themen
vorangebracht, was unserem freundschaftlichen Kontakt keinen Abbruch getan hat",
so Wigant.
Vernetzung der medizinischen Angebote in der Region Tauberfranken-Hohenlohe
Dr.
Schlembach und PD Dr.Buttmann gehören damit genau wie Dr. Mathias Jähnel und
Dennis Sankat vom Krankenhaus Tauberbischofsheim sowie zum Kreis der Ärztlichen
Direktoren der BBT-Gruppe in der Region Tauberfranken-Hohenlohe. Diese umfasst insgesamt
25 Einrichtungen, darunter derzeit die Krankenhäuser in Bad Mergentheim,
Tauberbischofsheim, Öhringen und Künzelsau sowie zwölf Seniorenheime und vier
Bildungszentren mit insgesamt rund 3.000 Beschäftigten und einem Einzugsbereich
von Wertheim im Norden bis Pfedelbach im Süden. Die medizinisch-pflegerischen
Angebote aller Einrichtungen gelte es zum Wohle der Patienten und Bewohner
miteinander zu vernetzen, betonte Regionalleiter Thomas Wigant.
Hochwertige Versorgung der Menschen langfristig sicherstellen
Er ging in
seiner Ansprache auf die zunehmenden regulatorischen Eingriffe und staatlichen
Vorgaben durch die Gesundheitspolitik der vergangenen Jahre ein. Immer neue
Gesetze führten zu permanent steigendem Dokumentations- und Verwaltungsaufwand
und dies vor dem Hintergrund knapper finanzieller Mittel. "Wenn jetzt
zusätzlich Geld für die Pflege in den Krankenhäusern versprochen wird, fürchten
wir, dass dieses Geld an anderer Stelle gekürzt wird", mahnte er. Daher stünden
die Verantwortlichen im Krankenhaus immer vor einer Güterabwägung zwischen
Wirtschaftlichkeit einerseits und der Sicherung einer guten medizinischen
Versorgung andererseits. "Im Caritas-Krankenhaus und den anderen Einrichtungen
der BBT-Gruppe diskutieren wir dieses Spannungsfeld immer wieder sehr intensiv.
Und hierbei haben der Ärztliche Direktor und der Pflegedirektor immer ein
besonderes Gewicht als Vertreter der ärztlichen und pflegerischen Interessen",
so Wigant. Ziel aller Bemühungen bleibe es, die Versorgung von Patienten
langfristig und in hoher Qualität zu sichern. Mit Dr.
Schlembach habe man nun einen langjährigen Chefarzt und auch in der Rolle des
Ärztlichen Direktors bereits erfahrene Persönlichkeit für die anstehenden Herausforderungen
gewinnen können. "Danke an Ihre Bereitschaft, die Aufgabe als Ärztlicher
Direktor zu übernehmen. Und Ihnen viel Glück und Erfolg im Namen der BBT-Geschäftsführung
und aller Kolleginnen und Kollegen aus dem Caritas."
Dr. Schlembach will Zukunft des Caritas mitgestalten
Dr. Ulrich
Schlembach, der in der Vergangenheit bereits im Klinikum am Plattenwald und in
den SLK-Kliniken Heilbronn als Ärztlicher Direktor tätig war, beschrieb in
seine Ansprache, seine Motive sich erneut und nun für das Caritas-Krankenhaus in
die Verantwortung nehmen zu lassen. Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und
Pflichterfüllung seien für ihn wichtige Werte,
erläuterte er. "Das Caritas-Krankenhaus ist keine Insel der
Glückseligen, aber es bietet eine gute, gesunde Ausgangsposition, um weiter
erfolgreich in die Zukunft zu arbeiten. Diese Aufgabe mitzugestalten, darauf
freue ich mich."
Genfer Gelöbnis als Richtschnur
Er
bekräftigte die besondere Rolle des Arztes in der Leitung eines Krankenhauses
und verwies dabei auf das Genfer Gelöbnis, die moderne Fassung des
Hippokratischen Eides. Darin werden die besondere Verantwortung des Arztes für
seine Patienten, die Achtung der Würde und Autonomie des Patienten sowie der
sorgsame Umgang miteinander und mit Kolleginnen und Kollegen formuliert. Dies
bilde für ihn die Grundlage seines ärztlichen Tuns aber auch für seine
Managementaufgabe im Direktorium. "Dafür bitte ich alle Kolleginnen und
Kollegen um professionelle Unterstützung", so Dr. Schlembach zum Abschluss.


