Zur Unternehmensseite
Barrierefrei-Menü
Schrift
NormalGroßSehr groß
Kontrast
NormalStark
Bilder
AnzeigenAusblenden
Vorlesen
Vorlesen starten
Vorlesen pausieren
Stoppen

05.02.2018

Caritas-Krankenhaus sichert Versorgung bei Schlaganfall

Caritas-Krankenhaus sichert Versorgung bei Schlaganfall

Für die kompetente Behandlung von Patienten mit Schlaganfall wurde das Caritas-Krankenhaus jetzt zum dritten Mal in Folge als "Regionale Stroke Unit" ausgezeichnet. Neben der medizintechnischen Ausstattung wurde von den Fachprüfern besonders die hohe Qualität der Versorgung durch die Ärzte, Pflegenden und Therapeuten gelobt.

Es geschieht scheinbar wie aus heiterem Himmel - rund 260.000 Menschen trifft jedes Jahr in Deutschland "der Schlag", sie erleiden einen Schlaganfall. Häufig sind bleibende Behinderungen oder Pflegebedürftigkeit die Folge. Um dies zu vermeiden, ist bei einem Schlaganfall schnelles Handeln wichtig - vor allem die Versorgung in einer spezialisierten Schlaganfallstation verbessert die Prognose für die Betroffenen erheblich. Im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim gibt es seit einigen Jahren eine solche spezialisierte Station, die sog. "Stroke Unit". Hier werden jährlich rund 600 Patienten versorgt. Für die gute Behandlung von Schlaganfallpatienten wurde das Caritas-Krankenhaus jetzt zum dritten  Mal in Folge von der Deutschen Schlaganfallsgesellschaft als "Regionale Stroke Unit" ausgezeichnet.

Rasche Lyse-Therapie auf der Stroke Unit
"Die Stroke Unit ist eine Art Halbintensivstation, auf der sich Ärzte, Therapeuten und speziell geschultes Pflegepersonal rund um die Uhr um die Betreuung von Schlaganfallpatienten in der Akutphase kümmern", erläutert Privatdozent Dr. Mathias Buttmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. "Hier werden die lebenswichtigen Werte wie Puls, Blutdruck, Temperatur, Atemfrequenz und Sauerstoffsättigung des Blutes rund um die Uhr überwacht; ebenso wie die Hirndurchblutung mithilfe moderner Ultraschalldiagnostik." Falls möglich werde frühzeitig die sog. Lyse-Therapie eingeleitet. Dabei werden die Blutgerinnsel, die bei einem Schlaganfall die Blutgefäße verschließen, mit Hilfe von Medikamenten aufgelöst und das Gehirn wird schnell wieder durchblutet.

Gezielte Reha-Maßnahmen für die Patienten
"Mit der raschen Behandlung auf unserer Schlaganfallstation können wir die gefürchteten Folgeschäden wie Lähmungen, Sprach- oder Gleichgewichtsstörungen oft zumindest eindämmen und zum Teil sogar ganz verhindern", beschreibt der Chefarzt das Ziel der Therapie auf der Stroke Unit. Neben der modernen Medizintechnik und der ärztlichen Therapie sei der engagierte Einsatz des therapeutischen Teams entscheidend. "Wichtig ist,  dass unsere erfahrenen Physio-, Logo- und Ergotherapeutinnen ebenso wie das speziell ausgebildete Pflegepersonal so früh wie möglich mit Rehabilitationsmaßnahmen beginnen. Gezielte Bewegungsübungen, Sprech- und Gedächtnistraining helfen dem Patienten, seine Alltagsfähigkeiten wiederzugewinnen. Außerdem berät der Sozialdienst frühzeitig über weitere Reha-Möglichkeiten nach der Entlassung und organisiert diese. Und ganz wichtig ist uns allen zusammen, den uns anvertrauten Patienten in ihrer schwierigen Lage menschliche Geborgenheit zu vermitteln."

Zertifikat Regionale Stroke Unit

Auditoren loben hohe Qualität der Versorgung
Dass diese Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen im Caritas-Krankenhaus sehr gut funktioniert, bestätigten auch die externen Prüfer im Auftrag der Deutschen Schlaganfallsgesellschaft in ihrem zweitägigen Audit. Neben der hervorragenden Qualität der ärztlichen Versorgung mit Fachärzten aus mehreren Bereichen, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen, lobten sie vor allem "hohe Kompetenz und Ausbildungsgrad der Pflege" sowie das Engagement aller an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen. "Sie haben ein tolles Team in einer tollen Struktur", betonte der leitende Fachauditor Prof. Dr. René Handschu.

Versorgungsauftrag des Landes Baden-Württemberg für gesamte Region
Insgesamt werden im Caritas-Krankenhaus rund 600 Schlaganfallpatienten pro Jahr aus dem Main-Tauber-Kreis aber auch aus dem benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis und dem Hohenlohe-Kreis versorgt. Mit diesem überregionalen Versorgungsauftrag ist das Caritas-Krankenhaus auch im Konzept des Landes Baden-Württemberg als Regionale Stroke Unit ausgewiesen. Nach diesem seit dem vergangenen Jahr geltenden Konzept des Landes sollen alle Patienten mit Verdacht auf einen akuten Schlaganfall - außer in begründeten Einzelfällen - notfallmäßig direkt in die nächstgelegene zertifizierte Schlaganfallstation eingewiesen werden. Als einzige zertifizierte Regionale Stroke Unit sichert das Caritas-Krankenhaus somit die hochwertige Versorgung von betroffenen Patienten in der Region. Im dreistufigen Konzept des Sozialministeriums gibt es daneben noch lokale, kleinere Schlaganfalleinheiten wie z.B. in Öhringen sowie elf überregionale Schlaganfalleinheiten, meist an Universitätskliniken oder großstädtischen Zentren wie der Universität Heidelberg.

Mehr Informationen zur Stroke Unit

Info: Bei der Gesundheitsmesse am 17./18. Februar in der Kurverwaltung Bad Mergentheim beantwortet Dr. Waldemar Kafke, Oberarzt der Klinik für Neurologie, am Sonntag von 11 bis 14 Uhr Fragen rund um das Thema Schlaganfall. Die Besucher können außerdem ihr persönliches Schlaganfallrisiko testen. 

 
 

Diese Website verwendet Cookies.
Diese Webseite nutzt neben notwendigen auch nicht notwendige Cookies externer Komponenten, wie z.B. Karten, Videos oder Analysewerkzeuge, welche alle dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Nutzungsverhalten zu sammeln. Personenbezogene Daten werden von uns nicht erhoben und bedürfen, wie z. B. bei der Nutzung von Kontaktformularen, Ihrer expliziten Zustimmung. Sie können dem Einsatz der nicht notwendigen Cookies mit dem Klick auf die Schaltfläche „alle Cookies akzeptieren“ zustimmen oder sich per Klick auf „alle Cookies ablehnen“ dagegen entscheiden. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Diensten und zum Widerruf finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Dort können Sie ebenfalls Ihre hier getroffenen Einstellungen unter dem Link „Cookie-Einstellungen“ jederzeit aufrufen und Cookies auch nachträglich abwählen. Ihre Einwilligung dazu ist freiwillig und für die Nutzung der Webseite nicht notwendig.