19.03.2018
Examen erfolgreich bestanden

Zusammengehörigkeitsgefühl, gegenseitiger Respekt und Aufeinander-verlassen-können – immer wieder fielen am vergangenen Freitagabend im Caritas-Krankenhaus diese Begriffe bei der Examensfeier für die Schülerinnen der Klasse 15/18 iPA. Nach Abschluss ihrer dreijährigen Pflege-Ausbildung wurden 16 frisch examinierte Pflegekräfte mit viel Lob in ihre berufliche Zukunft entlassen.
Regionalleiter Thomas Wigant begrüßte die Schülerinnen, Angehörige und Lehrer mit zwei historischen Bildern: dem jungen Schornsteinfeger Peter Friedhofen, der vor mehr als 160 Jahren den Pflegeorden der Barmherzigen Brüder Trier (BBT) gründete, und dem Foto von Sr. Roswitha Hirth, die 1949 ihre Krankenpflegeausbildung an der damals neu gegründeten Krankenpflegeschule am Caritas-Krankenhaus begann und noch heute im Caritas wirkt. "Gemeinsam ist den Beiden, die Motivation und die Haltung, die sie angetrieben hat: sie sahen die Not ihrer Mitmenschen und haben nicht abgewartet, sondern waren bereit zu helfen." Dieses Ideal, den Menschen helfend und heilend nahe zu sein, sei auch heute noch treibende Kraft für viele, die in der Pflege arbeiten. Um diesem Ideal treu bleiben zu können, sei es wichtig sich nicht als Opfer sondern als Gestalter zu erleben. "Sie können etwas bewirken, vertrauen Sie auf ihre Selbstwirksamkeit und warten Sie nicht, bis man Ihnen sagt, was Sie tun sollen. Werden Sie proaktiv tätig", gab Wigant den frisch examinierten Pflegekräften mit auf den Weg und gratulierte zum bestandenen Examen.
Dank an Lehrkräfte und Praxisanleiter
Auch der Leiter
des Caritas-Bildungszentrums Norbert Stolzenberger appellierte an die jungen
Pflegenden sich weiter für ihren Berufsstand zu engagieren: "Sie haben sich
einen wirklich schönen Beruf herausgesucht, der zugleich eine hohe
Verantwortung mit sich bringt. Wir brauchen Pflegende wie Sie, konstruktive Querdenker,
Mitdenker und Kreative, die unseren Berufsstand weiterbringen und
weiterentwickeln können." Die dreijährige Ausbildung sei dafür eine
qualifizierte Basis, die nicht nur Fachwissen sondern den respektvollen Umgang
miteinander vermittelt habe. "Es ist ihre Haltung und ihre Persönlichkeit, die
Sie einbringen bei der Sorge um Patienten und Bewohner, das macht Sie aus.
Bewahren Sie sich das." Dafür wünschte Stolzenberger den Examinierten weiterhin
viel Mut und Offenheit, sich auf Neues einzustellen, Kraft, Ausdauer, Erfolg
und Gottes Segen. Der Leiter des Bildungszentrums dankte zugleich allen
Lehrkräften im Caritas-Bildungszentrum, den Praxisanleitern auf den Stationen
sowie den Kooperationspartnern aus der Altenhilfe für die Zusammenarbeit.
Breites Spektrum in Theorie und Praxis
Die 16
Schülerinnen haben die integrierte Pflegeausbildung iPA abgeschlossen, ein
Modellprojekt am Caritas-Krankenhaus, das Krankenpflege, Kinderkrankenpflege
und Altenpflege vereint und damit die neuen gesetzlichen Vorgaben schon jetzt
vorwegnimmt. Neben 2100 Unterrichtsstunden in der Theorie umfasst die
Ausbildung 2500 Stunden Praxiseinsatz auf verschiedenen Stationen im
Krankenhaus, dem OP, den Ambulanzen, in der Notaufnahme sowie in Seniorenheimen
und bei ambulanten Diensten. Die iPA bietet damit breites Fachwissen und ein breites
Spektrum unterschiedlicher Praxiserfahrungen in der Pflege.
Sechs Absolventinnen bleiben im Caritas
Die hohe
Qualifikation des Pflegeberufes unterstrich auch der Pflegedirektor des
Caritas-Krankenhauses Frank Feinauer und verwies auf den internationalen
Pflegecodex "International Council of Nurses". Zentrale Aufgabe der Pflege sei
es demnach, die Gesundheit zu fördern und wiederherzustellen, Krankheit
abzuwenden und Leiden zu beenden. Dies beinhalte nicht nur eine hohe fachliche
sondern auch eine hohe soziale Kompetenz. "Es ist beeindruckend, was Sie in den
drei Jahren gelernt haben und wie Sie sich entwickelt haben. Und ich freue
mich, dass sechs von Ihnen künftig im Caritas weiterarbeiten werden." Es gebe
viele Bereiche, in denen die Pflegenden weiterlernen und sich weiterbilden
könnten. Feinauer: "Engagieren Sie sich weiterhin, bleiben Sie offen, und ich
wünsche Ihnen, dass Sie der Pflege bis zu ihrer Rente treu bleiben."
Persönliche Worte und gute Wünsche zum Abschied
Mit
persönlichen Worten verabschiedete sich Klassenlehrer Stefan Bier von den 16
Absolventinnen. Er erinnerte an die gemeinsame Projektwoche zu Beginn der
Ausbildung in Weißenbach: "Sie sind an ihre Grenze gegangen und über ihren
Schatten gesprungen, Sie haben sich gegenseitig gestützt und ich konnte mich
immer auf Sie verlassen, genauso wie Sie sich immer aufeinander verlassen
konnten. Ich habe großen Respekt vor der Entwicklung, die Sie in den
vergangenen drei Jahren gemacht haben". Er appellierte an die frisch
examinierten Pflegekräfte auch in Zukunft ihr Wissen zu mehren und sich
weiterzubilden. "Sie werden bald selbst Verantwortung tragen und andere bei der
Ausbildung begleiten. Dann erinnern Sie sich an ihre Wurzeln und die Zeit im
Caritas-Bildungszentrum." Er wünschte den Absolventinnen für ihren weiteren
Lebensweg alles erdenklich Gute. "Sie waren eine außergewöhnliche, eine gute
Klasse. Danke, dass ich Sie kennenlernen und ein Stück ihres Weges begleiten
durfte." Gemeinsam mit seiner Kollegin Inge Friedrich überreichte Stefan Bier
den Absolventinnen die Caritas-Brosche mit dem Flammenkreuz als bleibendes
Zeichen für die Sorge um menschliche Wärme, Geborgenheit und Zuwendung.
Ihr
Pflegeexamen haben abgelegt:
Gesundheits-
und Krankenpflege:
Jasmin Bührle (Würzburg)
Theresa Marie Bührle (Werbach)
Tabea Ebermann (Seckach)
Barbara Fischer (Schrozberg)
Tina-Sophie Kellert (Kirchheim)
Melanie Kovacevic (Bad Mergentheim)
Olga Malev (Assamstadt)
Anja Müller (Laibach)
Saskia Wiegner (Bad Mergentheim)
Gesundheits-
und Kinderkrankenpflege:
Lea Großkinsky (Billigheim-Katzental)
Paula Hammer (Bad Brückenau)
Jennifer Löhr (Buchen-Hollerbach)
Julia Müller (Krautheim)
Antonia Roth (Wertheim)
Altenpflege:
Annkathrin Stock (Bad Mergentheim)
Gudrun Weber (Lauda-Königshofen)


