29.09.2017
Caritas-Krankenhaus Anlaufstelle für Mammographie-Screening
Ab 1. Oktober ist das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim Standort für das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening der Bundesregierung. Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre zu dieser für sie kostenlosen Röntgen-Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs eingeladen.
Alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren haben seit 2007 Anspruch auf diese von den Krankenkassen finanzierte Röntgen-Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs und werden regelmäßig alle zwei Jahre zur Mammographie in ihrer Nähe eingeladen. "Ziel dieses Mammographie-Screenings ist es, mehr Frauen mit Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium zu entdecken", betont Chefarzt Dr. Ulrich Schlembach, Leiter des Brustzentrums am Caritas-Krankenhaus. "Denn wenn ein Tumor frühzeitig entdeckt und richtig behandelt wird, steigen die Heilungschancen für die betroffenen Frauen deutlich." Daher ist für ihn die Teilnahme an diesem Screening ein wichtiger Baustein innerhalb der Früherkennung bei Brustkrebs.
Früherkennung von Brustkrebs wichtig
"Wichtig ist zuallererst,
dass die Frauen ihre Brust regelmäßig selbst untersuchen, denn häufig werden
die Knoten von den Frauen selbst ertastet." Auch die regelmäßigen
Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt sollten unbedingt wahrgenommen werden,
empfiehlt der Gynäkologe. "Drittes Standbein, um gerade die sehr kleinen Tumore
herauszufiltern, ist dann die Röntgenuntersuchung beim Mammographie-Screening
alle zwei Jahre." Dr. Schlembach appelliert daher an alle Frauen an diesem
Screening teilzunehmen.
Mammographiegerät mit hoher Bildqualität bei niederiger Starhlenbelastung
Das
Caritas-Krankenhaus hat dafür jetzt ein Mammographiegerät der neuesten
Generation angeschafft. "Dank neuester Technik liefert uns dieses digitale
Röntgengerät Aufnahmen in hervorragender Bildqualität, so dass eventuelle Gewebeveränderungen
für den Radiologen gut zu erkennen sind", erläutert Priv.Doz. Dr. Ulrich Baum,
Chefarzt der Radiologie am Caritas-Krankenhaus. Ein wichtiger Vorteil für die
betroffenen Frauen: "Das neue Gerät arbeitet mit einer äußerst geringen
Strahlendosis und wird regelmäßig engmaschig überprüft, so dass die
Strahlenbelastung für die Frauen bei der Untersuchung sehr niedrig ist",
unterstreicht PD Dr. Baum. Neueste,
anatomisch angepasste Kompressionsplatten vermindern außerdem den eventuell
auftretenden Druckschmerz.
Doppelbefundung der Aufnahmen garantiert
Die Auswertung
und Befundung der Röntgenaufnahmen im Rahmen des Screening-Programms übernehmen
die programmverantwortlichen Screening-Ärzte Dr. Ulrich Roos (Ludwigsburg) und
Dr. Josef Kellermann
(Neckarsulm). Sie stellen sicher, dass jede Röntgenaufnahme der Brust von zwei im
Screening besonders geschulten und erfahrenen Ärzten beurteilt wird. Bei auffälligen
Befunden nehmen sie direkt Kontakt zu den betroffenen Frauen auf, um einen Termin
zu vereinbaren und weitere Untersuchungen zu besprechen.
Frauen zwischen 50 und 69 Jahren besonders betroffen
Die Einladung
zum Mammographie-Screening erhalten alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69
Jahren, weil in dieser Altersgruppe das Risiko am höchsten ist, an Brustkrebs
zu erkranken und daran zu sterben. Die Teilnahme ist freiwillig und für
gesetzlich Krankenversicherte kostenlos; auch die meisten privaten
Krankenkassen übernehmen die Kosten. Zertifizierte Screening-Einheit in unserer
Region ist seit Oktober das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. Es ist auf die
Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs spezialisiert und hat dafür eine besondere
Zulassung. Um diese Zulassung zu erhalten, müssen die Ärztinnen und Ärzte sowie
das Fachpersonal besondere fachliche Qualifikationen vorweisen und werden
regelmäßig überprüft.
Mammographie-Screening im Caritas-Krankenhaus
Mehr Infos
unter: www.mammo-programm.de


