07.11.2017

MS-Tag informiert über neue Therapien

MS-Tag informiert über neue Therapien

Beim MS-Tag am kommenden Samstag, 11.11.2017 im Caritas-Krankenhaus gibt es wieder viele wertvolle Informationen rund um das Thema Multiple Sklerose. Von 10 bis 15 Uhr berichten Ärzte über neue Therapiemöglichkeiten und zeigen wie man mit den Begleiterscheinungen bei MS umgehen kann. Auch in den Workshops und an den Infoständen gibt es viele Tipps für den Alltag mit MS.

Was passiert bei Multipler Sklerose (MS) im Gehirn eines Menschen? Welche Veränderungen zeigen sich und wie wirken sich diese auf den Körper aus? Beim 8. MS-Tag am 11.11.2017 im Caritas-Krankenhaus macht ein virtuelles Gehirn diese Vorgänge anschaulich sichtbar. Von 10 bis 15 Uhr stehen außerdem erfahrene Ärzte und Therapeuten für Fragen zur Verfügung.

Neue Möglichkeiten der Immuntherapie bei MS
"In den vergangenen Jahren haben wir viele Fortschritte bei der Behandlung von MS erreicht und es wurden wirksame Therapien entwickelt, um das Fortschreiten der chronisch entzündlichen Krankheit des Zentralnervensystems einzudämmen", betont Privatdozent Dr. Mathias Buttmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. "Und diese Dynamik in Forschung und Therapie geht erfreulicherweise weiter." Der Facharzt für Neurologie und Spezialist für die Behandlung von MS informiert beim MS-Tag in seinem Vortrag über neue Möglichkeiten der Immuntherapie, welche Medikamente neu zugelassen wurden oder in Kürze zur Zulassung anstehen. Er geht auch darauf ein, für welche Patienten diese geeignet sind.


Hilfe bei Fatigue und Blasenstörungen
Mit den möglichen Risiken bei hochaktiven MS-Therapien beschäftigt sich Dr. Waldemar Kafke, Leiter der neurologischen Infusionsambulanz im Caritas-Krankenhaus. Er erläutert in seinem Vortrag, wie Risiken und mögliche unerwünschte Nebenwirkungen frühzeitig erkannt und eingedämmt werden können.
Viele Betroffene haben im Alltag mit unsichtbaren, aber häufig belastenden Folgen der MS  wie etwa Blasenstörungen, Fatigue und Konzentrationsproblemen zu kämpfen. Wie sie damit umgehen können und welche Hilfen es gibt, erläutert Dr. Martin Meier, ein sehr MS-erfahrener Neurologe und Psychiater aus der Marianne-Strauß-Klinik (Starnberger See), in seinem Vortrag.


Workshops mit praktischen Tipps für den Alltag
Auch in den anschließenden Workshops erhalten die Besucher dazu viele praktische Tipps und Unterstützung für den Alltag mit MS. So geben Physiotherapeutinnen Anleitung zum Beckenbodentraining und zeigen praktische Übungen bei Gleichgewichtsstörungen. Eine Logopädin zeigt, was Betroffene bei Schluck- oder Sprechstörungen tun können. Und pflegende Angehörige erfahren, welche Hilfsmittel es für die Pflege von MS-Patienten gibt. Die Fachärzte für Neurologie aus dem Caritas-Krankenhaus und aus den Praxen der Region stehen außerdem in einer offenen Fragerunde für alle Fragen der Besucher bereit. Infostände von Selbsthilfegruppen, Pharmafirmen und Sanitätshäusern ergänzen den MS-Tag. Das Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim ist zertifiziertes MS-Schwerpunktzentrum.  Hier finden Sie das ausführliche Programm zum MS-Tag 2017.
Das Programm im Überblick:
Vorträge:
10.00 Uhr        Neue Immuntherapien (PD Dr. Mathias Buttmann)
11.00 Uhr        Die unsichtbare Seite der MS: Kognition, Fatigue, Blasenstörungen (Dr. Martin Meier)
14.00 Uhr        Risikomanagement hochaktiver Therapien (Dr. Waldemar Kaffke)
 
Workshops: 12.00 bis 12.30 Uhr
1. Hilfe bei Gleichgewichtsstörungen       
2. Beckenbodentraining bei Blasenstörung
3. Bewegen statt Heben: Unterstützung für pflegende Angehörige   
4. Schluck- und Sprechstörungen bei MS
Meet the Expert: 13.00 bis 14.00 Uhr
Ärzte beantworten Fragen der Besucher