26.07.2017
Jürgen Weigand neuer Chefarzt des ZNA
Seit Anfang des Monats steht das Zentrum für Notaufnahme (ZNA) unter einer neuen Leitung: Jürgen Weigand, Facharzt für Innere Medizin, Notfallmedizin, spezielle internistische Intensivmedizin und Ärztliches Qualitätsmanagement ist neuer Chefarzt des ZNA.
Das Zentrum für Notaufnahme (ZNA) im Caritas-Krankenhaus ist eine wichtige Anlaufstelle für Notfallpatienten aus der gesamten Region. Rund 90 Patienten werden hier im Schnitt pro Tag aufgenommen, untersucht und behandelt. Seit Anfang des Monats steht das ZNA unter einer neuen Leitung: Jürgen Weigand, Facharzt für Innere Medizin, Notfallmedizin, spezielle internistische Intensivmedizin und Ärztliches Qualitätsmanagement führt das ZNA künftig in der Position des Chefarztes. Hintergrund für diese Umstrukturierung ist zum einen eine neue Vorgabe durch den Gemeinsamen Bundesausschuss G-BA für Notaufnahmen ab einer bestimmten Größe. "Unabhängig davon entspricht es der Bedeutung des ZNA für unser Haus", betont der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Christoph Eingartner. "Mehr als 33.000 Patienten werden pro Jahr in der Notaufnahme behandelt, ca. 40 % von ihnen werden von hier stationär aufgenommen. Die Notaufnahme übernimmt damit für alle anderen Abteilungen im Haus eine wichtige Rolle und Verteilerfunktion." Insgesamt werde die Notaufnahme am Caritas mit dem erfahrenen Notfallmediziner Jürgen Weigand nicht nur personell verstärkt. "Wir planen in den kommenden Monaten weitere strukturelle und räumliche Veränderungen."
Hohes Engagement im Rettungsdienst
"Den Aufbau
neuer Strukturen und neuer Prozesse als Chefarzt mitzugestalten und zu
begleiten - das hat mich an der Aufgabe im Caritas-Krankenhaus besonders
gereizt", betont Jürgen Weigand, zuletzt Ärztlicher Leiter der ZNA im Krankenhaus
St. Josef in Schweinfurt. "Und natürlich der Wechsel an ein größeres Haus mit
einem sehr guten Ruf." Die Arbeit im Rettungsdienst und der Notfallmedizin hat
den 44jährigen schon immer "fasziniert". Als 14jähriger trat er dem Bayerischen
Jugendrotkreuz bei, absolvierte die Ausbildung zum Rettungssanitäter, arbeitete
nach dem Abitur und neben dem Studium als Rettungsassistent und war
ehrenamtlich in der Schnelleinsatzgruppe des BRK tätig - zunächst als Sanitäter
später als Arzt. Er war Ausbilder für Erste Hilfe, Sanitätsausbildung und
Rettungsdienst. Außerdem engagiert er sich seit Jahren als Arzt sowohl im
Kreisausschuss Schweinfurt als auch im Vorstand des Bayerischen Roten Kreuzes.
Umfassende Kompetenz in der Notfallmedizin
Sein
Medizinstudium absolvierte der gebürtige Schweinfurter an der Universität
Würzburg und blieb während seines Berufsweges der Region treu: Bis 2009 arbeitete
er im Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt und wechselte anschließend als
Oberarzt der internistischen Abteilung an die Geomed Klinik in Gerolzhofen.
Nach vier Jahren kehrte er als Oberarzt der Internistischen Abteilung am St.
Josef-Krankenhaus nach Schweinfurt zurück und übernahm hier zugleich die
internistische Leitung, zuletzt auch die Ärztliche Gesamtleitung der
Notaufnahme. Seit Ende 2001 ist er als Notarzt in den Bereichen Gerolzhofen,
Schweinfurt und Haßfurt im Einsatz, seit 2010 auch als Leitender Notarzt für
den Bereich Schweinfurt. Außerdem war er mehrere Jahre Ärztlicher Leiter
Rettungsdienst für den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung
Schweinfurt. Für seine jetzige Tätigkeit verfügt er also über umfassende
theoretische und praktische Erfahrungen.
Hoch motiviertes Team im ZNA
"Notfallmedizin
ist meine Leidenschaft", gibt der 44jährige unumwunden zu. "Man braucht dabei
viel Gefühl für den Patienten, muss mit dem Patienten reden und sehen, was
braucht der jetzt am dringendsten." Diese Anamnese am Anfang sei die eigentlich
spannende Frage in der Notfallmedizin. "Hier werden die Weichen gestellt für
die weitere Diagnostik und Therapie." Seine Begeisterung und seine umfassenden Erfahrung
will er auch im Caritas-Krankenhaus einbringen und sieht in der Notaufnahme
hier sehr gute Grundlagen. "Ich bin hier auf sehr gute Voraussetzungen und auf
ein hoch motiviertes Team aus Ärzten und Pflegenden gestoßen" betont der
44jährige. "Und Notfallmedizin ist immer Teamarbeit." Gemeinsam werde man die
Notaufnahme auch für die Herausforderungen der Zukunft weiterentwickeln. In
seiner freien Zeit verbindet Jürgen Weigand ebenfalls Medizin und Hobby: er ist
begeisterter Taucher und zugleich Taucherarzt der Gesellschaft für Tauch- und
Überdruckmedizin e.V. (GTÜM).


