22.11.2016
Neues Herz-Katheterlabor im Caritas-Krankenhaus
Die Versorgung von herzkranken Patienten wurde jetzt im Caritas-Krankenhaus erneut verbessert: Kürzlich wurde die Modernisierung des zweiten Herzkatheterlabors abgeschlossen und eine komplett neue Anlage in Betrieb genommen. Damit verfügt die Kardiologie im Caritas über zwei Herz-katheteranlagen mit modernster Technik, die rund um die Uhr für Notfall-Eingriffe z.B. bei akutem Herzinfarkt oder für geplante Untersuchungen bereit stehen.
Die neue
Herzkatheteranlage "Siemens Artis One" ist für alle Routineeingriffe hervorragend
ausgestattet. Vorteil ist vor allem die gute Zugänglichkeit zum Patienten. "Das
Röntgengerät hängt quasi frei schwebend an einem sogenannten C-Bogen im Raum
und kann bei Bedarf den gesamten Körper des Patienten erfassen", erläutert PD
Dr. Mathias Borst, Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 im Caritas-Krankenhaus,
die Vorteile. "Wir können so von allen Seiten ungehindert an den Patienten
kommen." Auch die Strahlenbelastung für das Team und den Patienten werde dank
neuester Technik deutlich reduziert.
Wichtigste
therapeutische Einsatzmöglichkeit ist die vorbeugende oder Notfallbehandlung
bei Herzinfarkt. Hier werden mithilfe eines feinen Katheters verschlossene
Herzkranzgefäße wieder eröffnet und die Durchblutung wiederhergestellt. "Das
neue Herzkatherlabor erfüllt aber auch alle Bedingungen eines OPs: Wir können
hier etwa Herzschrittmacher und spezielle Schrittmacher-Systeme wie
Defibrillatoren und CRT-Systeme oder auch Ereignis-Rekorder implantieren", so
der Chefarzt. "Diese Geräte werden in örtlicher Betäubung unter die Haut
eingepflanzt und bieten Menschen mit schwerer Herzschwäche einen wirksamen
Schutz vor Herzstillstand bzw. unterstützen die Leistungsfähigkeit des
schwachen Herzens."
Ergänzt durch
die biplane High-Tech-Anlage Siemens Artis Zee im zweiten Herzkatherlabor sei
die optimale Versorgung von Patienten mit Herzerkrankungen sichergestellt.
Diese zweite Anlage erlaubt auch komplexe interventionelle Eingriffe und
Sonderanwendungen. "Für schwierige Elektrophysiologische Untersuchungen
benötigen wir zum einen die hochauflösende Darstellung des Herzens in
3-D-Bildqualität und zum anderen einen speziellen intrakardialen Ultraschall",
so PD Dr. Borst. "Damit können wir schwer behandelbare Herzrhythmusstörungen
nicht nur sicher diagnostizieren, sondern im selben Eingriff auch behandeln.
Bei Patienten mit Vorhofflimmern oder Vorhofflattern können wir dabei eine so
genannte Katheter-Ablation durchführen, und die Ursache der Erkrankung direkt
am Herzen dauerhaft beseitigen." Die lebenslange Einnahme von Medikamenten mit
der Gefahr von Nebenwirkungen könne so vermieden werden.
Erfahren Sie mehr über die Behandlung im Herzkatheterlabor am Beispiel eines Patienten mit Herzinfarkt.
Auch für die minimal-invasive
Behandlung von Herzklappenerkrankungen, die früher oft nur mit aufwändigen
Herzoperationen möglich war, ist das Herzkatheterlabor gerüstet. Derzeit finden
der interventionelle Ersatz von Aortenklappen (TAVI) oder das sog.
Mitral-Clipping am Universitätsklinikum Würzburg in enger Kooperation mit den
dortigen Kardiologen und Herzchirurgen statt, während der Verschluss des
Vorhofohres zur Vermeidung von Hirnembolien regelmäßig am Caritas durchgeführt
wird.
Für die
Sicherheit der Patienten in der Region besonders wichtig sei die Tatsache, dass
rund um die Uhr zwei Herzkatheterplätze einsatzfähig sind. "Selbst wenn ein
Saal für Routineeingriffe genutzt wird, ist damit eine permanente Bereitschaft
für die Versorgung von Notfällen - etwa bei akutem Herzinfarkt - rund um die
Uhr garantiert", so der Kardiologe (Facharzt für Herzerkrankungen). "Wichtig
ist neben all der Technik aber vor allem das Gespräch mit dem Patienten und die
gute Versorgung im Anschluss an einen Eingriff. Unser Team aus speziell
weitergebildeten Fachärzten und engagierten Pflegenden kümmert sich hier mit
hohem Einsatz um die Patienten", betont PD Dr. Borst. "Insgesamt können wir in
der Kardiologie am Caritas unseren Patienten die kardiologische Versorgung wie
in großstädtischen Zentren bieten."


