06.03.2015

Prostatazentrum: Operative Qualität ist bestens

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat jetzt das Prostatazentrum Tauberfranken am Caritas-Krankenhaus erneut für die hohe Qualität der Prozesse und Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs ausgezeichnet. Die Prüfer lobten besonders den Einsatz der Mitarbeiter für die Patienten sowie die Qualität der operativen Behandlung.


Das Prostatazentrum am Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim ist seit dem Jahr 2008 kompetente Anlaufstelle für Männer mit Verdacht auf Prostatakrebs. Es gehörte damals zu den ersten in Baden-Württemberg, das von der Deutschen Krebsgesellschaft für die hohe Qualität der Behandlung und der Prozesse bei Prostatakrebs ausgezeichnet wurde. Jetzt wurde das Zentrum erneut von der Deutschen Krebsgesellschaft überprüft und zertifiziert.

Audit bestätigt hohen Standard bei Behandlung von Prostata-Krebs
Bei einer zweitägigen intensiven Überprüfung wurden von den externen Experten der gesamte Ablauf im Prostatazentrum unter die Lupe genommen: Von der Diagnostik in der Radiologie, dem Labor, der Nuklearmedizin und der Pathologie über die Beratung des Patienten bis hin zur Therapie und der Betreuung durch Pflege und Therapeuten auf der Station wurde der gesamte Prozess kritisch geprüft. In all diesen Punkten bestätigten die Prüfer dem Caritas-Krankenhaus einen sehr guten Standard.

Prüfer loben Einsatz der Mitarbeiter und Qualität der Operationen
Sie lobten vor allem den engagierten Einsatz des gesamten Personals bei der Sorge um die Patienten. "Das Prostatakrebszentrum ist gekennzeichnet durch ein sehr ambitioniertes hoch motiviertes Team, besonders hervorzuheben sind die Mitarbeiter im Pflegedienst, Psycho-Onkologie, Sozialdienst und Tumordokumentation", unterstrichen die Auditoren im ihrem Bericht. Darüber hinaus lobten sie vor allem das medizinische Behandlungsergebnis etwa nach einer operativen Entfernung des Tumors. "Die operative Qualität ist bestens, wie am Fehlen von Revisionseingriffen (Nachoperationen) zu erkennen ist", so der Bericht.

Jährlich 68.000 Neuerkrankungen in Deutschland
"Wir freuen uns natürlich sehr über diese positive Bestätigung unserer Arbeit", betont Privatdozent Dr. Bernd Straub, Leiter des Prostatazentrums am Caritas-Krankenhaus. "Solche externen Prüfer geben uns darüber hinaus auch immer wieder Anregungen, wie wir die Qualität unserer Arbeit für die Patienten noch weiter verbessern können." Der Urologe fürchtet allerdings in Zukunft eine weitere Zunahme von Betroffenen. "Prostatakrebs ist eine Erkrankung des älteren Mannes. Durch die steigende Lebenserwartung sehen wir auch mehr Prostata-Tumore. Zurzeit gehen wir in Deutschland von rund 68.000 Neuerkrankungen pro Jahr aus", beschreibt der Chefarzt der Klinik für Urologie im Caritas-Krankenhaus die Situation. "Erfreulich ist jedoch, dass immer weniger Männer an der Erkrankung sterben. Das zeigt: Wenn der Krebs frühzeitig erkannt und richtig behandelt wird, überleben fast alle Männer."

Chefarzt PD Dr. Straub wirbt für regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen

PD Dr. Straub appelliert daher an alle Männer, die angebotenen Früherkennungs-Untersuchungen beim Hausarzt oder beim Urologen regelmäßig wahrzunehmen. So haben ab dem 45. Lebensjahr alle Männer Anspruch auf die rektale Tastuntersuchung. "Die meisten Prostata-Tumore entstehen in einem Bereich, der dem Enddarm genau gegenüberliegt. Daher kann der Arzt den Tumor, wenn er eine bestimmte Größe erreicht hat, vom Enddarm aus ertasten", erläutert der Chefarzt. Auch der sog. PSA-Test könne einen Hinweis auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms geben. "Ein erhöhter PSA-Wert kann allerdings auch andere Ursachen haben und muss daher durch weitere Verfahren ergänzt werden", so Straub. Er rät daher in jedem Einzelfall zu einem Gespräch mit dem Arzt, um dann eine informierte Entscheidung über weitere Untersuchungen treffen zu können.


Therapie wird individuell auf den Patienten angepasst
Bei Verdacht auf einen Tumor müssen dann weitere diagnostische Maßnahmen wie Ultraschall, Computertomographie, MRT oder eine spezielle Untersuchung der Knochen (Skelettszintigramm) einleitet werden, um das Stadium des Tumors zu bestimmen.

"In einem Prostatazentrum wie hier im Caritas-Krankenhaus, besprechen immer mehrere Fachärzten die Befunde in einer interdisziplinären Tumorkonferenz und diskutieren welche Therapie im Einzelfall geeignet ist", betont PD Dr. Straub. "So kann in einem frühen Stadium der Tumor oft durch eine Operation komplett entfernt werden." In vielen Fällen könne auch eine Strahlentherapie - oft in Kombination mit einer Hormontherapie - helfen. Eine Chemotherapie wird häufig bei fortgeschrittenen Tumoren notwendig. "Gerade bei älteren Männern und sehr langsam fortschreitenden Tumoren reicht es aber manchmal auch aus, den Patienten engmaschig zu überwachen, ohne eine Therapie einzuleiten", betont der Urologe. Wichtig sei, dass sich der Patient an ein zertifiziertes Zentrum mit erfahrenen Urologen wendet.


Der Leiter des Prostatzentrums PD Dr. Bernd Straub und sein Team besprechen gemeinsam die Therapie für jeden Patienten.
Der Leiter des Prostatzentrums PD Dr. Bernd Straub und sein Team besprechen gemeinsam die Therapie für jeden Patienten.


Prostatazentrum Tauber-Franken
Leiter: PD Dr. Bernd Straub
Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim
Uhlandstraße 7
97980 Bad Mergentheim

Tel. 07931 58 27 58

Hier finden Sie weitere Informationen zum Prostatazentrum Tauber-Franken.


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