07.10.2015

Neues CT für präzise Diagnostik und schonende Therapie

Neues CT für präzise Diagnostik und schonende Therapie

Präzise Bilder vom Körperinneren mit Darstellung der verschiedenen Körperstrukturen und Gewebearten und dies innerhalb von wenigen Sekunden - das leistet die moderne Computertomographie, kurz CT. Im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim steht den Ärzten seit Anfang September ein 64-Zeilen-CT der neuesten Generation zur Verfügung.

"Die Computertomographie hat sich zu einem der wichtigsten diagnostischen Verfahren entwickelt und ist so etwas wie das Arbeitspferd der Radiologen", betont Privatdozent Dr. Ulrich Baum, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Caritas-Krankenhaus. "Mithilfe von Röntgenstrahlen werden dabei feine Schnittbilder des Körpers erzeugt und wir erhalten so aussagekräftige Bilder vom Körperinneren, die uns eine präzise Diagnostik ermöglichen." Das neue Gerät biete mehrere Vorteile für die Patienten. "Dank intelligenter Software und kürzerer Untersuchungszeiten können wir jetzt die Strahlenbelastung für unsere Patienten um ca. 30 Prozent senken und dies bei gleichzeitig optimierter Bildqualität", beschreibt der Radiologe die Vorzüge. Die verbesserte Technik ermögliche zugleich eine genauere Diagnostik etwa bei Herz- und Gefäßerkrankungen. "So können wir jetzt etwa bei einem Schlaganfall in kürzester Zeit erkennen, welche Areale im Gehirn betroffen sind und wie ausgedehnt ein Schlaganfall ist", so PD Dr. Baum. "Wir können so noch schneller spezielle Therapien für die Patienten einleiten." 

Vor allem in dieser Verbindung von differenzierter Diagnostik und gezielter Therapie sieht der Chefarzt einen wichtigen Nutzen für die Patienten durch das neue Gerät. "So können wir mit Hilfe des neuen CT zum Beispiel selbst die Zusammensetzung von Nierensteinen erkennen und entscheiden, ob die Nierensteine medikamentös aufgelöst werden können oder doch zertrümmert werden müssen."

Das neue Gerät erlaubt außerdem eine verbesserte Planung und Durchführung von therapeutischen, minimalinvasiven Eingriffen. "Diese sog. interventionelle Radiologie hat in den vergangenen Jahren enorme Bedeutung erlangt", unterstreicht PD Dr. Baum. "Dabei führen wir CT- kontrolliert, also unter unmittelbarer CT-Sicht, minimalinvasive Eingriffe durch. So können z. B. bei Krebspatienten gezielt Gewebeproben entnommen oder bei Rückenschmerzen Gelenke oder Nerven gezielt betäubt werden." Auch hier profitieren die Patienten nach Angaben des Radiologen von dem schonenden Verfahren. "Da diese minimalinvasiven Eingriffe meist in örtlicher Betäubung und teilweise sogar ambulant durchgeführt werden, können wir oftmals größere offene Operationen ersetzen."

Das neue CT im Caritas-Krankenhaus wird bei stationären Patienten angewendet oder ambulant nach Überweisung durch einen niedergelassenen Arzt.

Information und Kontakt unter: Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, Tel. 07931-582658.