18.07.2014

Hohe Qualität bei künstlichen Gelenken

Hohe Qualität bei künstlichen Gelenken

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie wurde jetzt für die hohe Qualität bei der Implantation von künstlichen Hüft- und Knie-Gelenken als EndoProthetikZentruzm zertifiziert. Damit zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) Kliniken mit besonders guten Therapieabläufen und Behandlungsergebnissen aus.

Als einzige Klinik im Norden Baden-Württembergs bis nach Heidelberg erhielt die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim das Zertifikat als sog. "EndoProthetikZentrum".

Erstmals nachprüfbare Qualitätsstandards

Ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk ist für viele Patienten - nach Ausschöpfung konservativer Behandlungsverfahren - die Chance, sich wieder schmerzfrei im Alltag bewegen zu können. Für die Implantation künstlicher Gelenke gab es in Deutschland bisher allerdings keine geregelten nachprüfbaren Qualitätsstandards. Ende 2012 hat daher die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) ein weltweit einzigartiges Zertifizierungssystem für Endoprothetik eingeführt. Dieser Überprüfung hat sich die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Caritas-Krankenhaus gestellt und wurde jetzt mit unter den ersten Klinken in Baden-Württemberg als EndoProthetikZentrum zertifiziert.

Hohe Qualität der Behandlung bestätigt

"Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, denn sie ist mehr als nur ein Zertifikat, das wir an die Wand hängen können", betont der Chefarzt der Klinik Prof. Dr. Christoph Eingartner. "Damit wird eine hohe Qualität bei der Behandlung von Patienten von ausgewiesener ärztlicher Seite nachprüfbar und vergleichbar bestätigt." Die zweitägige intensive Prüfung vor Ort beziehe neben neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch alle wichtigen, für die Patientenversorgung relevanten Aspekte ein. "Das Zertifikat wird nur vergeben, wenn die Prozesse und Abläufe während der gesamten Therapiephase stimmen und darüber hinaus gute Behandlungsergebnisse für den Patienten erreicht werden", so Prof. Dr. Eingartner.

Moderne Medizintechnik und erfahrene Operateure
Kriterien bei der Überprüfung sind zum einen die vorgehaltene Struktur, also die bauliche Einrichtung bis hin zu barrierefreien Duschen für die Patienten. Auch die Medizintechnik für Diagnostik und Therapie muss hohe Anforderungen erfüllen. Darüber hinaus müssen die namentlich benannten Operateure ihre Erfahrung mit einer Mindestzahl an Gelenkimplantationen pro Jahr nachweisen. Von der ersten Kontaktaufnahme in der Ambulanz über die Aufklärung des Patienten und die Operation bis hin zur Einbindung der Physiotherapie während des stationären Aufenthalts, wird außerdem der gesamte Behandlungsprozess unter die Lupe genommen.

Gesicherte standardisierte Abläufe

"Diese Formalität ist wichtig, denn ein wesentliches Element des Verfahrens ist es, sicherzustellen, dass alle als notwendig erachteten Schritte in jedem Einzelfalle, bei jedem Patienten abgearbeitet und mit gleichbleibender Qualität vollzogen werden", erläutert der Chefarzt. "Bei der Vorbereitung zum Audit konnten wir so auch bei uns, den einen oder anderen Schwachpunkt aufzuspüren und die Prozesse und auch die Ergebnisse verbessern."

Lernendes System garantiert stetige Verbesserung
Diese ständige Weiterentwicklung im Sinne eines lernenden Systems sei ein wesentliches Element der Zertifizierung, die mit den jährlichen Überwachungsaudits durch besonders geschulte Fachärzte von außen sichergestellt werde. "Bisher waren wir gut - jetzt sind wir noch besser geworden", freut sich der Orthopäde und Unfallchirurg.

Lob von den Fachprüfern

Das bestätigten auch die beiden Prüfer, Dr. Chaled J. El Masri und Dr. Karoly Szarai bei ihrem Audit im Caritas-Krankenhaus. Sie lobten neben der guten Organisationsstruktur vor allem auch die gelebte interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit im Caritas-Krankenhaus sowie die offenkundig gut funktionierende Kommunikation in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. "In der Abteilung herrscht ein guter Geist, der von allen gelebt wird", betonte der verantwortliche Auditor Dr. El Masri.


Operation nur wenn es sein muss
Im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim werden jährlich ca. 500 künstliche Gelenke eingesetzt. "Wir operieren nur nach einer sehr engen Indikationsstellung, wenn es unbedingt sein muss und die Lebensqualität des Patienten durch die Schmerzen massiv eingeschränkt ist", stellt Prof. Eingartner klar. Außerdem hat sich die Klinik auf den Austausch von gelockerten oder abgenutzten Endoprothesen spezialisiert. Vor allem ältere Patienten mit Mehrfacherkrankungen profitieren im Caritas-Krankenhaus außerdem davon, dass alle wichtigen Fachabteilungen unter einem Dach eng zusammenarbeiten und bei möglichen Fragen sofort hinzugezogen werden können.


Bildunterschriftstext

Hier finden Sie weitere Informationen zur Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Am Beispiel eines Patienten erfahren Sie im folgenden Film, wie die Implantaion eines künstlichen Kniegelenks im Caritas-Krankenhaus abläuft: