07.03.2013
Feinauer als Pflegedirektor eingeführt

Schon seit dem 1. Januar ist Frank Feinauer Pflegedirektor im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. In einer Feierstunde wurde er jetzt offiziell in seine neue Aufgabe eingeführt.
Gut 100 Gäste kamen ins Caritas-Krankenhaus, um Frank Feinauer gebührend im neuen Amt zu begrüßen - Ärzte wie Pflegekräfte, Vertreter des Caritas-Verbandes sowie Pflegeleitungen aus benachbarten Krankenhäusern und von ambulanten Pflegediensten. Der Geschäftsführer der BBT-Gruppe, Bruder Alfons-Maria Michels verwies in seiner Begrüßung auf die herausfordernden Aufgaben, die sich dem neuen Pflegedirektor stellen. Es gelte, unter neuen Bedingungen Strukturen zu entwickeln, die der veränderten Situation im Krankenhaus Rechnung tragen. Wo 1970 neben Arzt, Schwester oder Pfleger nur noch die Reinigungskraft im Versorgungs-Kernprozess tätig war, seien heute über dreißig verschiedene Berufsgruppen im Einsatz, was eine Neugestaltung von Prozessen, Strukturen und Schnittstellen mit sich bringt. In der "lernenden Organisation" gelte es, die Mitarbeitenden auch zur Planung und Gestaltung von Veränderungsprozessen zu befähigen, Kooperation zu stärken und Aufgaben kreativ anzugehen. "Wir freuen uns mit Ihnen jemand gefunden zu haben, der für diese herausfordernde Arbeit die notwendigen Kompetenzen und Erfahrungen mitbringt", so Bruder Alfons-Maria.
Der BBT-Geschäftsführer setzt eine wertorientierte, vernetzende "dienende Führung", in der "die Betroffenen zu Beteiligten" werden. "Sie sollen dazu beitragen, die Pflegenden im Haus zu stärken, zu befähigen und zu unterstützen, dass ihre Ideen in den Veränderungsprozess eingebracht und umgesetzt werden." Dies sei kein Tages- oder Wochenprogramm, sondern ein hartes Programm für die nächsten Jahre. Auf diesem Weg wünschte Bruder Alfons Maria dem neuen Pflegedirektor "Gelassenheit gepaart mit Entschiedenheit und Gottes reichen Segen."
Mit einem Angebot zur Kooperation von Ärzten und Pflegenden begrüßte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Christoph Eingartner Frank Feinauer als neuen Pflegedirektor. Er forderte dazu auf, den veralteten Dualismus zwischen Ärzteschaft und Pflege zu überwinden und plädierte für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. "Wir brauchen den Mut und die Fantasie, neue berufsübergreifenden Strukturen zu denken und gemeinsam in neuen Organisationsformen zu arbeiten", erklärte er. "Dann ist das Arbeiten nicht nur effektiv, es macht auch mehr Spaß." Nach den ersten Wochen ist Prof. Eingartner überzeugt: "Frank Feinauer ist für diese Aufgabe genau der Richtige".
Ein herzliches Willkommen formulierte auch Pfarrer Thomas Dreher für die ökumenische Krankenhaus-Seelsorge. Auch im Krankenhaus lauere immer das Risiko, dass der Mensch zum Opfer des Wettbewerbs werde. Es gelte, auch der Begegnung und Einfühlung Raum zu geben, gab er dem neuen Pflegedirektor mit auf den Weg.
Feinauer selbst freut sich, nach vierjähriger kaufmännischer Tätigkeit "wieder am richtigen Platz" zu sein. "Die kaufmännische Erfahrung war gut, aber das pflegerische Herz hat immer in mir geschlagen", begründete er seine Rückkehr. Er bedankte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die freundliche Aufnahme in den ersten Wochen und lobte deren Engagement. "Im Caritas-Krankenhaus wird für Patienten und Angehörige auf allen Ebenen hervorragende Arbeit geleistet", betonte er. Aktiv kümmern will er sich um Auszubildende und neue Mitarbeiter, zumal in den nächsten Jahren auch das Caritas-Krankenhaus selbst einen Generationenwechsel erleben werde. Feinauer: "Wir müssen aufhören über den demographischen Wandel zu reden, sondern handeln."
Einen Schwerpunkt setzt der neue Pflegedirektor darauf, "dass wir mit spürbarer Freude die Patienten pflegen". Die Pflege müsse Zeit haben, um auf individuelle Bedürfnisse der Patienten einzugehen. Bei der Umsetzung seiner Vorhaben setzt Feinauer auf das neue Leitungsteam in der Pflege der beiden Krankenhäuser, das er den Gästen auch gleich vorstellte. Dazu gehört seine neue Stellvertreterin Daniela Schweizer ebenso wie Pflegedirektor Stefan Werner und dessen Stellvertreter Holger Kraft vom Krankenhaus Tauberbischofsheim.



