16.09.2013

Erlebte Pflegegeschichte mit Liliane Juchli

Erlebte Pflegegeschichte mit Liliane Juchli

Liliane Juchli prägte mit ihren Grundsätzen zur Pflegewissenschaft ganze Generationen von Pflegeschülern. Ihr Lehrbuch - kurz nur „der Juchli“ genannt – erschien in zahlreichen Auflagen und wurde millionenfach in ganz Europa verkauft. Am Mittwoch, 18. September, kommt die mittlerweile fast 80-Jährige Schweizerin zu einem Vortrag in das Caritas-Krankenhaus. Unter dem Titel „Erlebte Pflegegeschichte“ zieht die Ordensschwester der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz eine Bilanz ihres jahrzehntelangen Wirkens als Krankenschwester und Ausbilderin.

Erlebte Pflegegeschichte mit Liliane Juchli

Liliane Juchli prägte mit ihren Grundsätzen zur Pflegewissenschaft ganze Generationen von Pflegeschülern. Ihr Lehrbuch - kurz nur "der Juchli" genannt - erschien in zahlreichen Auflagen und wurde millionenfach in ganz Europa verkauft. Am Mittwoch, 18. September, kommt die mittlerweile fast 80-Jährige Schweizerin zu einem Vortrag in das Caritas-Krankenhaus. Unter dem Titel "Erlebte Pflegegeschichte" zieht die Ordensschwester der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz eine Bilanz ihres jahrzehntelangen Wirkens als Krankenschwester und Ausbilderin.


Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester in den 1950er Jahren schloss sie 1964 ihre Ausbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe beim Schweizerischen Roten Kreuz in Zürich ab. Später folgte noch ein Studium an der Akademie für Erwachsenenbildung in Luzern. Ihre anfangs nur als Arbeitsblätter für ihre Schülerinnen vorliegenden Aufzeichnungen wurden 1971 vom Thiemeverlag unter dem Titel "Umfassende Krankenpflege" als Lehrbuch veröffentlicht und seither immer wieder überarbeitet und nachgedruckt. In den Neuauflagen und Überarbeitungen spiegelt sich die Entwicklung der Pflegewissenschaft von den 1960er Jahren bis heute wider: Verstärkte sich in den 60er und 70er eine Tendenz hin zu einer Technisierung und Medizin-Orientierung der Krankenpflege, die sich vor allem als Assistenz der Ärzte sah, entwickelte sich in den 80er Jahren - mit ausgelöst durch Liliane Juchli - ein neues (Selbst-)Bewusstsein für die eigene, wichtige Rolle des Pflegeberufs. In ihrem Lehrbuch legt Liliane Juchli ein ganzheitliches Bild des Menschen zugrunde, das ein neues Verständnis von Krankheit und Gesundheit förderte. Sie entwickelte darin das Konzept der Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL). Diese zwölf ATL sind grundsätzliche Lebensäußerungen sowohl in physiologischer, personal-sozialer wie in geistiger Dimension und gelten für alle Menschen. Mit Hilfe der ATLs kann man überprüfen, in welchen Bereichen der individuelle Pflegebedarf eines Patienten besteht, und sie erleichtern so die Systematisierung und Planung einer ganzheitlichen Pflege. Auf dieser Basis soll eine am einzelnen Patienten und Bewohner orientierte und auf alle Lebensbereiche bezogene Pflege arbeiten.


In ihrem Vortrag wird Liliane Juchli nicht nur einen Rückblick auf die von ihr mit geprägte und "erlebte Pflegegeschichte" geben, sie wird auch einen Ausblick wagen, wie sich ihr Konzept mit den heutigen Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems vereinbaren lässt. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit Liliane Juchli und Pflegedirektor Frank Feinauer. Die Pflegeschüler des Caritas-Bildungszentrums haben außerdem eine Ausstellung zum Leben von Liliane Juchli vorbereitet. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr im Caritas-Krankenhaus. Wegen der Raumplanung bitten wir um Anmeldung im Sekretariat des Caritas-Bildungszentrums bei Susanne Berg unter Telefon 07931 58-3741 oder per E-Mail an susanne.berg@ckbm.de.

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