Das Caritas-Krankenhaus ist jetzt für die gute Behandlung von Schlaganfall-Patienten als regionale „Stroke Unit“ zertifiziert worden. Damit bestätigen die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft die hohe Qualität der Therapie und Versorgung.
Das Zertifikat mit der Bestätigung als regionale "Stroke Unit" wurde nach einer intensiven Prüfung jetzt an das Caritas-Krankenhaus überreicht. "Wir freuen uns sehr, dass damit die Experten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft die hohe Qualität der Therapie und Versorgung im Caritas bestätigen", erklärte Prof. Dr. Christoph Eingartner, Ärztlicher Direktor des Caritas- Krankenhauses. Damit werde auch die gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachabteilungen im Caritas-Krankenhaus bei solch schweren Krankheiten gewürdigt.
Betreuung für Patienten mit Schlaganfall rund um die Uhr
"Die Stroke Unit ist eine Art Halbintensivstation, auf der sich Neurologen, Physiotherapeuten, Logopäden und speziell geschultes Pflegepersonal rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag um die Betreuung von Schlaganfallspatienten in der Akutphase kümmern", erläutert Prof. Dr. Mathias Mäurer, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Caritas-Krankenhaus. "Denn die ersten Stunden und Tage sind eine entscheidende Zeit für einen Patienten nach Schlaganfall. Hier wird der Therapieerfolg gefestigt und der Grundstein gelegt, um Spätfolgen oder einen erneuten Schlaganfall zu vermeiden."
Folgeschäden vermeiden
In Deutschland erleiden jedes Jahr ca. 250.000 Menschen einen Schlaganfall. Mehr als eine Million Patienten leiden unter den oft schwerwiegenden Folgeschäden wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Gleichgewichtsstörungen. Viele Patienten bleiben dauerhaft auf Unterstützung in Pflegeheimen oder durch ihre Angehörigen angewiesen. "Studien belegen, dass die rasche, fachgerechte Behandlung auf einer Stroke Unit solche gravierenden Folgeschäden des Schlaganfalls vermeiden kann", so Prof. Mäurer.
Hohe Lyse-Rate entscheidend
Entscheidend sei vor allem die frühzeitige Lyse-Therapie. Dabei werden Blutgerinnsel, die ein Gefäß beim Schlaganfall verschließen, mit Hilfe von Medikamenten aufgelöst und das Gehirn kann schnell wieder durchblutet werden. "Jede Stunde, die ohne Therapie verloren geht, fügt dem Gehirn weiteren Schaden zu", so der Neurologe. Die überdurchschnittliche hohe Lyse-Rate bei den Patienten, die im Caritas-Krankenhaus behandelt werden, wurde daher von den externen Prüfern bei ihrem Audit besonders gelobt.
Moderne Technik sichert Vitalfunktionen
Die Klinik für Neurologie im Caritas-Krankenhaus verfügt schon seit mehreren Jahren über eine Stroke Unit. Sie wurde im vergangenen Jahr weiter ausgebaut und mit zusätzlichen Überwachungsplätzen ausgestattet. Die Geräte überwachen permanent EKG, Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Atemfrequenz und reagieren selbst auf kleinste Veränderungen mit sichtbaren und hörbaren Alarmsignalen, damit Ärzte und Pflegekräfte im Bedarfsfall rechtzeitig handeln können.
Früher Beginn der Reha-Maßnahmen
"Doch nicht nur modernste Technik kommt zur Anwendung", betont Prof. Mäurer. "Eine wesentliche Stärke der Schlaganfallsstation liegt auch darin, dass so früh wie möglich mit Rehabilitationsmaßnahmen begonnen wird. Hier zählt der enge Kontakt zu unseren erfahrenen Therapeuten der Physio-, Logo- und Ergotherapie. Außerdem wird auch der Sozialdienst frühzeitig eingebunden, um die Patienten über weitere Reha-Möglichkeiten zu beraten."
Lob für stimmige Prozesse und Engagement der Mitarbeiter
Genau diese enge Zusammenarbeit der verschiedenen Spezialisten war jetzt neben den medizintechnischen Voraussetzungen eine wichtige Bedingung für die Zertifizierung. Dabei lobten die Prüfer in ihrem Bericht vor allem die "stimmigen Prozesse" bei der Behandlung der Schlaganfallpatienten im Caritas-Krankenhaus. "Von der Notaufnahme, über CT auf die Stroke Unit mit allen Übergabe- und Schnittstellen fand sich ein effizienter Ablauf mit kurzen Wegen und raschen Entscheidungsabläufen, sodass eine gute Versorgung glaubhaft vorgefunden wurde", so der medizinische Fachauditor Prof. Dr. Tobias Neumann-Haefelin. "Besonders positiv hervorzuheben ist die hohe Motivation der Mitarbeiter für eine gute Zusammenarbeit und eine möglichst optimale Versorgung der Schlaganfallpatienten."
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