Der Arbeitsprozess in der ZSVA beginnt, nachdem die kontaminierten Medizinprodukte im unreinen Raum der ZSVA angeliefert werden. Diese werden dann von qualifizierten Mitarbeitern in ihre einzelnen Komponenten zerlegt, und in den Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDG) gereinigt und desinfiziert. Die ZSVA des Caritas-Krankenhauses verfügt über sieben Reinigungs- und Desinfektionsgeräte, deren Prozessleistungsfähigkeit jährlich durch eine Validierung (Überprüfung auf Reproduzierbarkeit der Prozesse) überprüft wird. Darüber hinaus sichern tägliche, wöchentliche und monatliche Routinekontrollen diese Ergebnisse ab. Die Validierung und die Routinekontrollen sind Forderungen aus dem Medizinproduktegesetz (MPG).
Nach dem Reinigungs- und Desinfektionsvorgang werden alle Medizinprodukte im so genannten Reinraum nach ihrer Zugehörigkeit sortiert, auf Sauberkeit überprüft und mit Spezialöl gepflegt. Zur Feststellung, welches Instrument zu welchem Set oder Container gehört, sind in der ZSVA sämtliche Medizinprodukte EDV-technisch erfasst und in Packlisten hinterlegt. Jedes verpackte Produkt wird mit einem Etikett versehen, das den Inhalt klar definiert und die Produktionsdaten eindeutig festhält.
Nach dem Verpacken gelangen die Medizinprodukte in die Sterilisatoren und werden dort zu sterilen Produkten. Auch diese Großgeräte arbeiten ausschließlich mit validierten Arbeitsprozessen und unterliegen regelmäßigen Kontrollen.
Die ZSVA im Caritas-Krankenhaus arbeitet mit zwei Sterilisationsverfahren:
Das fraktionierte Vakuumverfahren mit Reindampf, bei 134° Celsius, kurz Dampfsterilisation genannt, sowie das Niedertemperaturverfahren bei 65° Celsius unter Zugabe von Formaldehyd, auch FO-Sterilisation genannt. Das zweite Verfahren ermöglicht die Sterilisation von allen thermolabilen Medizinprodukten mit besonders hohem Reinigungsaufwand, den so genannten kritisch C Produkten, z.B. flexible Cystoskope. Hierfür stehen der ZSVA fünf speziell ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung.
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