Ziele des Darmzentrums

Das Darmzentrum ist ein Expertennetzwerk aus spezialisierten Ärzten im Krankenhaus und niedergelassenen Bereich, Hausärzten, Fachpflegern, Selbsthilfegruppen und den Trägern der supportiven Therapie. Ziel ist also eine patientenzentrierte Behandlung nach neuestem wissenschaftlichen Kenntnisstand auf höchstem qualitativen Niveau. Insbesondere werden die folgenden Ziele hervorgehoben:
 
 

Prävention 

  • Aufklärung der Bevölkerung über Risiken für die Entstehung des kolorektalen Karzinoms und Möglichkeiten für deren Minimierung (Teilnahme bzw. Durchführung von Aktionstagen, Informations-veranstaltungen, Arzt-Patienten-Seminaren, Veröffentlichungen in Rundfunk und Presse durch das Darmzentrum)
  • Erhöhung der Anzahl der durchgeführten Vorsorgekoloskopien im Einzugsgebiet des Darmzentrums
  • Verbesserung des Screenings der asymptomatischen Bevölkerung sowie standardisierte Risikostratefizierung bei Patienten mit erhöhtem Erkrankungsrisiko

Therapie

  • Verbesserung der Rate der R0-Resektionen > 90%
  • Verminderung der Rezidivrate (lokal / systemisch)
  • Verbesserung der Rate kontinenzerhaltender Operationen
  • Verbesserung der Überlebensraten bei kurativ (5-Jahresüberleben) und palliativ behandelten Patienten bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität
  • Verminderung der Krankenhausmorbidität und –letalität
  • Teilnahme an Studien zur Therapie des kolorektalen Karzinoms
  • Kontinuierliche Anpassung an wissenschaftlichen Fortschritt

Nachsorge

Erhöhung des Anteils der leitliniengerechten Nachsorge durch genaue Festlegung der Nachsorgeintervalle und Kontrolle der durchgeführten Diagnostik bis 10 Jahre nach operativer Therapie
 

Ständige interne und unabhängige externe Qualitätskontrolle

  • Ständige unabhängige externe Überwachung der Struktur- und Ergebnisqualität durch Onkozert
  • Benchmarking durch Vergleich mit den anderen nach Onkozert zertifizierten Darmzentren durch das Westdeutsche Darmzentrum
  • Interne Überwachung durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement des BKT
  • Vollständige, zeitnahe Dokumentation durch eigenen Dokumentationsassistenten
  • Analyse der Ergebnisse und Ableitung eines Verbesserungsmanagements durch Qualitätszirkel (2/Jahr) mit Teilnahme der Behandlungspartner 

Informationsweitergabe

  • Vermeidung von Diagnose- und Therapieabbrüchen durch den Patienten und beim Übergang von einem Behandler zum anderen durch verbindliche Absprachen und rasche Informationsübermittlung.

 Fortbildung und Schulung

  • Jeder Leistungserbringer wird zu einer kontinuierlichen Fortbildung in seinem Spezialgebiet verpflichtet. Diese sind jährlich neu zu erbringen und nachzuweisen.
     
  • Zusätzlich werden alle Mitarbeiter des Darmzentrum mindestens 6/Jahr durch das Darmzentrum geschult.

Umfassende Betreuungsangebote 

  • Psychoonkologische/Psychotherapeutische Behandlung
  • Seelsorgerische Begleitung
  • Ernährungsberatung
  • Genetische Beratung
  • Sicherstellung der häuslichen Versorgung, Vermittlung von REHA-Maßnahmen
  • Bereitstellung von Pflege- und Hilfsmitteln
  • Stomaberatung
  • Physiotherapie
  • Vermittlung von Selbsthilfegruppen (Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V., Deutsche ILCO) 
  • Palliativmedizin/Schmerztherapie
  • Zusammenarbeit mit dem Hospiz Trier
  • Krankenhaushilfe durch die Grünen Damen und Herren